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aa

aus AufEinWort, der freien Forschung
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a– + –a

Schreibweise aa, ah und ā

aa (1) 1, ahd., Interj.: nhd. ah; ne. ah; Q.: Gl (12./13. Jh.); E.: germ. *a, Interj., ah; idg. *ā, *ē, Interj., ah (Ausruf der Empfindung), Pokorny 1, EWAhd 1, 4; W.: mhd. ahā, Interj. (des Staunens), aha; nhd. ah, Interj., ah, DW 1, 190

aa (2)? 1, ahd.?, Interj.?: nhd. ?; ne. ?; ÜG.: lat. pandere? Gl; Q.: Gl (1. Hälfte 9. Jh.)

aa, Aa[1]

[2]aa,
  • das Zeichen eines gedehnten a,
    • welches erst in den spätern Zeiten,
    • aber nur in einigen wenigen Fällen eingeführet worden,
      • wovon ich die Ursachen in der Orthogr. Th. 1, S. 240 entwickelt habe.
  • Diejenigen,
    • welche die Laute mit ihren Zeichen verwechseln,
      • rechnen auch dieses a unter die Doppellaute.
    • Siehet man aber,
      • wie doch billig ist,
      • bloß auf den Laut,
        • so lässet es sich so wenig unter die Diphthongen zählen,
          • als das ah und alle übrige gedehnte Vocale.
  • Einige
    • haben es wieder abschaffen wollen,
      • weil man dessen Gebrauch in den ältesten Zeiten nicht findet;
    • allein da es heut zu Tage in einigen Wörtern,
      • als Aal, Aas, Aar, Haar, Paar, Schaar, Quaal, Saal u.s.f. überall angenommen ist,
      • und das Alterthum an und für sich nirgends weniger Richter seyn kann, als in der Sprache:
        • so würde solches eine so vergebliche als unnöthige Neuerung seyn.
    • In der Verlängerung des Wortes wird dieses aa
      • oft in ein gedehntes ä verwandelt,
        • als Äser, quälen, Älchen, Härchen, Pärchen u.s.f.
      • In andern aber bleibt es, als die Aale, die Haare, haarig, paaren u.s.f.
      • In den[3] ausländischen Wörtern macht es zwey Sylben aus, als Aaron, Baal.
  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 3-4. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000000051; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 3 | 4; Kategorien: Lexikalischer Artikel
  2. ↑ [3]