wo
wo | veraltend wenn; sich zeitlich, örtlich, sachlich b eziehend; ahd. (h)wār, eigentlich = an was (für einem Ort), zu was (für einem Ort), mhd. wā,
2 a kausal zumal da, angesichts der Tatsache, dass …
b konzessiv obwohl, während
1 interrogativ an welchem Ort, an welcher Stelle?
¦∑¦ w + o ¦√¦ uig. *ku̯o- "wo", *ku̯e- "wer"
¦∅¦ an welchem Ort, an welcher Stelle?; veraltend wenn;
¦↵¦ Das Ortsadverb uger. *hwēr, *hwar, ahd. hwār, wār ‘wo, woher’ (8. Jh.), mhd. wā, wō, wār, asächs. hwā̌r, mnd. wār, wōr, wūr, mnl. waer, wāre, nl. waar, afries. hwēr, aengl. hwǣr, hwā̌r, engl. where, ger. *hwēr, daneben (mit eindeutig kurzem Vokal) anord. hvar, schwed. var, got. ƕar, ger. *hwar ‘wo’ und aind. kárhi ‘wann’, lat. cūr ‘warum, weshalb, weil’ (alat. quōr), lit. kur̃ ‘wo, wohin’ führen als Bildungen mit r-Formans mit aslaw. kъde, russ. gde (где) ‘wo’ auf unterschiedliche Ablautstufen des Pronominalstamms uig. *ku̯o-, *ku̯e-. Auslautendes r fällt im Dt. bei einsilbigen Partikeln seit dem 11. Jh. ab, Verdumpfung von ā zu ō (beeinflußt durch vorangehendes w) ist (hd.) seit der 2. Hälfte des 13. Jhs. belegt. Der alte Lautstand ist erhalten in der Zusammensetzung warum (s. d.). Konjunktionales wo entwickelt sich aus ahd. sō (h)wār sōüber sō wār (9. Jh.), mhd. swō (1330), wō (14. Jh.).