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taub

aus AufEinWort, der freien Forschung

taub Adj. ‘gehörlos, ohne körperliche Empfindung, abgestorben, ohne nutzbaren Wert, gehaltlos, leer’,

    • ahd. toub ‘gehörlos, unempfindlich, stumpf, unsinnig’ (9. Jh.),
    • mhd. toup, toub, auch ‘leer, wertlos, abgestorben, dürr’,
    • mnd. dōf (s. doof),
    • mnl. nl. doof,
    • aengl. dēaf,
    • engl. deaf,
    • anord. daufr,
    • schwed. döv,
    • got. daufs,
    • germ. *dauba-.
  • Dazu (ablautend) toben und (nasaliert) dumm,
  • außergerm.
    • griech. typhlós (τυφλός) ‘blind, stumpf, unsinnig, verstopft, dunkel, versteckt’,
  • so daß sich Rückführung auf
    • ie. *dheubh-, *dhūbh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt’
      • (auch vom Geist und den Sinnen),
    • eine Labialerweiterung der Wurzel
      • ie. *dheu-, *dheu̯ə- ‘stieben, wirbeln, besonders von Staub, Rauch, Dampf’
  • Die Ausgangsbedeutung ‘umnebelt, empfindungslos, stumpfsinnig’ wird im Germ. schon früh auf den Gehörsinn bezogen.
  • Aus der Bedeutung ‘gefühllos, abgestorben’ entwickelt sich in mhd. Zeit ‘gehaltlos, unfruchtbar’,
    • vgl.
      • taube Nuß ‘hohle, leere Nuß’,
      • taubes Gestein ‘kein nutzbares Mineral enthaltendes Gestein’. –