träge
Erscheinungsbild
träg-e Adj. ‘lustlos und ohne Schwung (sich bewegend), schwerfällig’,
- ahd. trāgi (8. Jh.),
- mhd. træge, (md.) trāge,
- asächs. trāg,
- mnd. trāch,
- mnl.trāghe, traech,
- nl. traag ‘träge’, d. h. ‘von langsamer, mühsamer Bewegung des Körpers und des Geistes’,
semantisch abweichend
- aengl. trāg‘übel, schlecht’,
- dazu ablautend
- anord. tregr ‘unwillig, langsam’,
- aengl. trega ‘Unglück, Elend, Kummer’,
- anord. tregi ‘Sorge, Kummer, Hindernis’,
- got. trigō ‘Trauer’,
- ferner
- asächs. tregan ‘leid sein’,
- mnl. tregen ‘verdrießen, träge werden, träge machen’,
- aengl. tregian,
- anord. trega ‘betrüben’.
- Falls sich, wenngleich unsicher,
- lit. drìžti ‘fürchten, erschrecken, schüchtern sein, elend, schwach werden’, drìžinti ‘schwächen, elend machen’
- heranziehen läßt, kann
- ie. *dreg̑h- ‘unwillig, verdrossen’, vielleicht ursprünglicher ‘schlaff, zähe sein’ (?) als Ausgangsform vermutet werden.