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viel

aus AufEinWort, der freien Forschung

¦∑¦ vie + -l;

¦∅¦ ‘eine große Menge oder Anzahl, zahlreich, sehr, bedeutend’; bezeichnet eine als Einheit gedachte Gesamtmenge; bezeichnet eine erst durch eine bekannte Bezugsgröße näher bestimmte Anzahl, Menge

¦√¦ uig. *pelu-, *pḷlu- ‘Menge, viel’, eigentlich ‘füllend’; uig. *pel(ə)-, *plē- ‘gießen, fließen, aufschütten, (ein)füllen’

¦↵¦ ger. *felu-, neutraler u-Stamm; ahd. filu (8. Jh.), mhd. vil(e), asächs. filo, filu, mnd. vēl(e), mnl. vēle, nl. veel, aengl. feolu, fela, anord. (nur in Zusammensetzungen) fjǫl-, got. filu ist ursprünglich ein substantiviertes Adjektiv (germ. *felu-, neutraler u-Stamm).

Es wird daher im Sinne von ‘große Menge’ unflektiert als Substantiv gebraucht (viel hilft viel) und kann dabei einen abhängigen Genitiv bei sich haben (viel Aufhebens).

Bei Nominativen und Akkusativen erhält viel den Charakter eines Indefinitpronomens bzw. eines unbestimmten Zahlworts (viel Geld, viel Erfreuliches), in Verbindung mit Verben entwickelt sich adverbieller Gebrauch (viel arbeiten). Schließlich nimmt viel adjektivische Flexion an (viele Leute, vielen Dank). Außergerm. Verwandte sindaind. purū- ‘viel, reichlich’, griech. polýs (πολύς) ‘viel’, lat. plūs ‘mehr’, air. il ‘viel’, so daß von uig. *pelu-, *pḷlu- ‘Menge, viel’, eigentlich ‘füllend’, ausgegangen werden kann, einer Weiterbildung der Wurzel uig. *pel(ə)-, *plē- ‘gießen, fließen, aufschütten, (ein)füllen’ (wozu auch voll, Fülle, fließen, fliegen, s. d.).;

viele, vieler, vieles, vielen, vielem,