subiectum sui ipsius causae
"Subiectum sui ipsius causae" ist ein lateinischer Ausdruck, der "Ursache seiner selbst" oder "Träger seiner eigenen Ursache" bedeutet. Er wird oft im Kontext der Gottesbeweisführung verwendet, insbesondere in Bezug auf die Frage, ob ein solches Konzept mit der Vorstellung eines Gottes vereinbar ist.
Im Detail bedeutet "subiectum sui ipsius causae":
- subiectum: Das Subjekt, der Träger, das Ding, das etwas ist oder tut.
- sui ipsius: Von sich selbst, der eigenen Person.
- causae: Der Ursache.
Zusammen ergibt dies die Bedeutung, dass das Subjekt seine eigene Ursache ist, also nicht von etwas anderem abhängig ist, sondern aus sich selbst heraus existiert und wirkt. (s. Substanz)
Dieser Begriff wird oft in philosophischen und theologischen Diskussionen über die Existenz Gottes verwendet. Einige argumentieren, dass Gott als "subiectum sui ipsius causae" existieren muss, da er sonst eine Ursache hätte, die außerhalb seiner selbst läge, was im Widerspruch zu seiner Vorstellung als oberstem Wesen stünde. Andere lehnen diesen Begriff ab, da sie ihn für widersprüchlich halten oder argumentieren, dass er nicht auf Gott angewendet werden kann. causa sui
Beispiele für die Verwendung des Begriffs: causa sui
- In der Scholastik wurde "causa sui" oft diskutiert, wobei einige Philosophen argumentierten, dass Gott eine solche "Ursache seiner selbst" sei.
- Descartes verwendete den Begriff im Kontext seiner Meditationen über die erste Philosophie, um die Existenz Gottes zu erklären.
- Bertrand Russell kritisierte die Vorstellung von "causa sui" als widersprüchlich und argumentierte, dass sie gegen die Existenz Gottes spreche.