gravieren
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gravieren
gravieren1
Vb.
‘(in Metall, Stein, Glas) schneiden, ritzen’,
- Entlehnung (18. Jh.) aus gleichbed. frz. graver,
- Den erst für das 15. Jh. zu belegenden heutigen Wortsinn des —Verb
- setzt jedoch bereits das zugehörige Nomen agentis
- mfrz. frz. graveur (14. Jh.)
- ebenso wie jüngeres mfrz. frz. gravure (16. Jh.)
- voraus.
- Beide Bildungen werden im 18. Jh. gleichfalls ins Dt. entlehnt,
- setzt jedoch bereits das zugehörige Nomen agentis
gravieren2
Vb. ‘belasten, beschweren’,
- Entlehnung (17. Jh.) aus lat. gravāre ‘schwer machen, beschweren, belasten’,
- zu lat. gravis ‘schwer, gewichtig, würdevoll’.
- Das zugehörige —Partizip Präsens verselbständigt sich zu gravierend —Part.adj. ‘belastend, erschwerend’.
- Ebenfalls auf lat. gravis beruht Gravis —m.
- diakritisches Zeichen über einem Vokal zur Kennzeichnung der Betonung (19. Jh.),
- im —Grie. des gesenkten Tones, des Tieftones (lat. accentus gravis),
- im Frz. der offenen Aussprache des e (geschrieben è)
- und zur graphematischen Unterscheidung gleichlautender Wörter (frz.accent grave).
- – gravitätisch —Adj. ‘würdevoll, steif, gemessen’,
- Gravitation —f. ‘Anziehungskraft zwischen Massen’.