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„gelt“ – Versionsunterschied

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galt, gält, gelte, geltet, gelten, geltend, gilst, gilt, &nbsp;gölte, gegolten,
galt, gält, gelte, geltet, gelten, geltend, gilst, gilt, &nbsp;gölte, gegolten,

Aktuelle Version vom 13. April 2025, 05:51 Uhr

gel + -t | (für)’,

galt, gält, gelte, geltet, gelten, geltend, gilst, gilt,  gölte, gegolten,

gelt1, auch gelle, gell, Erregungsausruf 

  • eine besonders im Süddeutsch, Südwestdeutsch und Mitteldeutsch übliche formelhafte Äußerung,
    • mit der man sich der Zustimmung eines anderen vergewissern will,
    • im Sinne von ‘nicht wahr?, ja?’,
  • smhd. gelte, ‘es möge gelten’,
  • dt. gilt "einverstanden, es ist gültig" von gelten, (möglicherweise zuerst) als Bekräftigung bei Wettabschlüssen und Vertragsabschlüssen.

gelt2 Adj. ‘unfruchtbar, nicht milchgebend’ (vom Vieh und vom Wild),

  • Ww
    • ahd. (11. Jh.), mhd. galt, nhd. (obd.) galt,
    • (md.) gelde, gelt,
    • mnl. gelde,
    • aengl. gielde,
    • anord. geldr
    • (germ. *galdi-);
  • Herkunft unbekannt.
    • Die Vermutung, das Adjektiv stehe mit
      • ahd. (um 800), aengl. galan ‘singen’,
      • bes, ‘Zauberformeln (singend) hersagen, verzaubern, behexen’ (s. Nachtigall),
    • in Verbindung, ist durchaus erwägenswert, da unfruchtbares Vieh als verhext galt.