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„Geltung“ – Versionsunterschied

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gelt + ung | zu gelten jedoch nicht bedingt zugleich gültig sein
[[gelt]][[-ung]] [[Sprachstufe::deu.]] Eigenschaft, als ''[[geltend]]'' anerkannt zu werden, für wirksam erachtet zu werden<div class="zenoCOMain">
'''<span class="zenoTXHighlight0">Geltung</span>''' <ref>Quelle: Pi erer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 118. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000999162X; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Pierer-1857/K/pierer-1857-007-0118 118]</ref> , '''1''') s.u. [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Gelten Gelten] 1); '''2''') die durch die [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Gestalt Gestalt] einer [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Note Note] od. [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Pause Pause] bestimmte Zeitdauer derselben. In Hinsicht der [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Noten Noten] u. [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Pause Pausen] zu einander ist die G. bestimmt; so ist z.B. das [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Viertel Viertel] die Hälfte der weißen [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Note Note] u. hat dieselbe G. als zwei [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Achtel Achtel] od. vier Sechszehntheile. Unbestimmt ist die G. hinsichtlich des [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Zeitma%C3%9F Zeitmaßes] (''[http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Tempo Tempo]''), wo z.B. ein [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Viertel Viertel] im langsamen [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Zeitma%C3%9F Zeitmaß] eben so viel G. haben kann, als im geschwinden eine ganze [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Note Note]; vgl. [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Noten Noten].
 
== Geltung ==
<p>'''Geltung''' besitzt die Bedeutung von ''Ansehen'', ''Anerkennung'' und ''Wirkung''<ref><span class="reference-text">''Das deutsche Wörterbuch.'' Knaur, Lexigrafisches Institut, München 1985, S. 416</span></ref> und umfasst die Begriffe [https://de.wikipedia.org/wiki/Respekt Achtung]/[https://de.wikipedia.org/wiki/Verachtung Verachtung], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhm Ruhm]/[https://de.wikipedia.org/wiki/Schande Schande], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ehre Ehre]/Ehrlosigkeit sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Reputation Ansehen]/[https://de.wikipedia.org/wiki/Prestige Sozialprestige].</p><p>Geltung wird als [https://de.wikipedia.org/wiki/Soziologie soziologischer] Begriff unter Herauslösung aus der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wertvorstellung Werte]-Debatte auch zusammen mit Fragen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Biosoziologie Biosoziologie] behandelt ([https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Claessens Dieter Claessens] und andere<ref><span class="reference-text">Dieter Claessens: ''Instinkt, Psyche, Geltung. Bestimmungsfaktoren menschlichen Verhaltens.'' Opladen 1970</span></ref>).</p><p>Unter dem Aspekt der Normgeltung, insbesondere der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsgeltung Rechtsgeltung], ist zwischen der Wirksamkeit und der normativen Begründetheit der Normen zu unterscheiden.<ref><span class="reference-text">Reinhold Zippelius, Rechtsphilosophie, 6. Aufl., § 5</span> </ref> Was es sozialphilosophisch bedeutet, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Recht rechtliche] Geltung und Geltungskraft ([https://de.wikipedia.org/wiki/Macht Macht]) differieren, erörterte dann [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas Jürgen Habermas] 1992 in ''Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates''<ref><span class="reference-text">Jürgen Habermas: ''Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates.''Frankfurt am Main 1992</span></ref> eingehend.</p>
== <span id="Geltungssucht">Geltungssucht</span> ==
s.  <span id="Geltungssucht">[[Geltungssucht]]</span>
 
== <span id="Literatur">Literatur</span> ==
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_D%C3%B6rpinghaus Andreas Dörpinghaus], Karl Helmer (Hrsg.): <cite>Rhetorik, Argumentation, Geltung</cite> (=&nbsp;<cite>Beiträge zur Theorie der Argumentation in der Pädagogik</cite>. Band&nbsp;2). Königshausen & Neumann, Würzburg 2002, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3826023846 ISBN 3-8260-2384-6].
*Andreas Mauz, Christiane Tietz (Hg.), ''Interpretation und Geltung''. Schöningh/Brill 2022, Paderborn 2022, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783506703224 ISBN 978-3-506-70322-4].
*Sergiusz Kazmierski, Sein und Zukunft. Zur geschichtlichen Bestimmung der Geltung bei Hermann Lotze. Mit einem Anhang zu Platon und Descartes, in: Ivo De Gennaro u.&nbsp;a. (Hrsg.), Wirtliche Ökonomie. Philosophische und Dichterische Quellen. Dritter Teilband (Elementa Oeconomica, Bd. 1.3), Bautz, Nordhausen 2019, 327–391, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783959484602 ISBN 978-3-95948-460-2].
 
== <span id="Weblinks">Weblinks</span> ==
<div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Geltung Wiktionary: Geltung]'''&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
== <span id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</span> ==
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Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 05:56 Uhr

gelt-ung deu. Eigenschaft, als geltend anerkannt zu werden, für wirksam erachtet zu werden

Geltung [1] , 1) s.u. Gelten 1); 2) die durch die Gestalt einer Note od. Pause bestimmte Zeitdauer derselben. In Hinsicht der Noten u. Pausen zu einander ist die G. bestimmt; so ist z.B. das Viertel die Hälfte der weißen Note u. hat dieselbe G. als zwei Achtel od. vier Sechszehntheile. Unbestimmt ist die G. hinsichtlich des Zeitmaßes (Tempo), wo z.B. ein Viertel im langsamen Zeitmaß eben so viel G. haben kann, als im geschwinden eine ganze Note; vgl. Noten.

Geltung

Geltung besitzt die Bedeutung von Ansehen, Anerkennung und Wirkung[2] und umfasst die Begriffe Achtung/Verachtung, Ruhm/Schande, Ehre/Ehrlosigkeit sowie Ansehen/Sozialprestige.

Geltung wird als soziologischer Begriff unter Herauslösung aus der Werte-Debatte auch zusammen mit Fragen der Biosoziologie behandelt (Dieter Claessens und andere[3]).

Unter dem Aspekt der Normgeltung, insbesondere der Rechtsgeltung, ist zwischen der Wirksamkeit und der normativen Begründetheit der Normen zu unterscheiden.[4] Was es sozialphilosophisch bedeutet, dass rechtliche Geltung und Geltungskraft (Macht) differieren, erörterte dann Jürgen Habermas 1992 in Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates[5] eingehend.

Geltungssucht

s. Geltungssucht

Literatur

  • Andreas Dörpinghaus, Karl Helmer (Hrsg.): Rhetorik, Argumentation, Geltung (= Beiträge zur Theorie der Argumentation in der Pädagogik. Band 2). Königshausen & Neumann, Würzburg 2002, ISBN 3-8260-2384-6.
  • Andreas Mauz, Christiane Tietz (Hg.), Interpretation und Geltung. Schöningh/Brill 2022, Paderborn 2022, ISBN 978-3-506-70322-4.
  • Sergiusz Kazmierski, Sein und Zukunft. Zur geschichtlichen Bestimmung der Geltung bei Hermann Lotze. Mit einem Anhang zu Platon und Descartes, in: Ivo De Gennaro u. a. (Hrsg.), Wirtliche Ökonomie. Philosophische und Dichterische Quellen. Dritter Teilband (Elementa Oeconomica, Bd. 1.3), Bautz, Nordhausen 2019, 327–391, ISBN 978-3-95948-460-2.
Wiktionary: Geltung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Quelle: Pi erer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 118. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000999162X; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 118
  2. ↑ Das deutsche Wörterbuch. Knaur, Lexigrafisches Institut, München 1985, S. 416
  3. ↑ Dieter Claessens: Instinkt, Psyche, Geltung. Bestimmungsfaktoren menschlichen Verhaltens. Opladen 1970
  4. ↑ Reinhold Zippelius, Rechtsphilosophie, 6. Aufl., § 5
  5. ↑ Jürgen Habermas: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates.Frankfurt am Main 1992