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Homonymie

aus AufEinWort, der freien Forschung
Substantiv, f (Deutsch)
Worttrennung: Ho·m·o·ny·mie
Plural: Ho·m·o·ny·mi·en
Aussprache: IPA: [homonyˈmiː]

Singular Plural
Nominativ die Homonymie die Homonymien
Genitiv der Homonymie der Homonymien
Dativ der Homonymie den Homonymien
Akkusativ die Homonymie


Homonymie agr.-deu. Gleichnamigkeit

entlehnt aus agr. ὁμωνυμία homōnymia „Gleichnamigkeit“, vgl. Homonym

 
 
 
Äquivokation
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Homonymie
verschiedene Bedeutung,
oft verschiedene Herkunft
 
Polysemie
gemeinsame Wurzel
und/oder abgeleitete Bedeutung,
z. B. Läufer (Sportler/Schachfigur)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Homographie
gleiche Schreibweise,
verschiedene Bedeutung,
oft verschiedene Aussprache,
z. B. mōdern (verwesen) und
modérn (fortschrittlich)
 
Homophonie
gleiche Aussprache,
verschiedene Bedeutung,
oft verschiedene Schreibweise,
z. B. malen und mahlen
 
Äquivokation, Homonymie und Polysemie im Verhältnis

Der Begriff Homonymie ist ein Gegenbegriff zum Begriff der Synonymie: Bei der Homonymie steht derselbe sprachliche Ausdruck für verschiedene Begriffe, bei der Synonymie stehen verschiedene sprachliche Ausdrücke für denselben Begriff. Vor allem in der Philosophie spricht man auch von Äquivokation.

Klassisch spricht man von Homonymie in lexikalischer Hinsicht. Mitunter spricht man auch von Homonymie in morphematisch-grammatikalischer Hinsicht. Im Folgenden geht es nur um die lexikalische Homonymie. (s. Homonym)

Der Ausdruck Homonymie ist selbst mehrdeutig. Zum einen hängt seine Bedeutung von der Bestimmung seines Verhältnisses zum Begriff der Polysemie ab, zum anderen von den Verhältnissen zu Homophonie und Homographie. (s. Homonym)

Im Fall eines auf Homonymie beruhenden Fehlschlusses ist allerdings die Vieldeutigkeit eines einzelnen Worts relevant, nicht die einer grammatischen Konstruktion.

Bedeutungen: [1] Linguistik: gleiche Wortform bei Wörtern, die verschiedene Bedeutungen haben

Sinnverwandte Wörter:

[1] Paronymie

Gegenwörter:

[1] Polysemie

Oberbegriffe:

[1] Bedeutungsbeziehung

Unterbegriffe:

[1] Homographie, Homophonie

Beispiele:

[1] Die Wörter Schloss (= herrschaftliches Gebäude) und Schloss (= Schließvorrichtung, z. B. an einer Tür) weisen Homonymie in beiden Formen auf: zwischen ihnen besteht sowohl Homographie als auch Homophonie.
[1] „Dazu gehören auch die Abgrenzung von Polysemie und Homonymie und die Darstellung der Bedeutungsstruktur eines Wortes.“[2]
[1] „Sind zwei ursprungsverschiedene Wörter gleichlautend, so nennt man dies eine Homonymie (sind sie nicht ganz gleichlautend, eine Paronymie).“[3]
[1] „Diese Nominalphrase disambiguiert in den meisten Fällen die Homonymien.“[4]