Zum Inhalt springen

„ADHM/AdH/Kat. 001“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Die Seite wurde neu angelegt: „▶Man tut gut daran, bei »homonym« und „synonym« die Bedeutung der Terme, die man als heutiger Leser im Kopf hat, beiseite zu lassen (»paronym« hat vernünftiger Weise gar keine äquivoke Entsprechung gefunden). Der Horizont, in dem Aristoteles die Begriffe definiert, ist ein radikal anderer, als die auf Semantik bezogenen Termini der grammatischen Metasprache nahelegen. Subjekt der Aussage, das, wovon die Rede ist – bei Ar…“
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
[[ADHM/AdH/Kat. 001|▶]]Man tut gut daran, bei »homonym« und „synonym« die Bedeutung der Terme, die man als heutiger Leser im Kopf hat, beiseite zu lassen (»paronym« hat vernünftiger Weise gar keine äquivoke Entsprechung gefunden). Der Horizont, in dem Aristoteles die Begriffe definiert, ist ein radikal anderer, als die auf Semantik bezogenen Termini der grammatischen Metasprache nahelegen. Subjekt der Aussage, das, wovon die Rede ist – bei Aristoteles allerdings als syntaktische Nullstelle auftauchend –, sind Gegenstände, nicht Worte. Diese Gegenstände sind aber nicht beliebige, sondern von besonderer Art und Struktur: Als Klasse sind es überwiegend Allgemeinbegriffe, der Schritt herunter zur Konkretion kann aber jederzeit erfolgen, wenn dies zur Klärung der Verhältnisse notwendig sein sollte. Die Struktur der Verhältnisse bildet den Subsumptionszusammenhang und die Differenzen dieser vom Konkreten ins immer Allgemeinere aufsteigenden Begriffspyramiden ab.
[[ADHM/AdH/Kat. 001|▶]]Man tut gut daran, bei »homonym« und „synonym« die Bedeutung der Terme, die man als heutiger Leser im Kopf hat, beiseite zu lassen (»paronym« hat vernünftiger Weise gar keine äquivoke Entsprechung gefunden). Der Horizont, in dem Aristoteles die Begriffe definiert, ist ein radikal anderer, als die auf Semantik bezogenen Termini der grammatischen Metasprache nahelegen. Subjekt der Aussage, das, wovon die Rede ist – bei Aristoteles allerdings als syntaktische Nullstelle auftauchend –, sind Gegenstände, nicht Worte. Diese Gegenstände sind aber nicht beliebige, sondern von besonderer Art und Struktur: Als Klasse sind es überwiegend Allgemeinbegriffe, der Schritt herunter zur Konkretion kann aber jederzeit erfolgen, wenn dies zur Klärung der Verhältnisse notwendig sein sollte. Die Struktur der Verhältnisse bildet den Subsumptionszusammenhang und die Differenzen dieser vom Konkreten ins immer Allgemeinere aufsteigenden Begriffspyramiden ab.
<noinclude>[[ADHM/AdH|◀]][[ADHM/AdH/Kat. 003|▶]]
{{Anmrkng Enzlnchws}}
</noinclude>

Version vom 5. August 2024, 13:01 Uhr

▶Man tut gut daran, bei »homonym« und „synonym« die Bedeutung der Terme, die man als heutiger Leser im Kopf hat, beiseite zu lassen (»paronym« hat vernünftiger Weise gar keine äquivoke Entsprechung gefunden). Der Horizont, in dem Aristoteles die Begriffe definiert, ist ein radikal anderer, als die auf Semantik bezogenen Termini der grammatischen Metasprache nahelegen. Subjekt der Aussage, das, wovon die Rede ist – bei Aristoteles allerdings als syntaktische Nullstelle auftauchend –, sind Gegenstände, nicht Worte. Diese Gegenstände sind aber nicht beliebige, sondern von besonderer Art und Struktur: Als Klasse sind es überwiegend Allgemeinbegriffe, der Schritt herunter zur Konkretion kann aber jederzeit erfolgen, wenn dies zur Klärung der Verhältnisse notwendig sein sollte. Die Struktur der Verhältnisse bildet den Subsumptionszusammenhang und die Differenzen dieser vom Konkreten ins immer Allgemeinere aufsteigenden Begriffspyramiden ab.

◀▶

Einzelnachweise