„Ungrundbegriff“ – Versionsunterschied
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in den Wissenschaften, besonders der Mathematik ein "undefinierter Grundbegriff", ein ''Grundbegriff'', der nicht näher bestimmt ist und als Bestandteil eines Begriffpaar, Begrifftripel oder Begriff-n-tupel dennoch zur Bildung eines Begriffssystem, Beziehungssystem, Axiomensystem verwendet und lediglich vermutet oder angenommen wird, dass ein ''Ungrundbegriff'' (ein ''Begriff'' ''ohne'' echten stabilen ''Grund'') ein ''Grundbegriff'' sei. (21 Jh. ndt.)<p>Ungrundbegriffe werden von Wissenschaftlern eingeführt, wenn sie an sich nicht wissen was ist, sie ein Dasein nicht bestimmen können, dennoch ein arbeitsfähiges Beziehungssystem erstellen wollen. Der Begriff ''Ungrundbegriff'' besagt zugleich, daß es ''keinen'' ehrbaren wissenschaftlichen ''Grund'' gibt, solch einen ''Begriff'' zu erfinden, da Ungrundbegriffe einen weiten Spielraum zur vortäuschung falscher Tatsachen ermöglichen und ein so geschaffenes Wissensgebiet für Außenstehende nicht in seinem Wahrheitsgehalt überprüfbar ist. (21 Jh. ndt.)</p><p>In einer strengen Wissenschaftssprache gilt für ''Nominaldefinitionen'' die Regel, dass jeder verwendete Ausdruck entweder definiert wird oder ein nicht definierter Grundbegriff sein soll. Nach einem verbreiteten Wissenschaftsverständnis verlangt man in nicht axiomatisierten Wissenschaften von einem ''undefinierten Grundbegriff'' eine Selbstverständlichkeit (''Evidenz'') und/oder eine Art ''Intuition''<sup id="cite_ref-Yourgrau_8-2" class="reference"></sup>.</p> | in den Wissenschaften, besonders der Mathematik ein "[[undefinierter Grundbegriff]]", ein ''Grundbegriff'', der nicht näher bestimmt ist und als Bestandteil eines Begriffpaar, Begrifftripel oder Begriff-n-tupel dennoch zur Bildung eines Begriffssystem, Beziehungssystem, Axiomensystem verwendet und lediglich vermutet oder angenommen wird, dass ein ''Ungrundbegriff'' (ein ''Begriff'' ''ohne'' echten stabilen ''Grund'') ein ''Grundbegriff'' sei. (21 Jh. ndt.)<p>Ungrundbegriffe werden von Wissenschaftlern eingeführt, wenn sie an sich nicht wissen was ist, sie ein Dasein nicht bestimmen können, dennoch ein arbeitsfähiges Beziehungssystem erstellen wollen. Der Begriff ''Ungrundbegriff'' besagt zugleich, daß es ''keinen'' ehrbaren wissenschaftlichen ''Grund'' gibt, solch einen ''Begriff'' zu erfinden, da Ungrundbegriffe einen weiten Spielraum zur vortäuschung falscher Tatsachen ermöglichen und ein so geschaffenes Wissensgebiet für Außenstehende nicht in seinem Wahrheitsgehalt überprüfbar ist. (21 Jh. ndt.)</p><p>In einer strengen Wissenschaftssprache gilt für ''Nominaldefinitionen'' die Regel, dass jeder verwendete Ausdruck entweder definiert wird oder ein nicht definierter Grundbegriff sein soll. Nach einem verbreiteten Wissenschaftsverständnis verlangt man in nicht axiomatisierten Wissenschaften von einem ''undefinierten Grundbegriff'' eine Selbstverständlichkeit (''Evidenz'') und/oder eine Art ''Intuition''<sup id="cite_ref-Yourgrau_8-2" class="reference"></sup>.</p> | ||
Aktuelle Version vom 16. Dezember 2023, 14:13 Uhr
Ungrundbegriff | un- + Grundbegriff | undefinierter Grundbegriff
in den Wissenschaften, besonders der Mathematik ein "undefinierter Grundbegriff", ein Grundbegriff, der nicht näher bestimmt ist und als Bestandteil eines Begriffpaar, Begrifftripel oder Begriff-n-tupel dennoch zur Bildung eines Begriffssystem, Beziehungssystem, Axiomensystem verwendet und lediglich vermutet oder angenommen wird, dass ein Ungrundbegriff (ein Begriff ohne echten stabilen Grund) ein Grundbegriff sei. (21 Jh. ndt.)
Ungrundbegriffe werden von Wissenschaftlern eingeführt, wenn sie an sich nicht wissen was ist, sie ein Dasein nicht bestimmen können, dennoch ein arbeitsfähiges Beziehungssystem erstellen wollen. Der Begriff Ungrundbegriff besagt zugleich, daß es keinen ehrbaren wissenschaftlichen Grund gibt, solch einen Begriff zu erfinden, da Ungrundbegriffe einen weiten Spielraum zur vortäuschung falscher Tatsachen ermöglichen und ein so geschaffenes Wissensgebiet für Außenstehende nicht in seinem Wahrheitsgehalt überprüfbar ist. (21 Jh. ndt.)
In einer strengen Wissenschaftssprache gilt für Nominaldefinitionen die Regel, dass jeder verwendete Ausdruck entweder definiert wird oder ein nicht definierter Grundbegriff sein soll. Nach einem verbreiteten Wissenschaftsverständnis verlangt man in nicht axiomatisierten Wissenschaften von einem undefinierten Grundbegriff eine Selbstverständlichkeit (Evidenz) und/oder eine Art Intuition.