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und

aus AufEinWort, der freien Forschung

un + d | Bdw. zum Ganzen es vervollständigend oder erweiternd 'hinzunehmen, hinzufügen';

verbindet nebenordnend einzelne Wörter, Satzteile und Sätze; kennzeichnet eine Aufzählung, Anreihung, Beiordnung oder eine Anknüpfung;

verbindet Wortpaare und gleiche Wörter und drückt dadurch eine Steigerung, Verstärkung, eine stetige Fortdauer aus;

verbindet einen Hauptsatz mit einem vorhergehenden;

kennzeichnet ein zeitliches Verhältnis, leitet eine erläuternde, kommentierende, bestätigende o. ä. Aussage ein, schließt eine Folgerung oder einen Gegensatz, Widerspruch an; leitet einen Gliedsatz ein, der einräumenden, seltener auch bedingenden Charakter hat; leitet, oft in Bezüg auf Mängel eine Gegenfrage ein, mit der eine ergänzende, erläuternde o. ä. Antwort gefordert oder durch die eine gegensätzliche Meinung kundgetan wird;

Bdw. heute vorwiegend (wie bereits ahd.) in rein verbindender, anreihender Funktion, Wörter, Satzglieder oder Sätze miteinander verknüpfend, bei Anschluß von Gliedsätzen im Mhd. und älteren Nhd. vielfach im Übergang zur unterordnenden (besonders bedingungsabhängigen, einräumenden, gegensätzlichen, auch zeitlichen) Verbindungen; (…)[/cmtgend]

Die Vorsilbe ent- uig. énti "Stirn, Vorderseite", "gegen, nah, vorher, entgegen" zu grie. lat. anti haben laut Sprachwissenschaft dieselbe Ww. wie und; die Wortherkunft wird laut Duden als "unbekannt" angegeben, obwohl die Verbindung zu ahd. umbi; mhd. umbe, bekannt ist und mit ambi derselben Wortfamilie angehört;

Die Wortwandlungsabfolge geht von uig. énti, uger. *andi *anþi, ahd. unti, mhd. unde, aus, als Ausgangspunkt in einer Erweiterung zu uig. *en, *ṇ ‘in’ (s. in).

Besondere frühere Schreibweisen "unt, vnd, vnnd, unnd"; ahd. (mit wechselndem Vokalismus, vielleicht auf Ablaut beruhend?) anti, enti, endi, daneben (besonders frk.) inti, indi (8./9. Jh.), später vor allem unti, unta, unde (seit 9. Jh.), mhd. und, unde, unt, asächs. endi, ande, mnd. unde, ende, inde, anfrk. inde, in mnl. ende, end, enn, en, nl. en, afries. ande, and, anda, an, ende, enda, end, aengl. and, ond, engl. and;

Die westgerm. Formen sind verwandt mit anord. enn, en ‘auch, und, aber’. Anknüpfungsmöglichkeiten außerhalb des Germ. bleiben unsicher.

Beim Abbrechen von Aufzählungen, deren Vollständigkeit nicht notwendig ist oder die leicht zu ergänzen sind, steht (entsprechend lat. et cētera) jetzt meist die Fügung und so weiter (abgekürzt usw., früher u. s. w. 18. Jh.), ferner älteres und andere, und anderes (abgekürzt u. a.; frühnhd. furbaß vnd ander, Ende 15. Jh.), und dergleichen (abgekürzt u. dgl.; Anfang 16. Jh.);

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