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„etwa“ – Versionsunterschied

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<p>et + wa&nbsp;|&nbsp;‘annähernd, ungefähr’, auch (die Nennung eines möglichen Einzelfalls einleitend) ‘beispielsweise’, häufig nur intensivierende Partikel ‘vielleicht, gar’,&nbsp;ahd.&nbsp;''edde(h)wār''&nbsp;(um 1000),&nbsp;''eddes(h)wār''&nbsp;(11. Jh.),&nbsp;mhd.&nbsp;''et(e)wā'',&nbsp;''eteswā''&nbsp;‘irgendwo’,&nbsp;mhd.&nbsp;daneben mit verstärkender Funktion ‘gar, ziemlich, sehr’.</p>
<p>[[et-]][[wa]] [[Sprachstufe::ahd.-deu.]] 'etwo'</p>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Die Zusammensetzung des Ustw.&nbsp;ahd.&nbsp;''(h)wār'',nhd.&nbsp;[https://www.dwds.de/wb/etymwb/wo wo]&nbsp;(s. d.) mit dem die Unbestimmtheit kennzeichnenden Element&nbsp;ahd.&nbsp;''edde(s)-''&nbsp;(s.&nbsp;[https://www.dwds.de/wb/etymwb/etlich etlich]) hat zunächst lokalen Sinn, geht aber im&nbsp;Frühnhd.&nbsp;in modale Verwendung über. Daneben steht ebenfalls modales&nbsp;frühnhd.&nbsp;''etwan'',</p>
* etwa Adv.
 
** ‘annähernd, ungefähr’,
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>hervorgegangen aus dem temporalen Ustw.&nbsp;ahd.&nbsp;''eddes(h)wanne''&nbsp;(8. Jh.),&nbsp;''edde(h)wanne''&nbsp;(9. Jh.),&nbsp;mhd.&nbsp;''et(e)wenne'',&nbsp;''-wanne'', ''eteswenne'',&nbsp;''-wanne''&nbsp;‘irgendwann, zuweilen, manchmal’,</p>
** auch (die Nennung eines möglichen Einzelfalls einleitend) ‘beispielsweise’,
 
** häufig nur intensivierende Partikel ‘vielleicht, gar’,
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>das sich bereits im&nbsp;Mhd.&nbsp;in seinem Gebrauch mit&nbsp;mhd.&nbsp;''et(e)wā'',&nbsp;''eteswā''&nbsp;vermischt.</p>
** ahd. edde(h)wār (um 1000), eddes(h)wār (11. Jh.),
 
** mhd. et(e)wā, eteswā ‘irgendwo’,
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Als Modeausdruck der Mitte des 20. Jhs., jedoch schon vereinzelt in der 1. Hälfte des 19. Jhs. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Immermann Immermann]), findet sich durch Präposition erweitertes&nbsp;''in etwa''&nbsp;‘ungefähr’, vielleicht dem Vorbild von&nbsp;''in etwas''&nbsp;(s.&nbsp;''etwas'') folgend.&nbsp;</p>
** mhd. daneben mit verstärkender Funktion ‘gar, ziemlich, sehr’.
** Die Zusammensetzung des Adverbs
*** ahd.(h)wār, nhd. ''[[wo]]'' (s. d.)  
*** mit dem die Unbestimmtheit kennzeichnenden Element ahd. edde(s)- (s. ''[[etlich]]'')  
*** hat zunächst lokalen Sinn, geht aber im Frühnhd. in modale Verwendung über.  
** Daneben steht ebenfalls modales frühnhd. ''[[etwan]]'',  
*** hervorgegangen aus dem temporalen Adverb
**** ahd. eddes(h)wanne (8. Jh.), edde(h)wanne (9. Jh.),  
**** mhd. et(e)wenne, -wanne, eteswenne, -wanne ‘irgendwann, zuweilen, manchmal’,  
*** das sich bereits im Mhd. in seinem Gebrauch mit mhd. et(e)wā, eteswā vermischt.  
** Als Modeausdruck der Mitte des 20. Jhs., jedoch schon vereinzelt in der 1. Hälfte des 19. Jhs. (Immermann), findet sich durch Präposition erweitertes in etwa ‘ungefähr’,  
*** vielleicht dem Vorbild von in etwas (s. ''[[etwas]]'') folgend.

Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 13:34 Uhr

et-wa ahd.-deu. 'etwo'

  • etwa Adv.
    • ‘annähernd, ungefähr’,
    • auch (die Nennung eines möglichen Einzelfalls einleitend) ‘beispielsweise’,
    • häufig nur intensivierende Partikel ‘vielleicht, gar’,
    • ahd. edde(h)wār (um 1000), eddes(h)wār (11. Jh.),
    • mhd. et(e)wā, eteswā ‘irgendwo’,
    • mhd. daneben mit verstärkender Funktion ‘gar, ziemlich, sehr’.
    • Die Zusammensetzung des Adverbs
      • ahd.(h)wār, nhd. wo (s. d.)
      • mit dem die Unbestimmtheit kennzeichnenden Element ahd. edde(s)- (s. etlich)
      • hat zunächst lokalen Sinn, geht aber im Frühnhd. in modale Verwendung über.
    • Daneben steht ebenfalls modales frühnhd. etwan,
      • hervorgegangen aus dem temporalen Adverb
        • ahd. eddes(h)wanne (8. Jh.), edde(h)wanne (9. Jh.),
        • mhd. et(e)wenne, -wanne, eteswenne, -wanne ‘irgendwann, zuweilen, manchmal’,
      • das sich bereits im Mhd. in seinem Gebrauch mit mhd. et(e)wā, eteswā vermischt.
    • Als Modeausdruck der Mitte des 20. Jhs., jedoch schon vereinzelt in der 1. Hälfte des 19. Jhs. (Immermann), findet sich durch Präposition erweitertes in etwa ‘ungefähr’,
      • vielleicht dem Vorbild von in etwas (s. etwas) folgend.