terminus post quem
In ähnlicher Bedeutung (wie terminus ante quem) wird auch der Ausdruck terminus post quem (lat. ‚Zeitpunkt nach dem‘) – abgekürzt tpq oder TPQ – benutzt. Mit Hilfe des tpq kann ein Ereignis in Bezug auf einen früheren Zeitpunkt eingegrenzt werden.[1] So liefert eine in einem archäologischen Fund geborgene Münze (oder bei mehreren Geldstücken die zuletzt geprägte so genannte Schlussmünze) den tpq für den Fundkomplex, da dieser nicht vor der Prägung des Geldes in die Erde gelangt sein kann (vgl. Münzdatierung). Im Falle von fälschbaren Werken, etwa Schriftstücken, ist ein Terminus post quem wegen der Unmöglichkeit, zukünftige Ereignisse zu kennen, prinzipiell sicherer als ein Terminus ante quem. Ein Terminus post quem kann auch bewusst eingesetzt werden – so fotografierten etwa die Terroristen der Roten Armee Fraktion mehrfach ihre Entführungsopfer mit aktuellen Tageszeitungen, um zu belegen, dass die jeweilige Geisel am Tag des Erscheinens der jeweiligen Zeitung noch am Leben war.