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„entweder“ – Versionsunterschied

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<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">entweder</span> <span class="etymwb-gramgrp">| <span class="etymwb-orth">ent + weder | Fw</span>.</span></span><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp"> ‘aus (von) beiden, einen’&nbsp;</span></span>heute stets in Verbindung mit ''oder''&nbsp;"entweder … oder …, entweder oder …" gebräuchlich, um der Gegenüberstellung (mindestens, meist) zweier einander ausschließender Aussagen stärkeren Nachdruck zu verleihen, bei der Auswahl einen von beiden, zweien (21 Jh ndt.).</p><p><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">Ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''einhwedar'', ''einwedar''</span>&nbsp;(um 1000) (eigentlich <span class="etymwb-mentioned">''"weder'' der ''eine'' noch der andere ''eine''")</span>, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="frühneuhochdeutsch">frühnhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">eintweder</span>'', <span class="etymwb-mentioned">''einweder'',</span>&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">entweder</span>'', <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ēntwēder</span>'' ist Fw. ‘einer von beiden’ (<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="frühneuhochdeutsch">frühnhd.</abbr> auch ‘keiner von beiden’) und Bdw. ‘entweder’, die aus einem die alternative Äußerung einleitenden Neutr. des Fürwort stammt (‘eines von beiden: …’).</p><p>Nur als Fw. bezeugt sind <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="altsächsisch">asächs.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ēndihweðar</span>'' ‘einer von beiden’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="gotisch">got.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ainƕaþaruh</span>'' ‘jeder von beiden’. Der seit dem <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">Mhd.</abbr> vorkommende Zahnlaut -''t''- kann eingeschobener Gleitlaut sein; möglicherweise ist jedoch von einer (der <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="altsächsisch" aria-describedby="tooltip244989">asächs.&nbsp;</abbr>Wbg. entsprechenden) nicht überlieferten Form <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">*''einthihwedar'', *''einthiwedar''</span> auszugehen, die als zweites Glied <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''thehwedar'', ''thewedar''</span> Fw. ‘jeder von beiden, einer von beiden’ (um 1000) statt <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr>'' <span class="etymwb-mentioned">hwedar, hwedar</span>'' Fw. ‘welcher von beiden’ (8. Jh., s. ''weder'') aufweist; zum ersten Glied s. ''ein<sup>1</sup>'' Zw.</p>
<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp"><span class="etymwb-orth">[[ent-]] + [[weder]] | Fw</span>.</span></span><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp"> ‘aus (von) beiden, einen’&nbsp;</span></span>heute stets in Verbindung mit ''oder''&nbsp;"entweder … oder …, entweder oder …" gebräuchlich, um der Gegenüberstellung (mindestens, meist) zweier einander ausschließender Aussagen stärkeren Nachdruck zu verleihen, bei der Auswahl einen von beiden, zweien (21 Jh ndt.).</p><p><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">Ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''einhwedar'', ''einwedar''</span>&nbsp;(um 1000) (eigentlich <span class="etymwb-mentioned">''"weder'' der ''eine'' noch der andere ''eine''")</span>, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="frühneuhochdeutsch">frühnhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">eintweder</span>'', <span class="etymwb-mentioned">''einweder'',</span>&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">entweder</span>'', <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ēntwēder</span>'' ist Fw. ‘einer von beiden’ (<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="frühneuhochdeutsch">frühnhd.</abbr> auch ‘keiner von beiden’) und Bdw. ‘entweder’, die aus einem die alternative Äußerung einleitenden Neutr. des Fürwort stammt (‘eines von beiden: …’).</p><p>Nur als Fw. bezeugt sind <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="altsächsisch">asächs.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ēndihweðar</span>'' ‘einer von beiden’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="gotisch">got.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ainƕaþaruh</span>'' ‘jeder von beiden’. Der seit dem <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">Mhd.</abbr> vorkommende Zahnlaut -''t''- kann eingeschobener Gleitlaut sein; möglicherweise ist jedoch von einer (der <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="altsächsisch" aria-describedby="tooltip244989">asächs.&nbsp;</abbr>Wbg. entsprechenden) nicht überlieferten Form <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">*''einthihwedar'', *''einthiwedar''</span> auszugehen, die als zweites Glied <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''thehwedar'', ''thewedar''</span> Fw. ‘jeder von beiden, einer von beiden’ (um 1000) statt <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr>'' <span class="etymwb-mentioned">hwedar, hwedar</span>'' Fw. ‘welcher von beiden’ (8. Jh., s. ''weder'') aufweist; zum ersten Glied s. ''ein<sup>1</sup>'' Zw.</p>

Aktuelle Version vom 17. Dezember 2023, 07:55 Uhr

ent- + weder | Fw. ‘aus (von) beiden, einen’ heute stets in Verbindung mit oder "entweder … oder …, entweder oder …" gebräuchlich, um der Gegenüberstellung (mindestens, meist) zweier einander ausschließender Aussagen stärkeren Nachdruck zu verleihen, bei der Auswahl einen von beiden, zweien (21 Jh ndt.).

Ahd. einhwedar, einwedar (um 1000) (eigentlich "weder der eine noch der andere eine"), mhd. frühnhd. eintweder, einweder, entweder, mnd. ēntwēder ist Fw. ‘einer von beiden’ (frühnhd. auch ‘keiner von beiden’) und Bdw. ‘entweder’, die aus einem die alternative Äußerung einleitenden Neutr. des Fürwort stammt (‘eines von beiden: …’).

Nur als Fw. bezeugt sind asächs. ēndihweðar ‘einer von beiden’, got. ainƕaþaruh ‘jeder von beiden’. Der seit dem Mhd. vorkommende Zahnlaut -t- kann eingeschobener Gleitlaut sein; möglicherweise ist jedoch von einer (der asächs. Wbg. entsprechenden) nicht überlieferten Form ahd. *einthihwedar, *einthiwedar auszugehen, die als zweites Glied ahd. thehwedar, thewedar Fw. ‘jeder von beiden, einer von beiden’ (um 1000) statt ahd. hwedar, hwedar Fw. ‘welcher von beiden’ (8. Jh., s. weder) aufweist; zum ersten Glied s. ein1 Zw.