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„Vorschrift“ – Versionsunterschied

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[[vor]]{{–}}[[Schrift]] <abbr>f.</abbr> {{Wrtdtng}} <abbr>das, daß ''[[vorgeschrieben]]'' ist; glhrt.</abbr> ‘Muster zum Nachschreiben’ (17. Jh.), ‘Anweisung für Verhalten und Tun’ (18. Jh.);  
[[vor]]{{–}}[[Schrift]] <abbr>f.</abbr> {{Wrtdtng}} <abbr>das, daß ''[[vorgeschrieben]]'' ist; glhrt.</abbr> ‘Muster zum Nachschreiben’ (17. Jh.), ‘Anweisung für Verhalten und Tun’ (18. Jh.); {{Übrstzngswrt}} ''[[prophetia]]''


* vgl. <abbr>ahd.</abbr> ''forascrift''‘ Vorangeschriebenes, Überschrift, Titel’ (um 1000).
* vgl. <abbr>ahd.</abbr> ''forascrift''‘ Vorangeschriebenes, Überschrift, Titel’ (um 1000).
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== Vorschrift ==
== Vorschrift ==
'''Die <span class="zenoTXHighlight0">Vorschrift</span>''', ''plur.'' die -en, von dem Zeitworte vorschreiben. 1. Im eigentlichen Verstande, dasjenige, was einem andern vorgeschrieben worden, damit er darnach schreiben lerne. Besonders gedruckte oder in Kupfer gestochene Muster, darnach schreiben zu lernen. 2. In figürlichem Verstande, eine verbindliche Regel des Verhaltens, sie werde nun schriftlich oder mündlich ertheilet. Sich nach seiner <span class="zenoTXHighlight0">Vorschrift</span> richten, nach der <span class="zenoTXHighlight0">Vorschrift</span>, die man erhalten hat. 3. Von einer ungewöhnlichen Bedeutung des Zeitwortes vorschreiben, ist die <span class="zenoTXHighlight0">Vorschrift</span> bey einigen, eine schriftliche Empfehlung eines andern; in welchem Falle es freylich Fürschrift lauten sollte. Indessen ist es in dieser Bedeutung im Hochdeutschen selten, wo man dafür lieber andere Ausdrücke gebraucht. Notker übersetzt ''Prophetia'' buchstäblich durch ''Forescrift.''
'''Die <span class="zenoTXHighlight0">Vorschrift</span>''', ''plur.'' die -en, von dem Zeitworte ''[[vorschreiben]]''.  
 
* 1. Im eigentlichen Verstande, dasjenige, was einem andern ''[[vorgeschrieben]]'' worden, damit er darnach schreiben lerne. Besonders gedruckte oder in Kupfer gestochene Muster, darnach schreiben zu lernen.  
* 2. In figürlichem Verstande, eine verbindliche Regel des Verhaltens, sie werde nun schriftlich oder mündlich ertheilet. Sich nach seiner <span class="zenoTXHighlight0">Vorschrift</span> richten, nach der <span class="zenoTXHighlight0">Vorschrift</span>, die man erhalten hat.  
* 3. Von einer ungewöhnlichen Bedeutung des Zeitwortes vorschreiben, ist die <span class="zenoTXHighlight0">Vorschrift</span> bey einigen, eine schriftliche Empfehlung eines andern; in welchem Falle es freylich Fürschrift lauten sollte. Indessen ist es in dieser Bedeutung im Hochdeutschen selten, wo man dafür lieber andere Ausdrücke gebraucht. Notker übersetzt ''Prophetia'' buchstäblich durch ''Forescrift.''


Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1294-1295. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000051196X; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1294 1294]&nbsp;| [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1295 1295]
Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1294-1295. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000051196X; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1294 1294]&nbsp;| [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1295 1295]
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Aktuelle Version vom 5. September 2024, 17:37 Uhr

vor–Schrift f. Wrtdtng: das, daß vorgeschrieben ist; glhrt. ‘Muster zum Nachschreiben’ (17. Jh.), ‘Anweisung für Verhalten und Tun’ (18. Jh.); Übrstzngswrt prophetia

  • vgl. ahd. forascrift‘ Vorangeschriebenes, Überschrift, Titel’ (um 1000).

Eine Vorschrift ist im allgemeinen Sprachgebrauch:


Siehe auch:

Wiktionary: Vorschrift – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Vorschrift

Die Vorschrift, plur. die -en, von dem Zeitworte vorschreiben.

  • 1. Im eigentlichen Verstande, dasjenige, was einem andern vorgeschrieben worden, damit er darnach schreiben lerne. Besonders gedruckte oder in Kupfer gestochene Muster, darnach schreiben zu lernen.
  • 2. In figürlichem Verstande, eine verbindliche Regel des Verhaltens, sie werde nun schriftlich oder mündlich ertheilet. Sich nach seiner Vorschrift richten, nach der Vorschrift, die man erhalten hat.
  • 3. Von einer ungewöhnlichen Bedeutung des Zeitwortes vorschreiben, ist die Vorschrift bey einigen, eine schriftliche Empfehlung eines andern; in welchem Falle es freylich Fürschrift lauten sollte. Indessen ist es in dieser Bedeutung im Hochdeutschen selten, wo man dafür lieber andere Ausdrücke gebraucht. Notker übersetzt Prophetia buchstäblich durch Forescrift.

Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1294-1295. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000051196X; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 1294 | 1295