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i

aus AufEinWort, der freien Forschung
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¦∑¦ i;

¦⊕¦ ¦√¦ Grundbuchstabe und Wortlaut steht für das innerste, ureigene nicht dingliche Dasein undoder dessen Daseinszustand;

Phö. 10 𐤉 yōd, Jod Hand, Arm

Ara. 10 י Jod (Umschrift y, j)

Gri. 09 Ι, ι Iota (ἰῶτα)

Etr.

Lat. 09 I, i

Rune 11. ᛁ īsan „Eis“ i

Dt. 09 I, i

Z-Wert 10

  • Ursprung
    • Jod ist ein semitischer Guttural, aus dem erst im griechischen Alphabet der Vokal Iota wurde. Der Buchstabe leitet sich von der Darstellung einer Hand (yod = Hand) samt Arm her. Lateinische Entsprechungen: I und J.
    • In the Phoenician alphabet, the letter may have originated in a hieroglyph for an arm that represented a voiced pharyngeal fricative (/ʕ/) in Egyptian, but was reassigned to /j/ (as in English "yes") by Semites, because their word for "arm" began with that sound. This letter could also be used to represent /i/, the close front unrounded vowel, mainly in foreign words.
    • In das griechische Alphabet wurde das Yodh als Iota übernommen. Die Griechen änderten wegen ihrer vokalreichen Sprache den Lautwert des Buchstabens, er stand nun für [i]. Bereits im frühgriechischen Alphabet aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. verlor das Iota alle Anfügungen und wurde zum simplen senkrechten Strich.
      • The Greeks adopted a form of this Phoenician yodh as their letter iota (⟨Ι, ι⟩) to represent /i/, the same as in the Old Italic alphabet. In Latin (as in Modern Greek), it was also used to represent /j/ and this use persists in the languages that descended from Latin. The modern letter 'j' originated as a variation of 'i', and both were used interchangeably for both the vowel and the consonant, coming to be differentiated only in the 16th century.[3] The dot over the lowercase 'i' is sometimes called a tittle. In the Turkish alphabet, dotted and dotless I are considered separate letters, representing a front and back vowel, respectively, and both have uppercase ('I', 'İ') and lowercase ('ı', 'i') forms.
    • „Was die minuskel betrift, so ward das i bis zum 11. jahrh. ohne bestrichelung oder punctierung geschrieben. erst damals begann man zusammentreffende istriche mitaccenten zu bezeichnen, um verwechselungen vorzubeugen. (...) schon im 12. jh. erscheint das strichlein zuweilen auch über dem einzelnen í daneben aber kommen immer noch i ohne bestrichelung häufig vor und nicht selten sind in älteren hss. dergleichen striche später nachgetragen worden. aus dem strichlein ward weiterhin der längst übliche punct, doch finden sich puncte über dem i (...) wohl kaum vor 1350.“ – Deutsches Wörterbuch, Bd. 4,2 (1877), Sp. 2013
    • „I, der höchste unter den vocalen, (…) wird von ICKELSAMER (…) in naiver weise beschrieben. nachdem er angegeben, wie das e hervorgebracht wird, sagt er: also auch das i, allein mit engerer beschlieszung der zene, die sich geneuer berieren, und ist fast der laut des kirrens der seu, wenn mans (man sie) sticht oder würget.(…)“ – Grimmsches Wörterbuch
    • Isa (ᛁ) ist die elfte Rune des älteren Futhark und die neunte Rune des altnordischen Runenalphabets[1] mit dem Lautwert i. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Eis“. Die Rune erscheint in den Runengedichten als altnordisch und altenglisch īs bzw. gotisch iiz.[2]
  • Verwendung
    • Er wurde in der Antike wie heute identisch, nämlich [i] ausgesprochen; von ihm stammt der lateinische Buchstabe i ab.
    • Ein lang gesprochenes I wird in der deutschen Sprache in der Regel mit ie (im Wortinnern und im Auslaut von Funktionswörtern) gekennzeichnet: lieben, Wiese, Ziel, Schiene, Biest, die, sie, wie. Wenn in Erweiterungen ein [ə] folgt, wird ein Fugen-h gesetzt: Vieh, ziehen, wiehern, lieh. Das Dehnungs-h anderer Grundformen wird beibehalten: stehlen - stiehlt.
    • Am Wortanfang kommt ein ie aus schriftgeschichtlichen Gründen nicht vor. Man schreibt einfach „i“: Igel, Isegrim, Ibis. In einigen wenigen Fällen benutzt man ein Dehnungs-h, das es sonst nur bei den anderen Vokalen vor l, m, n, r gibt: ihm, ihn, ihr, Ihle.
    • In Fremdwörtern ist i die regelmäßige Schreibung für langes i: Maschine, Motiv, Rendite, intim, Silo, Visum. Nur in ganz bestimmten Fällen kommt ie vor: in den Verben, die auf -ieren enden, in den meisten Wörtern auf -ier (Klavier, Manieren, Papier), in ein paar Wörtern auf -ies (Paradies, portugiesisch) und (in Parallele zu -ee) ganz regelmäßig in Wörtern, die auf ein langes betontes i enden (Industrie, Biologie, Regie, Manie, Partie, …). ih kommt in Fremdwörtern nur ganz selten vor (Schlemihl).
    • The Roman numeral Ⅰ represents the number 1.[6][7] In mathematics, the lowercase "i" represents the unit imaginary number.[8]
    • In Mt 5,18 EU heißt es:
      • „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“
      • Die ursprüngliche Bedeutung ‚der kleinste Buchstabe‘ wird also im NT im übertragenen Sinne ‚etwas sehr Geringes‘ verwendet.

I, i [1]

[1347] I, der neunte Buchstab des Deutschen Alphabetes,

  • welcher seit den ältesten Zeiten das sonderbare Schicksal gehabt hat,
    • daß er das Zeichen zweyer sehr von einander verschiedener Laute seyn müssen,
      • wovon der eine ein Vocal,
      • der andere aber ein Consonant,
        • oder vielmehr ein Mittellaut zwischen einem Vocale und einem Consonanten ist.
  • Wir handeln hier nur von dem i,
    • so fern es das Zeichen eines Vocales ist,
    • und trennen es von dem so genannten Jod,
      • ungeachtet man die mit beyden anfangenden Wörter bisher unter einander zu werfen gewohnt gewesen.

Der Vocal i

  • ist der mittelste unter den Vocalen, so wohl der Stelle, als auch der Öffnung des Mundes nach.
  • Er klinget breiter, als das verwandte, aber ründere ü,
  • und ist
    • nebst dem e und ei das natürliche Zeichen der Kleinheit,
    • so wie o und a, zuweilen auch das u die Größe ausdrucken;
      • daher schon Plato sagte, daß man ihn agr. προς τα λεντα παντα [2] gebrauche.
      • Groß, ehedem stor, klein, fein, Thor, Thür, Hut, Hütchen, Stock, Stecken, Sticken, Made, Motte, Miethe u.s.f.
  • Es ist der Aussprache nach
    • bald gedehnt, bald geschärft.
      • Geschärft ist es in hin, in, wirken, sinnen, Bild, still und tausend andern;
      • gedehnt in mir, dir, wir, in der ersten Sylbe von Lilie, in der dritten von Petersilie, und in den fremden Wörtern Debit, Profit, Titel, Rubrik, Bibel, Biber u.s.f.
      • In ihm, ihn, ihr, ihnen, nimmt es zum Zeichen seiner Dehnung das h an.

Am

  • gewöhnlichsten druckt man das gedehnte i im Deutschen durch ie aus;
    • Knie, hier, befiehlst oder befielst, die, wie, siehe, Kiefer, Thier, fliehen, ziehen, Liebe, vier, sieben u.s.f.
  • In einigen wenigen Fällen wird dieses ie gemeiniglich geschärft ausgesprochen;
    • wohin vierzehn, vierzig, Viertel, dieß
    • und nach einigen auch Schmied, des Schmieds, dem Schmied gehören, welches andere aber lieber Schmid schreiben.
    • Gib, du gibst, ging, hing, fing, werden am richtigsten ohne -e geschrieben,
      • weil die Hochdeutsche Mundart hier durchgängig ein geschärftes i hören lässet.

Wenn

  • auf dieses ie in der Verlängerung des Wortes noch ein e folgen sollte,
    • so lässet man das eine auch wohl weg.
    • Von dem einsylbigen Knie
      • lautet der Plural zweysylbig die Knie, für Kniee,
      • und das Zeitwort auch zweysylbig knien, ich knie, du kniest, für knieen, knieest.
    • So auch die Poesien, Melodien, sie schrien, es schrie u.s.f.
  • Der große Haufe pflegt hier gern ein g einzuschieben; sie schriegen für schrien, es hat geschniegen für geschnien oder geschneyet, gespiegen für gespien.

    Viele Sprachlehrer

  • geben dieses ie
    • für einen Doppellaut aus,
    • welcher Nahme demselben doch so wenig zukommt,
    • als dem aa, ee, ah, oh und andern ähnlichen,
      • wo zwar das Zeichen doppelt und zusammen gesetzt,
      • der Laut selbst aber einfach ist.
  • Wahr ist es,
    • daß es grobe Mundarten gibt,
      • welche in diesem gedehnten ie,
        • beyde Vocale deutlich hören lassen,
          • Li-ebe, Di-eb, Wi-en;
          • aber wie gehöret das hierher?
      • Eben diese Mundarten sprechen auch
        • wi-er, di-er, mi-er, Li-echt,
          • für wir, dir, mir, Licht,
          • ja sogar Mu-et-ter für Mutter,
            • Vo-a-ter für Vater;
        • sind denn darum
          • das i in mir, dir und wir,
          • das u in Mutter,
          • und das a in Vater,
          • Doppellauter,
            • weil es Mundarten gibt,
            • welche hier statt des einfachen Vocals einen Doppellaut hören lassen?
        • Indessen kann es seyn,
          • daß diese provinzielle [3] Aussprache,
            • welche auch in andern Sprachen Statt findet,
            • Anlaß gegeben hat, das gedehnte i durch ie auszudrucken,
              • weil man es im Deutschen schon sehr frühe findet,
                • und zwar weit eher, als man daran dachte,
              • die gedehnten Vocale in der Schreibart von den geschärften zu unterscheiden.
    • Schon Kero
      • hat einige Mahl die, ob man gleich auch dafür bey ihm dia, diu findet.
    • Das e
      • schlich ehedem auch andern Selbstlautern nach,
        • nicht als ein Zeichen ihrer Dehnung,
        • sondern weil man in der Aussprache statt Eines, zwey Selbstlaute hören ließ.
    • Die Aussprache
      • änderte sich mit der Zeit,
        • aber die Schreibart blieb,
      • und so ward das e
        • in dem Hochdeutschen ie,
        • in dem Holländischen ae und oe
        • ein bloßes Zeichen eines gedehnten i, a und o.
        • Man schreibt im Französ. Caen, im Holländ. Naerden, im Nieders. Soest,
        • und spricht Caan, Naarden, Soost.

Dieses ie,
  • besonders in dem bereits angezeigten Falle,
    • wenn i-e, aus ie-e zusammen gezogen worden,
    • ausgenommen, stehet der Vocal i im Hochdeutschen nur vor einem Consonanten;
      • denn die Doppellauter ia, io, iu
        • sind nur in harten und rauhen Mundarten anzutreffen.
        • In allen übrigen Fällen,
          • wo das i vor einem Vocale stehet,
          • da schmilzet es mit demselben zusammen
          • und gehet in den Zwischenlaut Jod über;
            • Jahr, jeder, jetzt, nicht I-ahr, ider, itzt, wie wohl einige schreiben und auch sprechen.
          • Nur die fremden Wörter machen hier eine Ausnahme,
            • wo ie oft zweysylbig ist;
              • Histori-e, Asi-en, Ari-e, Chri-e, Schlesi-en, Lili-e, Petersili-e,
              • ungeachtet es im gemeinen Leben auch hier in das Jod übergehet, Lilje, Petersilje, Schlesjen, Asjen.

Es ist die Frage,

  • ob man die fremden Wörter,
    • in welchen ein gedehntes i vorkommt,
    • auch nach Art der ursprünglich Deutschen Wörter mit einem ie schreiben müsse.
    • In solchen Wörtern,
      • welche man mit dem Bürgerrechte begabet,
        • und ihnen auch am Ende ein Deutsches Ansehen gibt,
          • scheinet es sehr billig zu seyn, sie auch in den übrigen Fällen den Regeln der Deutschen Schreibart zu unterwerfen;
          • Mienen, Anieß, Paradies, Bieber, Biebel, Fiebel, Fiedel u.s.f.
          • Indessen schreibt jedermann, Bibel, Fibel, Biber,
          • und viele ziehen auch Aniß, Mine, Paradis u.s.f. vor.
          • Dieß gilt auch von der Endung der Zeitwörter -ieren, welche von den meisten lieber -iren geschrieben wird. S. -iren.

Das ie

  • findet sich, wie schon gedacht worden,
  • anstatt des gedehnten i in den ältesten Zeiten,
    • vermuthlich auf Veranlassung der gemeinen Oberdeutschen Mundarten,
      • welche dem i so gern ein e nachklingen lassen.
  • Allein eben so oft
    • findet man auch dafür ein y,
    • ja nur ein bloßes i.
    • Man thue einen Blick in die Schriften der mittlern Zeiten, so wird man sich davon überzeugen können.

In der Ableitung und Beugung der Wörter

  • gehet das i fast in alle übrige Vocale über.
    • Bitten, bath, gebethen;
    • besinnen, besann, besonnen;
    • riechen, roch, Geruch;
    • beginnen, begann, begunte, begonnen;
    • binden, band, gebunden;
    • fließen, floß, geflossen
    • u.s.f.

In

  • einigen rauhern, besonders Oberdeutschen Mundarten,
    • ist es sehr gewöhnlich, statt des gedehnten i oder ie und ii
      • ein breites eu hören zu lassen.
        • Zeuhen, er überzeuhet, Bluntschli ein Zürcher, für ziehen, überziehet;
        • fleußen, fleuhen, leugen, treugen, für fließen, fliehen, lügen, trügen.
  • Einige [4] Sprachlehrer des vorigen Jahrhundertes,
    • welche das Edle der Schreibart in der Fülle des Mundes und in den ausgeblasenen Backen suchten,
      • bemüheten sich, dieses eu
        • in der zweyten und dritten Person der einfachen Zahl der gegenwärtigen Zeit einzuführen,
        • und sie fanden bald Nachahmer.
      • Es freurt mich,
        • Schettel, verleuret, treugt, verscheubtt,
        • Opitz, scheußt, geußt,
        • Flemming u.s.f.
        • für frieret, verlieret, trügt, verschiebt, schießt, gießt.
      • Der Übelklang ist, wenigstens in einigen, sehr merklich;
        • dennoch schärfte Gottsched diese Form als männlicher und edler von neuem ein, und sie kommt auch, um der Einsylbigkeit und der größern Fülle des Mundes willen, noch bey den Dichtern vor.
  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1347-1349. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000247618 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 1347 | 1348 | 1349 Kategorien: Lexikalischer Artikel
  2. ↑ In allen Belangen und Zwecken
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