verballhornen
Erscheinungsbild
verballhorn-en Vb. eigtl. verbahlhornen nach dem Drucker Johann Ballhorn benannt; ‘einen Text, eine sprachliche Äußerung entstellen’ (in der Absicht, etw. vermeintlich Falsches zu verbessern),
- seit dem 18. Jh. in der Literatursprache, vgl. auch Verjohannballhornung (2. Hälfte 18. Jh.), Verballhornung (19. Jh.), ballhornisieren (Anfang 19. Jh.).
- Im nd. Gebiet entstandene Ableitungen vom Namen eines Lübecker Buchdruckers Johann Ballhorn, bei dem 1586 eine von einem Unbekannten fehlerhaft bearbeitete Ausgabe des lübischen Rechts erschien.