„KÜZKDWH/5“ – Versionsunterschied
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Den Anspruch, die einzig richtige [[Wahrheitstheorie]] zu entwickeln, haben andere moderne [[Wahrheitstheoretiker]] zu Recht entschieden von sich gewiesen<ref>[[Alfred Tarski|Tarski]], a. a. O. 77 f.; vgl. W. Stegmüller, Das Wahrheitsproblem und die Idee der Semantik (Wien 1957) 15 f.</ref>. Ein solcher Anspruch hat nämlich mindestens zwei sachliche Schwierigkeiten. Während auf der einen Seite der Ausdruck ,[[Wahrheit]]' noch so unbestimmt ist, daß für die Aufgabe einer Wahrheitstheorie eine einzige klare Lösung gar nicht möglich erscheint, ist auf der anderen Seite der Ausdruck ,(philosophische) [[Theorie]]' so umfassend, daß eine in sich nicht weiter differenzierte Konzeption kaum als sinnvoll gelten kann<ref>Diesen zweiten Aspekt bat [[Alfred Tarski|Tarski]] nicht gesehen. Deshalb kann es nicht nur, mit Tarski (a. a; O. 78), mehrere unvereinbare, aber gleichermaßen klare und präzise [[Wahrheitskonzeptionen]] geben, sondern auch mehrere, einander ergänzende Überlegungen zum selben Begriff der Wahrheit.</ref>.<noinclude>[[KÜZKDWH/4|◀]][[KÜZKDWH/6|▶]] | Den Anspruch, die einzig richtige [[Wahrheitstheorie]] zu entwickeln, haben andere moderne [[Wahrheitstheoretiker]] zu Recht entschieden von sich gewiesen<ref>[[Alfred Tarski|Tarski]], a. a. O. 77 f.; vgl. W. Stegmüller, Das Wahrheitsproblem und die Idee der Semantik (Wien 1957) 15 f.</ref>. Ein solcher Anspruch hat nämlich mindestens zwei sachliche Schwierigkeiten. Während auf der einen Seite der Ausdruck ,[[Wahrheit]]' noch so unbestimmt ist, daß für die Aufgabe einer Wahrheitstheorie eine einzige klare Lösung gar nicht möglich erscheint, ist auf der anderen Seite der Ausdruck ,(philosophische) [[Theorie]]' so umfassend, daß eine in sich nicht weiter differenzierte Konzeption kaum als sinnvoll gelten kann<ref>Diesen zweiten Aspekt bat [[Alfred Tarski|Tarski]] nicht gesehen. Deshalb kann es nicht nur, mit Tarski (a. a; O. 78), mehrere unvereinbare, aber gleichermaßen klare und präzise [[Wahrheitskonzeptionen]] geben, sondern auch mehrere, einander ergänzende Überlegungen zum selben Begriff der Wahrheit.</ref>.<noinclude>[[KÜZKDWH/4|◀]][[KÜZKDWH/6|▶]] | ||
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Aktuelle Version vom 29. Juli 2024, 17:48 Uhr
▶II.
Den Anspruch, die einzig richtige Wahrheitstheorie zu entwickeln, haben andere moderne Wahrheitstheoretiker zu Recht entschieden von sich gewiesen[1]. Ein solcher Anspruch hat nämlich mindestens zwei sachliche Schwierigkeiten. Während auf der einen Seite der Ausdruck ,Wahrheit' noch so unbestimmt ist, daß für die Aufgabe einer Wahrheitstheorie eine einzige klare Lösung gar nicht möglich erscheint, ist auf der anderen Seite der Ausdruck ,(philosophische) Theorie' so umfassend, daß eine in sich nicht weiter differenzierte Konzeption kaum als sinnvoll gelten kann[2].◀▶
Einzelnachweise
- ↑ Tarski, a. a. O. 77 f.; vgl. W. Stegmüller, Das Wahrheitsproblem und die Idee der Semantik (Wien 1957) 15 f.
- ↑ Diesen zweiten Aspekt bat Tarski nicht gesehen. Deshalb kann es nicht nur, mit Tarski (a. a; O. 78), mehrere unvereinbare, aber gleichermaßen klare und präzise Wahrheitskonzeptionen geben, sondern auch mehrere, einander ergänzende Überlegungen zum selben Begriff der Wahrheit.