aus AufEinWort, der freien Forschung
streit-en Nwf. 'einen Streit haben, ausüben; gegenüber etwas Festgesetzten ‘starrsinnig, widersetzend, hartnäckig' verhaltend; voranschreitend das Voranschreiten des anderen stoppen; wiederholt heftig 'schreitend, vorstoßend' dieselben Stellen, Leute, Gegner ... angreifen, bekämpfen um ein Recht, eine Meinung, Ansicht, Überzeugung, einen Anspruch oder Ähnlichem durchzusetzen, bestätigt zu bekommen;
▷ strei--t deu.
- streiten Vb. ‘sich mit Worten auseinandersetzen, kämpfen’.
- Das starke Verb
- ahd. strītan ‘sich im Meinungsstreit auseinandersetzen, einen Rechtsstreit führen, zanken, bewaffnet kämpfen’, (selten) ‘wetteifern’ (8. Jh.),
- mhd. strīten, vor allem ‘bewaffnet kämpfen’, auch ‘streben, trachten’,
- mnd. (stark und schwach) strīden ‘streiten’, (schwach) ‘große Schritte machen’,
- mnl. strīden,
- nl. strijden,
- afries. strīda ‘streiten’,
- aengl. strīdan ‘schreiten, spreizen’,
- engl. to stride ‘schreiten, große Schritte machen’,
- swed. (stark und schwach) strida ‘kämpfen, streiten’ (germ. *streidan)
- hat neben sich das schwache Verb
- asächs. strīdian ‘streiten, bestreiten’,
- anord. strīða ‘plagen, Schaden zufügen’
- sowie das Substantiv Streit und anord. strīðr ‘hart, stark, hartnäckig, widerspenstig’,
- (mit anderer Ablautstufe) streitask ‘sich anstrengen, kämpfen’, strita ‘angestrengt ziehen, sich plagen’.
- Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten fehlen.
- Ausgehend von einer Bedeutung ‘sich starrsinnig, widerspenstig, hartnäckig verhalten’,
- läßt sich uig. *strē̌idh- ansetzen, Dentalerweiterung der Wurzel uig. *(s)ter(ə)-, *(s)trē- ‘starr, steif sein’ (s. starren).
- Die Verwendung im Sinne von ‘schreiten, große Schritte machen’ entwickelt sich vielleicht unter Einfluß von schreiten (s. d.; vgl. Seebold 476).