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„Deskription“ – Versionsunterschied

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** zu lat. [[dēscrībere]] (dēscrīptum) ‘abschreiben, aufzeichnen, beschreiben’,
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*** lat. [[scrībere]] (s. schreiben und [[de-]]), woraus [[deskribieren]] Vb. ‘beschreiben’ (15. Jh.). –
*** lat. [[scrībere]] (s. schreiben und [[de-]]), woraus [[deskribieren]] Vb. ‘beschreiben’ (15. Jh.). –
<p>'''Deskriptiv''' (von [https://de.wikipedia.org/wiki/Latein lateinisch] describere ‚beschreiben, umschreiben‘) bezeichnet einen beschreibenden bzw. abbildenden Standpunkt, der den Anspruch einer wertfreien Betrachtung erhebt. Ziel ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache faktische] Darstellung. Beim [https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftlich wissenschaftlichen] Arbeiten wird besonders zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Normativ normativen] und deskriptiven Betrachtungen unterschieden, um [https://de.wikipedia.org/wiki/Intersubjektiv intersubjektiv] nachvollziehbare Grundlagen zu entwickeln, beispielsweise in der Betrachtung [https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System politischer Systeme].</p><p>Beispiele für '''Deskription''' sind u.&nbsp;a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Empirisch empirische] Erhebungen, die dazu dienen, Aussagen über den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft zu machen (Arbeitslosenzahl), aber auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Analyse Analysen] menschlichen Verhaltens im Rahmen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Soziologie Soziologie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie Psychologie] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie Philosophie]. ''Normative'' Aussagen wären dahingegen solche, die einen Soll-Zustand beschreiben, etwa Mindestlöhne, oder die „Verhaltensideale“ von Menschen.</p><p>Der Gegenbegriff ist die [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4skription Präskription]. In wissenschaftlichen Arbeiten sollen deskriptive und präskriptive Aussagen sorgfältig voneinander unterschieden werden.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Deskription#cite_note-1 [1]]</sup></p><p>Im Jahr 1905 stellte [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] seine Theorie der Deskriptionen vor.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Deskription#cite_note-2 [2]]</sup></p><div class="mw-heading mw-heading2">
 
== Deskription ==
<p>'''Deskriptiv''' (von [https://de.wikipedia.org/wiki/Latein lateinisch] [[describere]] ‚beschreiben, umschreiben‘) bezeichnet einen beschreibenden bzw. abbildenden Standpunkt, der den Anspruch einer wertfreien Betrachtung erhebt. Ziel ist eine [[faktisch|faktische]] Darstellung. Beim [[wissenschaftlich|wissenschaftlichen]] Arbeiten wird besonders zwischen [[normativ|normativen]] und [[deskriptiv|deskriptiven]] Betrachtungen unterschieden, um [[intersubjektiv]] nachvollziehbare Grundlagen zu entwickeln, beispielsweise in der Betrachtung [[Politische Systeme|politischer Systeme]].</p><p>Beispiele für '''Deskription''' sind u.&nbsp;a. [[empirisch|empirische]] Erhebungen, die dazu dienen, Aussagen über den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft zu machen (Arbeitslosenzahl), aber auch [[Analysen]] menschlichen Verhaltens im Rahmen der Soziologie, Psychologie oder Philosophie. ''Normative'' Aussagen wären dahingegen solche, die einen [[Soll-Zustand]] beschreiben, etwa Mindestlöhne, oder die „Verhaltensideale“ von Menschen.</p><p>Der Gegenbegriff ist die [[Präskription]]. In wissenschaftlichen Arbeiten sollen deskriptive und präskriptive Aussagen sorgfältig voneinander unterschieden werden.<ref><span class="reference-text">Christine Stickel-Wolf, Joachim Wolf: ''Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken. Erfolgreich studieren – gewusst wie!'' 6., aktualisierte und erweiterte Auflage. Gabler, Wiesbaden 2011, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783834927910 ISBN 978-3-8349-2791-0], S.&nbsp;218.</span></ref></p><p>Im Jahr 1905 stellte [[Bertrand Russell]] seine Theorie der Deskriptionen vor.<ref><span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/George_A._Miller George A. Miller]: ''Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.'' Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Grabowski Joachim Grabowski] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_Fellbaum Christiane Fellbaum]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3861501155 ISBN 3-86150-115-5], S. 303.</span></ref></p><div class="mw-heading mw-heading2">
== Siehe auch ==
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*Peter Klotz: ''Beschreiben. Grundzüge einer Deskriptologie''. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2013, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783503137558 ISBN 978-3-503-13755-8].<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Deskription#cite_note-3 [3]]</sup>
*Peter Klotz: ''Beschreiben. Grundzüge einer Deskriptologie''. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2013, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783503137558 ISBN 978-3-503-13755-8].<ref><span class="reference-text">(Argumentiert dafür, das Beschreiben gleichwertig neben die beiden prominenten Äußerungsformen des Erzählens und des Argumentierens zu stellen, S. 9.)</span></ref>
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== Weblinks ==
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== Einzelnachweise ==
== [[Enzlnchwse]] ==
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#<span class="reference-text">Christine Stickel-Wolf, Joachim Wolf: ''Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken. Erfolgreich studieren – gewusst wie!'' 6., aktualisierte und erweiterte Auflage. Gabler, Wiesbaden 2011, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783834927910 ISBN 978-3-8349-2791-0], S.&nbsp;218.</span>
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/George_A._Miller George A. Miller]: ''Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.'' Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Grabowski Joachim Grabowski] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_Fellbaum Christiane Fellbaum]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3861501155 ISBN 3-86150-115-5], S. 303.</span>
#<span class="reference-text">(Argumentiert dafür, das Beschreiben gleichwertig neben die beiden prominenten Äußerungsformen des Erzählens und des Argumentierens zu stellen, S. 9.)</span>

Version vom 25. Juli 2024, 14:47 Uhr

deskript-ion, dēscrīptio-n wl. Vorlage:dt.-lat. ‘Abschrift, Aufzeichnung, Beschreibung’

  • (1. Hälfte 16. Jh.), aus lat. dēscrīptio (Genitiv dēscrīptiōnis) ‘Abschrift, Aufzeichnung, Beschreibung’ entlehnt,

Deskription

Deskriptiv (von lateinisch describere ‚beschreiben, umschreiben‘) bezeichnet einen beschreibenden bzw. abbildenden Standpunkt, der den Anspruch einer wertfreien Betrachtung erhebt. Ziel ist eine faktische Darstellung. Beim wissenschaftlichen Arbeiten wird besonders zwischen normativen und deskriptiven Betrachtungen unterschieden, um intersubjektiv nachvollziehbare Grundlagen zu entwickeln, beispielsweise in der Betrachtung politischer Systeme.

Beispiele für Deskription sind u. a. empirische Erhebungen, die dazu dienen, Aussagen über den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft zu machen (Arbeitslosenzahl), aber auch Analysen menschlichen Verhaltens im Rahmen der Soziologie, Psychologie oder Philosophie. Normative Aussagen wären dahingegen solche, die einen Soll-Zustand beschreiben, etwa Mindestlöhne, oder die „Verhaltensideale“ von Menschen.

Der Gegenbegriff ist die Präskription. In wissenschaftlichen Arbeiten sollen deskriptive und präskriptive Aussagen sorgfältig voneinander unterschieden werden.[1]

Im Jahr 1905 stellte Bertrand Russell seine Theorie der Deskriptionen vor.[2]

Siehe auch

Literatur

Wiktionary: Deskription – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. ↑ Christine Stickel-Wolf, Joachim Wolf: Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken. Erfolgreich studieren – gewusst wie! 6., aktualisierte und erweiterte Auflage. Gabler, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8349-2791-0, S. 218.
  2. ↑ George A. Miller: Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik. Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von Joachim Grabowski und Christiane Fellbaum. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 303.
  3. ↑ (Argumentiert dafür, das Beschreiben gleichwertig neben die beiden prominenten Äußerungsformen des Erzählens und des Argumentierens zu stellen, S. 9.)