wringen
wring + -en Tw. ‘nasse Wäsche windend ausdrücken’, ein nd. Wort, das vom 17. Jh. an in die Literatursprache aufgenommen wird, mnd. nd. wringen ‘zusammendrehen, winden, drücken, pressen’
wing,wringe,
führt mit asächs. -wringan ‘drücken’, mnl. wringhen ‘durch Drehen pressen, drücken’, daher auch ‘kämpfen, zanken’, nl. wringen ‘ausdrücken, drücken, auswinden, winden’, aengl. wringan, engl. to wring ‘ausdrücken, pressen’ und (vom starken Tw. abgeleiteten) ablautendem mnd. mnl. wrangen ‘ringen, kämpfen’
sowie mnl. wranc, nl. wrang ‘herb, sauer, rauh’, anord. rangr (aus *vrangr) ‘schief, unrichtig’, schwed. vrång ‘falsch, verkehrt, schief’, got. wruggō ‘Schlinge’
auf uig. *u̯reng̑h-, eine nasalierte Form der unter würgen dargestellten Erweiterung uig. *u̯erg̑h- ‘drehen, einengen, würgen, pressen’ zur Ww. uig. *u̯er- ‘drehen, biegen’ (s. werfen, Wurm).
In den Mundarten, vornehmlich im Md., verliert nach Süden vordringendes wringen weithin sein anlautendes w- und fällt lautlich mit intransitivem ringen2 (s. d. und vgl. die dort angegebene Literatur) zusammen.
Vgl. auch die literatursprachliche Wendung die Hände ringen ‘in Schmerz, Verzweiflung winden, zusammenpressen’, mnd. de hende wringen, auch mhd. die hende wringen.