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wie

aus AufEinWort, der freien Forschung

¦∑¦ wi + -e;

¦∅¦ ‘von welcher Beschaffenheit’, auf welche Art und Weise; einander vergleichend, beispielsweise "wie du mir, so ich dir";

¦√¦ uig. *ku̯o-oiu̯o ‘welchen Gang habend’;

¦↵¦ uig. *ku̯o-, *ku̯e- und einem Wort für ‘Lauf, Gang, Art und Weise’ + uig. *ei- bzw. *eiə- ‘gehen’

wie Adv. Konj. mhd. wie, (md. auch) wī, wē. Die nhd. schriftsprachliche Form hat zwei Vorstufen. Ahd. (h)wie (9. Jh.), abgeschwächt aus ahd. (h)wio (9. Jh.), ist hervorgegangen aus älterem ahd. (h)weo (8. Jh.); dieses beruht durch Kürzung von ē auf ahd. (h)wēo, das got. ƕaiwa ‘wie, von welcher Beschaffenheit’ entspricht.

Die weitere Herleitung ist nicht sicher.

Man kann mit W. Schulze Gesch. lat. Eigennamen (1904) 435 griech. pó͞ios (ποῖος) ‘wie beschaffen’ (wenn aus *πο-οιϝος) vergleichen

und als Grundlage ie. *ku̯o-oiu̯o ‘welchen Gang habend’ voraussetzen als den Instrumental eines Kompositums aus dem Pronominalstamm uig. *ku̯o-, *ku̯e- und einem Wort für ‘Lauf, Gang, Art und Weise’ (aind. ḗvaḥ ‘Gang, Weg’, Plur. ‘Gewohnheit, Sitte’, ahd. ēwa ‘Gesetz, Recht’, zu der unter eilen und Jahr, s. d., angegebenen Wurzelie. *ei- bzw. *eiə- ‘gehen’).

Daneben steht ahd. hwē (um 800), das got. ƕē ‘womit’ entspricht und durch Diphthongierung des ē und Übergang von eo in io (10. Jh.) mit ahd. (h)wie (s. oben) zusammenfällt.

Hierzu gehören anord. hvī ‘wie, weshalb’, aengl. hwī, hwȳ, engl. why ‘warum’ sowie lat. quī ‘wodurch, wovon, warum’, deren Grundlage wohl ein Instrumental des Pronominalstamms uig. *ku̯o-, *ku̯e- ist.

Im Ablaut dazu steht eine für asächs. hwō ‘wie’, mnd. wō, wu, nd. wō (wu), mnl. nl. hoe, aengl. hū, engl. how anzusetzende Ausgangsform westgerm. *hwō. wie fragt seit ahd. Zeit als Interrogativum in direkter und indirekter Frage und in absolutem Gebrauch nach der Art und Weise.

In mhd. Zeit geht wie auch in konjunktionalen Gebrauch über mit verallgemeinernder und konzessiver Funktion (für ahd. sō (h)wio (sō), mhd. swie ‘wie immer, obgleich’), dann temporal im Sinne von ‘als, während, sobald, wenn’ (seit dem 16. Jh., geläufig seit dem 18. Jh.). wie ersetzt (im Ahd. beginnend, oft im Frühnhd.) vergleichendes als und wird schließlich (seit dem 15. Jh.) auch beiordnend gebraucht.