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DILW/15

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Auf diese These spielt Meister Eckhart in seinem Buch in der Volkssprache an, das er für die Königin von Ungarn, die Schwester der Herzöge von Österreich, schrieb – [ein Buch] welches beginnt: „Benedictus Deus et pater Domini nostri Ihesu Christi.“[1]

[Hier sagt Eckhart]: „Der Mensch sollte sehr darauf achten, (1) indem er sein eigenes Bild und [das Bild] jedes Geschöpfes entkleidet und ablegt, und (2) keinen anderen Vater zu kennen als Gott allein.

[Denn] dann wird es nichts geben, was ihn betrüben oder beunruhigen kann – nicht Gott, nicht ein Geschöpf, nichts Geschaffenes oder Ungeschaffenes.

[Denn] sein ganzes Sein, Leben, Wahrnehmen, Erkennen und Lieben wird von Gott sein, in Gott und Gott.“[2]

Und in seinen Predigten [sagt] er: „In der Seele gibt es eine gewisse Zitadelle, die ich manchmal den Wächter der Seele genannt habe, manchmal den Funken [der Seele].

Sie ist sehr einfach – so wie Gott eins und einfach ist.

Sie ist so einfach und so jenseits aller Maßstäbe, dass Gott sie nicht nach Maß und persönlichen Eigenschaften betrachten kann.

Und wenn sie Gott erblicken würde, dann wäre dies offensichtlich: nämlich, dass Er jenseits all Seiner göttlichen Namen und persönlichen Eigenschaften ist, weil Er ohne Maß und Eigenschaft ist.

Nun, insofern Gott Eins und Einfach und ohne Maß und Eigenschaft ist, insofern Er weder Vater noch Sohn noch Heiliger Geist ist, kann Er in diese eine Sache eintreten, die ich die Zitadelle nenne.“[3]

  1. This thesis is alluded to by Meister Eckhart in the vernacular book which he wrote for the queen of Hungary, sister of the dukes of Austria — [a book] which begins: “Benedictus Deus et pater Domini nostri Ihesu Christi.”[1]
  2. [Here Eckhart] says: “A man ought to be very at- tentive to (1) despoiling and divesting himself of his own image and [of the image] of each creature, and to (2) knowing no father except God alone.
  3. [For] then there will be nothing which can sadden or disturb him — not God, not a creature, not any created thing or any uncreated thing.
  4. [For] his whole being, living, apprehending, knowing, and loving will be from God, in God, and God.”[2]
  5. And in his sermons he [says]: “In the soul there is a certain citadel which sometimes I have called the guardian of the soul, sometimes the spark [of the soul].
  6. It is very simple — as God is one and simple.
  7. It is so simple and so beyond every measure that God cannot view [it] according to measure and personal properties.
  8. And if it were to behold God, then this would be evident: viz., that He [is beyond] all His divine names and personal properties, because He is without measure and property.
  9. Now, insofar as God is one and simple and without measure and property, insofar as He is neither Father nor Son nor Holy Spirit, He can enter into this one thing which I am calling the citadel.”[3]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b
  2. ↑ a b
  3. ↑ a b