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wenn

aus AufEinWort, der freien Forschung

wen-n ahd.-deu. wann Adv. wenn Bw. sind (wie dann, denn)

ursprünglich umlautlose und umgelautete Form desselben Wortes und daher in älterer Sprache bedeutungsgleich und funktionsgleich, ahd. (h)wanne (8. Jh.),(h)wenne (9. Jh.) Ustw. ‘wann, irgendwann einmal’,

in der Fügung ahd. sō (h)wanne (sō) Konj. (um 800), zunächst zeitlich ‘sobald, sooft’, dann bedingend ‘falls, unter der Bedingung, daß, wenn’, mhd. wanne, wenne Adv. ‘wann’,

Bw. (entsprechend mhd. swanne, swenne) ‘wann irgend, wann auch, sobald, wenn’, asächs. hwanna ,mnd. wanne, wenne, ostmnl. wanne, aengl. hwanne, hwonne neben hwenne, hwænne, engl. when (nur zeitlich).

Als Bildungen ohne erweiterndes -ne begegnen asächs. hwan, mnl. wan ‘wann, wenn’ und got. ƕan‘wann, wie, bis zu welchem Grade’.

Alle Formen sind mit n-Formans zu dem unter wer (s. d.) angeführten Pronominalstamm ger. *hwa-, ig. *ku̯o-, *ku̯e- gebildet.

Die heute geltende Unterscheidung in wann Ustw. ‘zu welcher Zeit, unter welcher Bedingung’ und wenn Bw. (konditional) ‘unter der Bedingung, daß’, (temporal) ‘sobald, sooft’, (konzessiv) wenn … auch (gleich, schon) oder Wunschsätze einleitend ‘ich wünschte, daß’ entwickelt sich im 18. Jh. (vgl. Gottsched, wann ‘quando’, wenn ‘si’), setzt sich endgültig aber erst im 19. Jh. durch.