„Symploke“ – Versionsunterschied
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Die Seite wurde neu angelegt: „<p>Die '''Symploke''' oder '''Complexio''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache griechisch] ''συμπλοκή'' ‚Geflecht‘ und [https://de.wikipedia.org/wiki/Latein lateinisch] ''complexio'' ‚Verflechtung‘), seltener '''Completio'''genannt (lateinisch ''completio'' ‚Vollendung‘), ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Rhetorische_Figur rhetorische Figur] aus der Gruppe der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortwiederholung Wor…“ |
K Textersetzung - „{{agrie.-dt.}}“ durch „Sprachstufe::agr.-deu.“ |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Symploke [[Sprachstufe::agr.-deu.]] [[Geflecht]], [[Verflechtung]] | |||
Die '''Symploke''' oder '''Complexio''' (griechisch ''[[συμπλοκή]]'' ‚Geflecht‘ und lateinisch ''[[complexio]]'' ‚Verflechtung‘), seltener '''Completio''' genannt (lateinisch ''[[completio]]'' ‚Vollendung‘), ist eine [[rhetorische Figur]] aus der Gruppe der [[Wortwiederholungen]] (Pallilogien) und Erweiterungsfiguren. Eine Symploke verbindet eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Anapher Anapher] und eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Epipher Epipher]: Jeweils am Anfang und am Ende paralleler Sätze oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Vers Verse] werden gleiche Wörter wiederholt,<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Symploke?wprov=srpw1_0#cite_note-1 <span class="cite-bracket">[</span>1]]</sup> häufig in der klassischen Rhetorik auch beginnend mit demselben Fragepronomen, das die gleiche Antwort erhält.<blockquote>Beispiele | |||
„Was ist der Toren höchstes Gut? Geld!<br>Was verlockt selbst die Weisen? Geld!“</blockquote><blockquote>„Alles geben die Götter, die unendlichen,<br>Ihren Lieblingen ganz,<br>Alle Freuden, die unendlichen,<br>Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.“ | |||
– <span class="Person h-card">[https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wolfgang_von_Goethe Johann Wolfgang von Goethe]</span>: <cite>''Alles geben die Götter''</cite></blockquote><div class="mw-heading mw-heading2"> | |||
== Literatur == | == Literatur == | ||
</div> | </div> | ||
Aktuelle Version vom 21. April 2025, 06:24 Uhr
Symploke agr.-deu. Geflecht, Verflechtung
Die Symploke oder Complexio (griechisch συμπλοκή ‚Geflecht‘ und lateinisch complexio ‚Verflechtung‘), seltener Completio genannt (lateinisch completio ‚Vollendung‘), ist eine rhetorische Figur aus der Gruppe der Wortwiederholungen (Pallilogien) und Erweiterungsfiguren. Eine Symploke verbindet eine Anapher und eine Epipher: Jeweils am Anfang und am Ende paralleler Sätze oder Verse werden gleiche Wörter wiederholt,[1] häufig in der klassischen Rhetorik auch beginnend mit demselben Fragepronomen, das die gleiche Antwort erhält.
Beispiele „Was ist der Toren höchstes Gut? Geld!
Was verlockt selbst die Weisen? Geld!“
„Alles geben die Götter, die unendlichen,
Ihren Lieblingen ganz,
Alle Freuden, die unendlichen,
Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.“ – Johann Wolfgang von Goethe: Alles geben die Götter
Literatur
- Christina Hartmann: Symploke. In: Gert Ueding (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 9: St–Z. Niemeyer, Tübingen 2009, ISBN 978-3-484-68109-5, Sp. 331–333.
Einzelnachweise
- Heinrich F. Plett: Einführung in die rhetorische Textanalyse. 9., aktualisierte und erweiterte Auflage. Buske, Hamburg 2001, ISBN 3-87548-246-8, S. 45.