„Benennung“ – Versionsunterschied
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Eine '''Benennung''' ist die [[Bezeichnung]] eines Gegenstandes durch ein [[Wort]] oder mehrere Wörter.<ref>Satz angelehnt an DIN 2342 ''Begriffe der Terminologielehre'' (1992:2), dort: ''Benennung: aus einem Wort oder mehreren Wörtern bestehende Bezeichnung'', zitiert nach [[Reiner Arntz]], Heribert Picht, [[Felix Mayer (Sprachwissenschaftler)|Felix Mayer]]: ''Einführung in die Terminologiearbeit'', 5. Auflage, [[Georg Olms Verlag]], 2004, S. 112</ref> Die Benennung gilt in der Sprachwissenschaft und in der [[Terminologielehre]] als die sprachliche Form, mit der [[Begriff]]e ins Bewusstsein gerufen werden.<ref name="Göpferich">Satz nach [[Susanne Göpferich]]: ''Interkulturelles Technical Writing'', Narr, 1998, S. 177 bis 179</ref> Eine Benennung ist insofern die Versprachlichung einer Vorstellung.<ref name="Göpferich" /> Der weiter gefasste Oberbegriff ''Bezeichnung'' beinhaltet demgegenüber, neben der ''Benennung'', auch nichtsprachliches, wie Nummern, Notationen und Symbole.<ref>Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: ''Einführung in die Terminologiearbeit'', 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 112</ref> Bei einer [[Fachsprache|fachsprachlichen]] Benennung spricht man auch von einem [[Fachausdruck]] oder Terminus.<ref name="Göpferich" /> Benennungen kommen als Einwort- und als [[Mehrwortbenennung]]en, auch Mehrworttermini genannt, vor. | |||
Die Beziehungen zwischen Benennung (auch Bezeichnung, Zeichen usw.) zu Begriff (auch Inhalt, Bedeutung usw.) zu Gegenstand (auch Objekt, Bezeichnetes usw.) werden in Semiotik und Sprachwissenschaft im [[Semiotisches Dreieck|Semiotischen Dreieck]] veranschaulicht. | |||
== Einwort- und Mehrwortbenennungen == | |||
Fachsprachliche Einwortbenennungen existieren als: | |||
* [[Simplex (Grammatik)|Simplizia]] (Stammwörter), beispielsweise: ''Schalter'', ''Taster'', ''Griff''<ref name="Göpferich" /> | |||
* [[Komposition (Grammatik)|Komposita]] (zusammengesetzte Wörter), beispielsweise: ''Schraubstock'', ''Rolltreppe'', ''Fahrstuhl''<ref name="Göpferich" /> | |||
* [[Derivation (Linguistik)|Derivate]] (abgeleitete Wörter), beispielsweise: ''Verbindung'', ''Zähigkeit'', ''Umzäunung''<ref name="Göpferich" /> | |||
Eine [[Mehrwortbenennung]], auch Mehrwortterminus genannt, ist eine Benennung durch mindestens zwei getrennt geschriebene Wörter. Diese bilden eine [[syntaktisch]]e Einheit. Die jeweiligen Einzelwörter können wiederum Komposita sein. Beispiele für Mehrwortbenennungen sind: ''Gaußsche Glockenkurve'', ''torque converter'' und ''roulement à aiguilles''<ref name="Göpferich" /> Oder auch: ''abgesetzter Linsensenkkopf'', ''nackte Elektrode'', ''Scheibe mit Vierkantloch'', ''Aufstecksechskant mit Griff''.<ref>Satz nach [[Dieter Möhn]]: ''Determinativkomposita und Mehrwortbenennungen im deutschen Fachwortschatz'' in ''Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache'', Band 12, 1986, S. 111. Auf S. 126 bis 128 findet sich eine umfangreiche Typologie mit zahlreichen weiteren Beispielen.</ref> | |||
== Anforderungen an Benennungen == | |||
Die DIN 2330 ''Begriffe und Benennungen; Allgemeine Grundsätze'' stellt die Anforderung, dass Benennungen sprachlich richtig und treffend sein sollen und fordert insbesondere:<ref>Satz und Aufzählung nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: ''Einführung in die Terminologiearbeit'', 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 112. Dort bezogen auf DIN 2330 (1992:8)</ref> | |||
* Genauigkeit von Benennungen | |||
* Knappheit von Benennungen | |||
* Orientierung am anerkannten Sprachgebrauch | |||
Bei einer ''eindeutigen'' Beziehung zwischen einem Begriff und einer Benennung ist jedem [[Ausdruck (Linguistik)|sprachlichen Ausdruck]] jeweils nur ein Inhalt zugeordnet.<ref name="Terminologiearbeit113">Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: ''Einführung in die Terminologiearbeit'', 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 113</ref> Hierbei kann allerdings derselbe Inhalt auch durch einen oder mehrere andere Ausdrücke wiedergegeben werden.<ref name="Terminologiearbeit113" /> Bei einer ''eineindeutigen'' oder ''umkehrbar eindeutigen'' Beziehung ist jedem Ausdruck nur ein Inhalt und jedem Inhalt nur ein Ausdruck zugeordnet.<ref name="Terminologiearbeit113" /> Insofern heißt es in der DIN 2330 bezüglich der „Genauigkeit von Benennungen“: | |||
:„Genauigkeit von Benennungen wird dadurch erreicht, daß zwischen einem Begriff und einer Benennung möglichst eine eineindeutige Beziehung hergestellt wird, d. h. jedem Begriff möglichst nur eine Benennung und jeder Benennung nur ein Begriff zugeordnet wird.“<ref>zitiert nach DIN 2330 ''Begriffe und Benennung.'' Ausgabe: 1993-12, Seite: 8, Absatz: ''6.1.1 Genauigkeit von Benennungen''</ref> | |||
Diese Anforderungen beziehen sich auf Fachsprachen. In der sog. [[Gemeinsprache]] gilt Eindeutigkeit oder Eineindeutigkeit weder als realisierbar, noch als wünschenswert, da hier die Flexibilität eine große Rolle spielt.<ref>Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: ''Einführung in die Terminologiearbeit.'' 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 114</ref> | |||
Probleme bei der Zuordnung von Begriff und Benennung ergeben sich, insbesondere für Fachsprachen, aus: | |||
* [[Synonymie]]: zwei oder mehr Benennungen sind einem Begriff zugeordnet.<ref name="Terminologiearbeit125">Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: ''Einführung in die Terminologiearbeit.'' 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 125 bis 131</ref> | |||
* [[Polysemie]]: die Benennung ist mehrdeutig, zwischen den betroffenen Bedeutungen besteht allerdings ein Zusammenhang, im Deutschen vergleichsweise häufig.<ref name="Terminologiearbeit125" /> | |||
* [[Homonymie]]: die Benennung ist mehrdeutig, zwischen den betroffenen Bedeutungen besteht kein Zusammenhang, im Deutschen vergleichsweise selten.<ref name="Terminologiearbeit125" /> | |||
== Bildung von Benennungen == | |||
In den Fachsprachen gibt es verschiedene Methoden der Benennungsbildung: | |||
* [[Terminologisierung]]: Ein vorhandenes Wort der Allgemeinsprache erhält in einer Fachsprache (oder mehreren) eine ganz bestimmte Bedeutung.<ref name="Terminologiearbeit114">Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: ''Einführung in die Terminologiearbeit'', 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 114 bis 122</ref> Zur Terminologisierung zählt auch die [[Metonymie]], wenn beispielsweise aus der Werkstoffbezeichnung ''Glas'' die Bezeichnung des Behälters wird, oder Personennamen zur Bezeichnung von physikalischer Begriffe benutzt werden (''Volt'', ''Hertz'', ''Newton'').<ref name="Terminologiearbeit114" /> | |||
* [[Wortzusammensetzung]] bzw. [[Mehrwortbenennung]]: Neue Benennungen entstehen durch Zusammensetzung (Komposita) bzw. Aneinanderreihung in Wortgruppen (Mehrwortbenennungen).<ref name="Terminologiearbeit114" /> | |||
* Wort[[Ableitung (Linguistik)|ableitung]]: Ein Stammwort wird mit (mindestens) einem Ableitungselement ([[Präfix]], [[Suffix]]) verbunden, beispielsweise ''Prüf/er'', ''Ver/bind/ung''.<ref name="Terminologiearbeit114" /> | |||
* [[Konversion (Linguistik)|Konversion]]: Der Wechsel von einer [[Wortklasse]] in eine andere, beispielsweise vom Infinitiv zum Substantiv ''das Pflügen''.<ref name="Terminologiearbeit114" /> | |||
* [[Entlehnung]] und [[Lehnübersetzung]]: Die unveränderte bzw. weitgehend unveränderte Übernahme aus einer anderen Sprache (Entlehnung) spielt vor allem in Naturwissenschaft und Technik eine große Rolle.<ref name="Terminologiearbeit114" /> Hier gilt in den letzten Jahrzehnten insbesondere das Englische als Ausgangssprache für Entlehnungen in viele andere Sprachen als bedeutsam.<ref name="Terminologiearbeit114" /> Bei der Lehnübersetzung werden die einzelnen Elemente in die Zielsprache übersetzt, die Struktur der Benennung bleibt dabei bestehen, beispielsweise ''machine aided translation'' (en) in ''maschinengestützte Übersetzung'' (de).<ref name="Terminologiearbeit114" /> | |||
* Wortkürzung: [[Abkürzung]]en entstehen, wenn Benennungen nicht voll ausgeschrieben werden.<ref name="Terminologiearbeit114" /> Ein [[Initialwort]] (Akronym) kann als ''Sprechkürzung'' (kann wie ein Wort ausgesprochen werden, beispielsweise ''Laser'') oder als ''Buchstabierkürzung'' (''LKW'') vorliegen.<ref name="Terminologiearbeit114" /> Ein [[Silbenwort]] (auch Silbenkurzwort) ist die Abkürzung der Bestimmungsform und der Grundform einer Wortzusammensetzung (Kompositum) zu einem neuen Lexem (''Kripo'' für ''Kriminalpolizei'').<ref>Satz und Beispiel nach Harald Weinrich: ''Textgrammatik der deutschen Sprache'', 2. Auflage, 2003, S. 929</ref> | |||
Demgegenüber spielt die Wortneubildung fast keine Rolle.<ref name="Terminologiearbeit114" /> | |||
== Weblinks == | |||
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== Einzelnachweise und Fußnoten == | |||
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Aktuelle Version vom 19. September 2026, 05:21 Uhr
benenn + -ung | be- + Nennung | einem Dasein, Daseinszustand, Erscheinung ... mit einen Namen
Wrtdtng:: durch benennen eines Gegenstand mit einem Namen erwirkt sich die Benennung des Gegenstand, welche dessen Name ist. In der Terminologielehre wird Benennung mit Bezeichnung gleichgesetzt und oder verwechselt.[1] Die Benennung gilt für Gemeinmenschen als die sprachliche Form mit dem Benanntes erkannt wird, jedoch in der Sprachwissenschaft und in der Terminologielehre als die zeichnerische Form, mit der Begriffe ins Bewusstsein gerufen werden würden.[2] Richtiger ist, daß mit der Nennung der Benennung, also mit dem nennen des Namen, das jeweils Benannte, sowie vergleichsweise mit dem zeigen eines Zeichen aufgrund von Bezeichnung das Bezeichnete jeweils erinnert und infolge erneut bewußt wird. Eine Benennung wie auch Bezeichnung ist insofern die Versprachlichung oder Verzeichnung eines Dasein in Verknüfung mit einer Vorstellung.[2] Der weiter gefasste Oberbegriff Bezeichnung beinhaltet demgegenüber in den verfälschten Wissenschaften.[3], neben der Benennung, auch nichtsprachliches, wie Zahlen, Schriften, Daten und Sinnbilder, während in einer wahrhaftigen Wissenschaft der Oberbegriff für Benennung, Bezeichnungen und Weiterem ist Verknüpfung. Bei einer fachsprachlichen Benennung spricht man auch von einem Fachwort, Fachausdruck oder Terminus.[2] Benennungen kommen als Einwortbenennung und als Mehrwortbenennung vor.
Als Benennung definiert die DIN 2342 (1992:2):
- „Aus einem Wort oder mehreren Wörtern bestehende Bezeichnung.“
Benennung
Eine Benennung ist die Bezeichnung eines Gegenstandes durch ein Wort oder mehrere Wörter.[4] Die Benennung gilt in der Sprachwissenschaft und in der Terminologielehre als die sprachliche Form, mit der Begriffe ins Bewusstsein gerufen werden.[5] Eine Benennung ist insofern die Versprachlichung einer Vorstellung.[5] Der weiter gefasste Oberbegriff Bezeichnung beinhaltet demgegenüber, neben der Benennung, auch nichtsprachliches, wie Nummern, Notationen und Symbole.[6] Bei einer fachsprachlichen Benennung spricht man auch von einem Fachausdruck oder Terminus.[5] Benennungen kommen als Einwort- und als Mehrwortbenennungen, auch Mehrworttermini genannt, vor.
Die Beziehungen zwischen Benennung (auch Bezeichnung, Zeichen usw.) zu Begriff (auch Inhalt, Bedeutung usw.) zu Gegenstand (auch Objekt, Bezeichnetes usw.) werden in Semiotik und Sprachwissenschaft im Semiotischen Dreieck veranschaulicht.
Einwort- und Mehrwortbenennungen
Fachsprachliche Einwortbenennungen existieren als:
- Simplizia (Stammwörter), beispielsweise: Schalter, Taster, Griff[5]
- Komposita (zusammengesetzte Wörter), beispielsweise: Schraubstock, Rolltreppe, Fahrstuhl[5]
- Derivate (abgeleitete Wörter), beispielsweise: Verbindung, Zähigkeit, Umzäunung[5]
Eine Mehrwortbenennung, auch Mehrwortterminus genannt, ist eine Benennung durch mindestens zwei getrennt geschriebene Wörter. Diese bilden eine syntaktische Einheit. Die jeweiligen Einzelwörter können wiederum Komposita sein. Beispiele für Mehrwortbenennungen sind: Gaußsche Glockenkurve, torque converter und roulement à aiguilles[5] Oder auch: abgesetzter Linsensenkkopf, nackte Elektrode, Scheibe mit Vierkantloch, Aufstecksechskant mit Griff.[7]
Anforderungen an Benennungen
Die DIN 2330 Begriffe und Benennungen; Allgemeine Grundsätze stellt die Anforderung, dass Benennungen sprachlich richtig und treffend sein sollen und fordert insbesondere:[8]
- Genauigkeit von Benennungen
- Knappheit von Benennungen
- Orientierung am anerkannten Sprachgebrauch
Bei einer eindeutigen Beziehung zwischen einem Begriff und einer Benennung ist jedem sprachlichen Ausdruck jeweils nur ein Inhalt zugeordnet.[9] Hierbei kann allerdings derselbe Inhalt auch durch einen oder mehrere andere Ausdrücke wiedergegeben werden.[9] Bei einer eineindeutigen oder umkehrbar eindeutigen Beziehung ist jedem Ausdruck nur ein Inhalt und jedem Inhalt nur ein Ausdruck zugeordnet.[9] Insofern heißt es in der DIN 2330 bezüglich der „Genauigkeit von Benennungen“:
- „Genauigkeit von Benennungen wird dadurch erreicht, daß zwischen einem Begriff und einer Benennung möglichst eine eineindeutige Beziehung hergestellt wird, d. h. jedem Begriff möglichst nur eine Benennung und jeder Benennung nur ein Begriff zugeordnet wird.“[10]
Diese Anforderungen beziehen sich auf Fachsprachen. In der sog. Gemeinsprache gilt Eindeutigkeit oder Eineindeutigkeit weder als realisierbar, noch als wünschenswert, da hier die Flexibilität eine große Rolle spielt.[11]
Probleme bei der Zuordnung von Begriff und Benennung ergeben sich, insbesondere für Fachsprachen, aus:
- Synonymie: zwei oder mehr Benennungen sind einem Begriff zugeordnet.[12]
- Polysemie: die Benennung ist mehrdeutig, zwischen den betroffenen Bedeutungen besteht allerdings ein Zusammenhang, im Deutschen vergleichsweise häufig.[12]
- Homonymie: die Benennung ist mehrdeutig, zwischen den betroffenen Bedeutungen besteht kein Zusammenhang, im Deutschen vergleichsweise selten.[12]
Bildung von Benennungen
In den Fachsprachen gibt es verschiedene Methoden der Benennungsbildung:
- Terminologisierung: Ein vorhandenes Wort der Allgemeinsprache erhält in einer Fachsprache (oder mehreren) eine ganz bestimmte Bedeutung.[13] Zur Terminologisierung zählt auch die Metonymie, wenn beispielsweise aus der Werkstoffbezeichnung Glas die Bezeichnung des Behälters wird, oder Personennamen zur Bezeichnung von physikalischer Begriffe benutzt werden (Volt, Hertz, Newton).[13]
- Wortzusammensetzung bzw. Mehrwortbenennung: Neue Benennungen entstehen durch Zusammensetzung (Komposita) bzw. Aneinanderreihung in Wortgruppen (Mehrwortbenennungen).[13]
- Wortableitung: Ein Stammwort wird mit (mindestens) einem Ableitungselement (Präfix, Suffix) verbunden, beispielsweise Prüf/er, Ver/bind/ung.[13]
- Konversion: Der Wechsel von einer Wortklasse in eine andere, beispielsweise vom Infinitiv zum Substantiv das Pflügen.[13]
- Entlehnung und Lehnübersetzung: Die unveränderte bzw. weitgehend unveränderte Übernahme aus einer anderen Sprache (Entlehnung) spielt vor allem in Naturwissenschaft und Technik eine große Rolle.[13] Hier gilt in den letzten Jahrzehnten insbesondere das Englische als Ausgangssprache für Entlehnungen in viele andere Sprachen als bedeutsam.[13] Bei der Lehnübersetzung werden die einzelnen Elemente in die Zielsprache übersetzt, die Struktur der Benennung bleibt dabei bestehen, beispielsweise machine aided translation (en) in maschinengestützte Übersetzung (de).[13]
- Wortkürzung: Abkürzungen entstehen, wenn Benennungen nicht voll ausgeschrieben werden.[13] Ein Initialwort (Akronym) kann als Sprechkürzung (kann wie ein Wort ausgesprochen werden, beispielsweise Laser) oder als Buchstabierkürzung (LKW) vorliegen.[13] Ein Silbenwort (auch Silbenkurzwort) ist die Abkürzung der Bestimmungsform und der Grundform einer Wortzusammensetzung (Kompositum) zu einem neuen Lexem (Kripo für Kriminalpolizei).[14]
Demgegenüber spielt die Wortneubildung fast keine Rolle.[13]
Weblinks
Einzelnachweise und Fußnoten
- ↑ Satz angelehnt an DIN 2342 Begriffe der Terminologielehre (1992:2), dort: Benennung: aus einem Wort oder mehreren Wörtern bestehende Bezeichnung, zitiert nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit, 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 112
- ↑ a b c Satz nach Susanne Göpferich: Interkulturelles Technical Writing, Narr, 1998, S. 177 bis 179
- ↑ Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit, 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 112
- ↑ Satz angelehnt an DIN 2342 Begriffe der Terminologielehre (1992:2), dort: Benennung: aus einem Wort oder mehreren Wörtern bestehende Bezeichnung, zitiert nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit, 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 112
- ↑ a b c d e f g Satz nach Susanne Göpferich: Interkulturelles Technical Writing, Narr, 1998, S. 177 bis 179
- ↑ Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit, 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 112
- ↑ Satz nach Dieter Möhn: Determinativkomposita und Mehrwortbenennungen im deutschen Fachwortschatz in Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache, Band 12, 1986, S. 111. Auf S. 126 bis 128 findet sich eine umfangreiche Typologie mit zahlreichen weiteren Beispielen.
- ↑ Satz und Aufzählung nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit, 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 112. Dort bezogen auf DIN 2330 (1992:8)
- ↑ a b c Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit, 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 113
- ↑ zitiert nach DIN 2330 Begriffe und Benennung. Ausgabe: 1993-12, Seite: 8, Absatz: 6.1.1 Genauigkeit von Benennungen
- ↑ Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit. 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 114
- ↑ a b c Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit. 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 125 bis 131
- ↑ a b c d e f g h i j k Satz nach Reiner Arntz, Heribert Picht, Felix Mayer: Einführung in die Terminologiearbeit, 5. Auflage, Georg Olms Verlag, 2004, S. 114 bis 122
- ↑ Satz und Beispiel nach Harald Weinrich: Textgrammatik der deutschen Sprache, 2. Auflage, 2003, S. 929