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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 16:58 Uhr
Händ- Mz. —Nwf. z. Hände, Hand
▷ hand ahd.-deu. f. ‘unterster Teil des Armes zum Greifen und Halten’,
- Wf
- ahd. hant (8. Jh.),
- mhd. mnd. mnl. hant,
- asächs. hand,
- aengl. hand, hond,
- nl. engl. hand,
- anord. hǫnd,
- swed. hand,
- got. handus
- uger. *hinþaną "erfassen, ergreifen"
- uger. *handuz "Hand",
- ger. *handu-;
- führen auf eine Substantivbildung germ. *handu-, die im Ablautverhältnis steht zu
- got. -hinþan ‘greifen, fangen’ (frahinþan ‘gefangennehmen’),
- aswed. swed. hinna ‘erlangen, erreichen’ und zu
- ahd. herihunda ‘Beute’ (9. Jh.),
- aengl. hūþ,
- got. hunþs ‘Beute’.
- Hand wäre danach als ‘die Greifende, Fangende’ zu deuten.
- Eine Verbindung zu außergerm. Wörtern ist nicht sicher nachzuweisen;
- de Vries Nl. 234 hält daher Herkunft aus einem vorie. Substrat für möglich.
- Doch vgl. zur Problematik des Wortes Markey in: Journal of Indo-European Studies 12 (1984) 261 ff.
- Im Ahd. geht Hand in die i-Deklination über;
- Reste des alten u-Stammes zeigen Fügungen wie
- abhanden (s. ab),
- vorhanden ‘verfügbar, vorrätig’, eigentlich ‘vor den Händen’ (15. Jh.),
- meist in der Fügung vorhanden sein, attributiv seit dem 18. Jh.,
- und zuhanden ‘greifbar, nahe’ (15. Jh.),
- die den umlautlosen Dativ Plur. bewahren.