„Dimension“ – Versionsunterschied
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Die Seite wurde neu angelegt: „<p>di + mension | dis + mension | Abmessung; lat. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/dimetior#Latin dīmētior], [https://en.wiktionary.org/wiki/dis-#Latin dis-] + [https://en.wiktionary.org/wiki/metior#Latin mētior] "von, ab messen"'' und siehe dis-, Mal.; lat. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/dimensus#Latin dīmensus]; ''entlehnt (15. Jh.) aus lat. ''dīmēnsio'' ‘das Vermessen, Abmessen, Ausmessung, Ausdehnung’, zu lat. ''dīmētīrī'' ‘ab-,…“ |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[dīmēnsio]][[-n]] [[Sprachstufe::lat.-deu.]] wrtl. 'Zweimaßung; [[Abmessung]]'<p>{{Anm. KF}} Abmaß, Abmessung, Zweimaß, ein Ausmaß und Maß eines Daseins anhand zwei gemessener Werte, zum Beispiel als Höhe von einem Meßpunkt zu einem anderen, wobei auch Breite und Tiefe des Daseins mit jeweils zwei Werten ermittelbar sind, die sich alle auf einen gemeinsamen Meßpunkt zurückführen lassen, ihn gemeinsam haben, Weite jedoch bereits vom Wortbegriff her Raum bedeutet und daher mindestens vier Werte zu dessen Beschreibung benötigt;</p> | |||
{{Anm. KF}} ein Dimension ist immer nur eine von einem Gesichtspunkt ausgehende Betrachtung; Dimension als Ausdehnung aus oder in andere Sprachen zu übersetzen oder zu deuten setzt voraus, daß sich etwas aus sich selbst heraus gedehnt hat oder wurde; eine Dimension kann nur mit zwei weiteren Dimensionen als Dasein im Dasein sein, mit denen jede von den dreien in unmittelbaren wechselseitigen Beziehung in Bezug auf ihren Rauminhalt haben; Dimension wird meißt fälschlich mit Vektor, eigene Kraft habend, oder räumliches Dasein zu haben, gleichgesetzt; Eine Dimension ist nur eine von mindestens 4 möglichen Aussagen über ein Dasein, selbst nur die Angabe eines Sein, einer Eigenschaft, hat selbst kein Tun und Haben im Dasein; | |||
* Dimension f. | |||
** ‘Ausdehnung, Ausmaß’, | |||
** entlehnt (15. Jh.) aus lat. ''[[dīmēnsio]]'' (Genitiv dīmēnsiōnis) ‘das Vermessen, Ausmessung, [[Ausdehnung]]’, | |||
*** {{Anm. KF}} ''Ausdehnung'' kam offenbar erst mit der Entlehnung als Bedeutung hinzu, wobei es hätte ''[[Abmessung]]'' genannt sein müssen, zudem aufgrunf von [[di-]] immer Zweiwertigkeit gemeint ist | |||
**** zu lat. ''[[dīmētīrī]]'' ‘abmessen, aus, vermessen, zumessen’, | |||
***** lat. ''[[mētīrī]]'' (mēnsus sum) ‘messen’ und s. [[dis-]]; s. [[Mal]]<sup>1</sup>. | |||
****** ''[[wikt:dis-#Latin|dis-]] + [[wikt:metior#Latin|mētior]] "von, ab messen"'' | |||
**** ''[[dīmensus]] ''‘ausgemessen, abgemessen, regelmäßig’; | |||
* ¦√¦ uig. ''[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/dwóh₁|*dwóh<sub>₁</sub>]] "zwei"; ''uig. ''[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/dwís|*dwís]] ''"zu zwei machen, zwei sein"; uie. *[[wikt:dis-|''dis''-]]; einer Nebenform von uie. *du̯is- ‘entzwei, auseinander’; ¦√¦ uig. ''[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/med-|*med-]]'' 'messen'; | |||
<div class="zenoCOFooter"><div class="zenoCOFooterLine"> | |||
Dimension [1]<ref>Quelle: | |||
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 13. | |||
Permalink: | |||
< | <nowiki>http://www.zeno.org/nid/20006492568</nowiki> | ||
Lizenz: | |||
Gemeinfrei | |||
Faksimiles: | |||
13 | |||
Kategorien: | |||
Lexikalischer Artikel</ref><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-005-0013 [13]][http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimension](lat.), <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Ausdehnung+%5B1%5D Ausdehnung]</span>, ein Grundbegriff der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Geometrie Geometrie]. An jedem[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/K%C3%B6rper Körper]unterscheidet man drei[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]: <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Lange Länge],[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Breite Breite]</span> oder <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dicke Dicke]</span> und <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/H%C3%B6he+%5B1%5D Höhe]</span>.[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Last+%5B1%5D Läßt]man eine dieser[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen], etwa die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/H%C3%B6he+%5B1%5D Höhe], immer kleiner und kleiner werden und schließlich auf[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Null Null]zusammenschrumpfen, so gelangt man zu einer[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Fl%C3%A4che Fläche], der nur noch zwei[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]zukommen:[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Lange Länge]und[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Breite Breite]; läßt man hier wieder die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Breite Breite]gleich[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Null Null]werden, so erhält man eine[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Linie Linie], die nur noch eine D. besitzt, die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Lange Länge]. Wird auch die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Lange Länge]der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Linie Linie]gleich[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Null Null], so entsteht ein Punkt, der ganz ausdehnungslos ist, oder gar keine D. mehr hat. Umgekehrt kann man sich jede[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Linie Linie]aus einer zusammenhängenden[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Reihe+%5B1%5D Reihe]von unendlich vielen Punkten zusammengesetzt denken, jede[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Fl%C3%A4che Fläche]aus einer derartigen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Reihe+%5B1%5D Reihe]von[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kurve Kurven], jeden[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/K%C3%B6rper Körper]aus einer solchen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Reihe+%5B1%5D Reihe]von[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Flach Flächen]. Man drückt das so aus: jede[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kurve Kurve]enthält <span class="zenoTXSpaced">einfach</span> unendlich viele Punkte, jede[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Fl%C3%A4che Fläche]kann als die Zusammenfassung von einfach unendlich vielen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kurve Kurven]betrachtet werden und enthält daher <span class="zenoTXSpaced">zweifach</span> unendlich viele Punkte, jeder[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/K%C3%B6rper Körper]kann als die Zusammenfassung von einfach unendlich vielen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Flach Flächen]betrachtet werden und enthält daher <span class="zenoTXSpaced">dreifach</span> unendlich viele Punkte. Die Zahl der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]eines geometrischen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gebild Gebildes]([http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Linie Linie],[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Fl%C3%A4che Fläche],[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/K%C3%B6rper Körper]) gibt daher an, eine wievielfache Unendlichkeit von Punkten das[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gebild Gebilde]enthält. Dem ganzen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raum], als dem Inbegriff aller in ihm enthaltenen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/K%C3%B6rper Körper]schreibt man ebenfalls drei[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]zu oder sagt: er ist dreifach ausgedehnt, dreidimensional. Die Dimensionenzahlen treten besonders deutlich hervor, wenn man die geometrischen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gebild Gebilde]mit Hilfe der Rechnung ([http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Analysis Analysis]) untersuchen will, was durch die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Meth%C5%8Dde Methode]der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Koordin%C4%81ten Koordinaten](s. d.) ermöglicht wird. Um die einzelnen Punkte auf einer[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Linie Linie]bestimmen zu können, muß man jedem Punkte der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Linie Linie]eine Zahl zuordnen, bei den Punkten einer[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Fl%C3%A4che Fläche]sind zwei solche Zahlen oder[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Koordin%C4%81ten Koordinaten]erforderlich, bei den Punkten des[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raumes]drei. Nennt man daher die Zusammenstellung dreier beliebiger Zahlen x, y, z ein <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wertsystem Wertsystem]</span>, so kann der Inbegriff aller Punkte des[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raumes]analytisch dargestellt werden durch den Inbegriff aller[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wertsystem Wertsysteme]x, y, z, die man erhält, wenn man jeder einzelnen der Zahlen ''x, y, z'' nach und nach alle möglichen Werte erteilt. Unsre[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Anschauung Anschauung]ist auf den[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raum]von drei[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]beschränkt, aber die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Analysis Analysis]ist nicht an die Betrachtung der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wertsystem Wertsysteme]von bloß drei Zahlen gebunden. Sie kann, wenn n eine beliebige positive ganze Zahl ist,[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wertsystem Wertsysteme]von n Zahlen: x<sub>1</sub>, x<sub>2</sub>, x<sub>3</sub>, x<sub>4</sub>, ..., x<sub>n</sub>betrachten, und der Inbegriff aller[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wertsystem Wertsysteme], die man erhält, wenn jede dieser n Zahlen nach und nach alle möglichen Werte durchläuft, ist ein sich ganz von selbst darbietender[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Begriff Begriff]. Indem man nun jedes solche[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wertsystem Wertsystem]kurz als einen Punkt in einem[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raume]von n[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen](n-fach ausgedehnten[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raume]) bezeichnet, hat man den Vorteil, die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Ausdruck Ausdrücke]der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Geometrie Geometrie]anwenden, von geraden[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Lin%C4%ADe Linien], von[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dreieck+%5B1%5D Dreiecken]etc. reden zu können, was die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Sprache Sprache]ungemein erleichtert, während man, wollte man sich diese Redeweise nicht erlauben, entweder lauter ganz neue[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Ausdruck Ausdrücke]erfinden oder sich mit höchst schwerfälligen Umschreibungen helfen müßte. Der mathematische[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Begriff Begriff]des[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raumes]von beliebig vielen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]hat daher mit spiritistischen Albernheiten nichts zu tun, sondern ist nur eine Verallgemeinerung des der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Erfahrung Erfahrung]entnommenen Raumbegriffs, zu der die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Analysis Analysis]mit[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Notwendigkeit Notwendigkeit]geführt hat (vgl.[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Mannigfaltigkeit Mannigfaltigkeit]). Ohne[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Zweifel+%5B1%5D Zweifel]ist dieser[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Begriff Begriff]schon recht alt, z. B. muß[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gau%C3%9F Gauß]ihn bereits sehr früh besessen haben, da einer seiner Schüler,[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/W%C3%A4chter+%5B1%5D Wachter], in einem 1816 an[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gau%C3%9F Gauß]gerichteten[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Brief+%5B1%5D Briefe]von[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raumen Räumen]von beliebig vielen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]als etwas ganz Selbstverständlichem spricht. Trotzdem ist der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Begriff Begriff]erst in den letzten Jahrzehnten Allgemeingut der Mathematiker geworden, hauptsächlich durch <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Riemann Riemann]</span>, der in seiner 1854 gehaltenen, aber erst nach seinem Tod erschienen Probevorlesung »Über die[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Hypoth%C4%93se Hypothesen], welche der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Geometrie Geometrie]zu[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gr%C3%BCnde Grunde]liegen«, n-fach ausgedehnte Größen und[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Mannigfaltigkeit Mannigfaltigkeiten]betrachtet, während allerdings schon vorher <span class="zenoTXSpaced">H.[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gra%C3%9Fmann Graßmann]</span> in seiner »[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Ausdehnungslehre Ausdehnungslehre]« von 1844 denselben[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Begriff Begriff]systematisch entwickelt hatte, ohne in weitern[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kreisen Kreisen]Beachtung zu finden. Besonders hat dann <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Helmholtz Helmholtz]</span> dazu beigetragen, daß man sich mit dem[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Begriff Begriff]auch in nicht mathematischen, namentlich in philosophischen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kreisen Kreisen]beschäftigt hat. In seinem[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Vortrag Vortrag]»Über den Ursprung und die Bedeutung der geometrischen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Axi%C5%8Dm Axiome]« (1870) zeigte er an dem von <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Fechner Fechner]</span> stammenden[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Beispiel Beispiele]der Flächenwesen, wie wenig man aus <span class="zenoTXSpaced">unsrer</span> Unfähigkeit zur[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Anschauung Anschauung]von vier[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]auf deren[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Unm%C3%B6glichkeit Unmöglichkeit]an sich schließen kann. Ein solches[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wesen+%5B1%5D Wesen], dessen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Anschauung Anschauung]nur zwei[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen]hat, würde niemals im stande sein, die beiden Hälften eines gleichschenkeligen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dreieck+%5B1%5D Dreiecks]zur[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Deckung+%5B1%5D Deckung]zu bringen, es würde diese beiden Hälften für ebenso voneinander verschieden ansehen, wie uns linke und rechte[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Hand+%5B1%5D Hand]verschieden erscheinen. Der Unterschied zwischen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kongru%C3%A9nz Kongruenz](s. d.) und[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Symmetr%C4%ABe Symmetrie](s. d.) würde also für ein solches[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wesen+%5B1%5D Wesen]schon auf der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Fl%C3%A4che Fläche]hervortreten, während umgekehrt ein vierdimensionales[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Wesen+%5B1%5D Wesen]den Unterschied, den wir zwischen unsrer linken und rechten[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Hand+%5B1%5D Hand]machen, nicht machen müßte und erst bei vierdimensionalen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gebild Gebilden]auf die Verschiedenheit zwischen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kongru%C3%A9nz Kongruenz]und[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Symmetr%C4%ABe Symmetrie]stoßen würde. Bei allen diesen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Spekulation Spekulationen]darf man aber nicht vergessen, daß wir uns einen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raum]von vier[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dimension+%5B1%5D Dimensionen], in dem unser[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raum]ebenso als Teil enthalten wäre, wie die Ebene in unserm dreidimensionalen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raum]als Teil enthalten ist, niemals wirklich vorstellen können, und daß unsre Berechtigung, uns einen derartigen[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Raum+%5B1%5D Raum]als vorhanden zu denken, einzig und allein aus der[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Analysis Analysis]stammt, die zu einer solchen Verallgemeinerung des Raumbegriffs geradezu herausfordert.</div></div></div> | |||
Aktuelle Version vom 18. Juni 2025, 10:41 Uhr
dīmēnsio-n lat.-deu. wrtl. 'Zweimaßung; Abmessung'
Anm. KF: Abmaß, Abmessung, Zweimaß, ein Ausmaß und Maß eines Daseins anhand zwei gemessener Werte, zum Beispiel als Höhe von einem Meßpunkt zu einem anderen, wobei auch Breite und Tiefe des Daseins mit jeweils zwei Werten ermittelbar sind, die sich alle auf einen gemeinsamen Meßpunkt zurückführen lassen, ihn gemeinsam haben, Weite jedoch bereits vom Wortbegriff her Raum bedeutet und daher mindestens vier Werte zu dessen Beschreibung benötigt;
Anm. KF: ein Dimension ist immer nur eine von einem Gesichtspunkt ausgehende Betrachtung; Dimension als Ausdehnung aus oder in andere Sprachen zu übersetzen oder zu deuten setzt voraus, daß sich etwas aus sich selbst heraus gedehnt hat oder wurde; eine Dimension kann nur mit zwei weiteren Dimensionen als Dasein im Dasein sein, mit denen jede von den dreien in unmittelbaren wechselseitigen Beziehung in Bezug auf ihren Rauminhalt haben; Dimension wird meißt fälschlich mit Vektor, eigene Kraft habend, oder räumliches Dasein zu haben, gleichgesetzt; Eine Dimension ist nur eine von mindestens 4 möglichen Aussagen über ein Dasein, selbst nur die Angabe eines Sein, einer Eigenschaft, hat selbst kein Tun und Haben im Dasein;
- Dimension f.
- ‘Ausdehnung, Ausmaß’,
- entlehnt (15. Jh.) aus lat. dīmēnsio (Genitiv dīmēnsiōnis) ‘das Vermessen, Ausmessung, Ausdehnung’,
- ¦√¦ uig. *dwóh₁ "zwei"; uig. *dwís "zu zwei machen, zwei sein"; uie. *dis-; einer Nebenform von uie. *du̯is- ‘entzwei, auseinander’; ¦√¦ uig. *med- 'messen';
- ↑ Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 13. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006492568 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 13 Kategorien: Lexikalischer Artikel