Zum Inhalt springen

„Gesellschaft“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
<p style="text-align: justify;" >¦∑¦ [[Gesell]] + [[-schaft]];</p><p style="text-align: justify;" >¦∅¦ ‘Gruppe von Menschen, zweckgebundene Vereinigung von mehreren Personen, geselliger Kreis;&nbsp;<span class="se2 x_xd2"><span class="msDict x_xd3 t_first"><span class="df" role="text">Gesamtheit der Menschen, die zusammen unter bestimmten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen leben; durch Vermögen, Stellung (und Bildung) maßgebende obere Schicht der Bevölkerung; gesellschaftliche Oberschicht; Vereinigung mehrerer Menschen, die ein bestimmtes Ziel oder gemeinsame Interessen haben; Vereinigung mehrerer Menschen, die ein bestimmtes Ziel oder gemeinsame Interessen haben; <span class="msDict x_xd3"><span class="etym x_xo0" role="text">mittelhochdeutsch = kaufmännische Genossenschaft, Handelsgesellschaft;</span></span></span></span></span></p><p style="text-align: justify;" >¦⊗¦ fürstliches Gefolge, Vereinigung mehrerer, Genossenschaft, freundschaftliches Beisammen- oder Verbundensein, Liebe’ (9. Jh.). Seit dem 15. Jh. auch die in Gruppen gegliederte menschliche Gemeinschaft, z. B.<span class="etymwb-mentioned">bürgerliche Gesellschaft</span> ‘Gemeinschaft der Bürger’ (15. Jh.); <span class="etymwb-mentioned">die (gute) Gesellschaft</span> ‘durch Stand, (adlige) Geburt oder Bildung verbundene Bevölkerungsschichten’ (18. Jh.); zeitweilig nahezu synonym mit <span class="etymwb-mentioned">Staat</span>, im 18. Jh. von <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="französisch">frz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">société</span> beeinflußt (Rousseau). Für die deutsche bürgerliche politische Ökonomie des 19. Jhs. ist <span class="etymwb-mentioned">Gesellschaft</span> bereits die in Klassen gespaltene, in (naturgegebenen) Produktionsverhältnissen lebende Gesamtheit der Menschen.<br></p><p>¦√¦ <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="indoeuropäisch">uig.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">*''sel''-, (*''sal''-?)</span> "großer Wohnraum, Versammlungsraum, Gesellschaftsraum";</p><p style="text-align: justify;" >¦↵¦ <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">gisellascaft</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">giselliscaft</span>'' (9. Jh.), <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch" aria-describedby="tooltip999591">mhd. </abbr>''<span class="etymwb-mentioned">geselleschaft</span>'' ‘fürstliches Gefolge, Vereinigung mehrerer, Genossenschaft, freundschaftliches Beisammen- oder Verbundensein, Liebe’ (9. Jh.). Seit dem 15. Jh. auch die in Gruppen gegliederte menschliche Gemeinschaft, z. B. <span class="etymwb-mentioned">bürgerliche Gesellschaft</span> ‘Gemeinschaft der Bürger’ (15. Jh.); <span class="etymwb-mentioned">die (gute) Gesellschaft</span> ‘durch Stand, (adlige) Geburt oder Bildung verbundene Bevölkerungsschichten’ (18. Jh.); zeitweilig nahezu synonym mit <span class="etymwb-mentioned">Staat</span>, im 18. Jh. von <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="französisch">frz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">société</span> beeinflußt (Rousseau). Für die deutsche bürgerliche politische Ökonomie des 19. Jhs. ist <span class="etymwb-mentioned">Gesellschaft</span> bereits die in Klassen gespaltene, in (naturgegebenen) Produktionsverhältnissen lebende Gesamtheit der Menschen. ;</p>
[[gesell]][[-schaft]] {{ahdt.-dt.}} eigtl. die ''[[Gesellenschaft]] oder [[Gesellenbruderschaft]];''<p style="text-align: justify;"><span class="se2 x_xd2"><span class="msDict x_xd3 t_first"><span class="df" role="text">Gesamtheit der Menschen, die zusammen unter bestimmten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen leben; durch Vermögen, Stellung (und Bildung) maßgebende obere Schicht der Bevölkerung; gesellschaftliche Oberschicht; Vereinigung mehrerer Menschen, die ein bestimmtes Ziel oder gemeinsame Interessen haben; Vereinigung mehrerer Menschen, die ein bestimmtes Ziel oder gemeinsame Interessen haben; <span class="msDict x_xd3"><span class="etym x_xo0" role="text">mittelhochdeutsch = kaufmännische Genossenschaft, Handelsgesellschaft;</span></span></span></span></span></p>
 
* Gesellschaft f.
** ‘Gruppe von Menschen,
** zweckgebundene Vereinigung von mehreren Personen,
** geselliger Kreis’,
*** ahd. gisellascaft, giselliscaft (9. Jh.),
*** mhd. geselleschaft ‘fürstliches Gefolge, Vereinigung mehrerer, Genossenschaft, freundschaftliches Beisammen- oder Verbundensein, Liebe’.  
** Seit dem 15. Jh. auch die in Gruppen gegliederte menschliche Gemeinschaft,  
*** z. B. bürgerliche Gesellschaft ‘Gemeinschaft der Bürger’ (15. Jh.);  
*** die (gute) Gesellschaft ‘durch Stand, (adlige) Geburt oder Bildung verbundene Bevölkerungsschichten’ (18. Jh.);  
*** zeitweilig nahezu synonym mit Staat, im 18. Jh. von frz. société beeinflußt ([[Rousseau]]).  
** Für die deutsche bürgerliche politische Ökonomie des 19. Jhs. ist Gesellschaft bereits die in Klassen gespaltene, in (naturgegebenen) Produktionsverhältnissen lebende Gesamtheit der Menschen.  
 
'''Gesellschaft''' steht für:
 
* [[Gesellschaft (Soziologie)]], durch eigene Merkmale abgegrenzte Anzahl von Menschen, als sozial Handelnde miteinander verknüpft lebend und interagierend
* [[Gesellschaft (Ethnologie)]], größere menschliche Gruppe, durch gemeinsame Sprache, Werte, Überzeugungen, Traditionen und Erfahrungen miteinander verbunden
* [[Gesellschaft (Staatsrecht)]], dem liberalen Staat gegenüberstehende Bürger
* [[Gesellschaft (Gesellschaftsrecht)]], Organisationsform im Wirtschaftsrecht
* [[wissenschaftliche Gesellschaft]], Forschungs- und Fördervereinigung
** [[Gelehrtengesellschaft]], [[Fachgesellschaft]]
* [[bürgerliche Gesellschaft]]
* Pflanzengesellschaft, Vorkommen verschiedener Pflanzen an einem Ort
 
¦√¦ <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="indoeuropäisch">uig.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">*''sel''-, (*''sal''-?)</span> "großer Wohnraum, Versammlungsraum, Gesellschaftsraum";

Version vom 26. April 2024, 16:09 Uhr

gesell-schaft Vorlage:ahdt.-dt. eigtl. die Gesellenschaft oder Gesellenbruderschaft;

Gesamtheit der Menschen, die zusammen unter bestimmten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen leben; durch Vermögen, Stellung (und Bildung) maßgebende obere Schicht der Bevölkerung; gesellschaftliche Oberschicht; Vereinigung mehrerer Menschen, die ein bestimmtes Ziel oder gemeinsame Interessen haben; Vereinigung mehrerer Menschen, die ein bestimmtes Ziel oder gemeinsame Interessen haben; mittelhochdeutsch = kaufmännische Genossenschaft, Handelsgesellschaft;

  • Gesellschaft f.
    • ‘Gruppe von Menschen,
    • zweckgebundene Vereinigung von mehreren Personen,
    • geselliger Kreis’,
      • ahd. gisellascaft, giselliscaft (9. Jh.),
      • mhd. geselleschaft ‘fürstliches Gefolge, Vereinigung mehrerer, Genossenschaft, freundschaftliches Beisammen- oder Verbundensein, Liebe’.
    • Seit dem 15. Jh. auch die in Gruppen gegliederte menschliche Gemeinschaft,
      • z. B. bürgerliche Gesellschaft ‘Gemeinschaft der Bürger’ (15. Jh.);
      • die (gute) Gesellschaft ‘durch Stand, (adlige) Geburt oder Bildung verbundene Bevölkerungsschichten’ (18. Jh.);
      • zeitweilig nahezu synonym mit Staat, im 18. Jh. von frz. société beeinflußt (Rousseau).
    • Für die deutsche bürgerliche politische Ökonomie des 19. Jhs. ist Gesellschaft bereits die in Klassen gespaltene, in (naturgegebenen) Produktionsverhältnissen lebende Gesamtheit der Menschen.

Gesellschaft steht für:

¦√¦ uig. *sel-, (*sal-?) "großer Wohnraum, Versammlungsraum, Gesellschaftsraum";