de-
Erscheinungsbild
Von lat. dē |
[1] vorangestelltes Wortbildungselement in Fremdwörtern aus dem Lateinischen
[2] etwas ist aus der Stammverbindung abzuziehen
de- (vor Vokal auch des-)
- Esw./Präfix, das ein Abtrennen, Entfernen bezeichnet
- (‘ab-, weg-, fort-’,
- s. deduzieren, delegieren, deportieren, Defekt, Detail;
- ‘herab-, nieder-’,
- s. degradieren, deprimieren, destillieren),
- den aufhebenden Gegensatz einer Handlung ausdrückt (‘ent-’,
- s. dechiffrieren, demaskieren, desillusionieren, desodorieren)
- oder nur zur Verstärkung dient
- (s. deklarieren, demonstrieren, determinieren).
- (‘ab-, weg-, fort-’,
- Es
- beruht auf lat. dē-
- oder frz. dé-
- und findet sich im Dt.,
- Gelegentlich tritt de- auch in Entlehnungen aus anderen Sprachen auf
- (z. B. Deodorant, Design, Detektiv aus dem Engl., decrescendo aus dem Ital., Desperado aus dem Span.),
- ist aber dann auch dort Übernahme aus dem Lat. oder Frz. Lat. dē-,
- vor allem in separativer und resultativer (daher auch verstärkender) Funktion gebräuchlich,
- ist identisch mit der Esw./Präposition lat. dē ‘von … weg, von … herab’,
- die wie deu. zu (s. d.) wohl als alter Esw./Instrumental (der Erstreckung)
- zum demonstrativen Pronominalstamm uig. *de-, *do- gehört.
- Frz. dé- setzt in manchen Fällen ebenfalls lat. dē-, häufiger aber (über afrz. des-)
- das auch die Negation eines Sachverhalts ausdrückende Präfix lat. dis- ‘auseinander-’ fort (s. dis-).
- Im Gegensatz zu frz. dé-, engl. de-,
- mit denen bis heute Verben und Deverbativa gebildet werden können,
- die das Entfernen einer Sache oder Eigenschaft bzw. die Umkehrung eines Vorgangs bezeichnen,
- mit denen bis heute Verben und Deverbativa gebildet werden können,
- ist de- (abgesehen von terminologischen Neologismen auf lat. Grundlage) im Dt. nicht produktiv (dafür ent-, s. d.).
- beruht auf lat. dē-