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Werk:TDPC/61.1

aus AufEinWort, der freien Forschung
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▷Per hoc aenigma entitatem ab hoc et illo absolutam video actu esse omnium et singulorum entium essendi formam quomodocumque formabilem, non quidem similitudinarie et mathematice, sed verissime et forma[bi]liter, quod et vitaliter dici potest. Et hoc aenigma mihi placet. Nam eandem superficiem posse esse circularem et rectilinealem et polygoniam et eius praxim nuper ostendi. Esto igitur quod possibile esse ponatur actu esse, uti in theologicis fatendum est, utique tunc aenigma clarius dirigit. Quare secundum mathematicae perfectam comprehensionem ad theologiam aenigma propinquius fieri posse arbitror. Et haec de hoc nunc sic dicta sint.


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Durch dieses Rätselbild sehe ich, daß die von diesem und jenem losgelöste Seinsheit wirklich aller und aller einzelnen Seienden wie nur immer formbare Seinsform ist, und zwar nicht nur gleichnishaft und mathematisch, sondern ganz wahr und formhaft, man kann auch sagen: lebendig. Und dieses Rätselbild gefällt mir. Denn daß dieselbe Fläche kreisförmig, rechteckigund vieleckig sein kann und das entsprechende veranschaulichende Verfahren habe ich kürzlich gezeigt[1]. Angenommen, daß das Möglichsein als Wirklich- sein gesetzt wird, wie es für den theologischen Bereich zuzugeben ist, dann führt das Rätselbild noch in größere Klarheit. Weshalb ich glaube, daß das Rätselbild in dem Maße, wie es mathematisch vollkommen erfaßt wird, der Gotteserkenntnis näherkommen kann. Und hiermit soll nun darüber genug gesagt sein.

Durch dieses Gleichnis sehe ich, daß die Seiendheit, von diesem und jenem Ding abgelöst, als Wirklichkeit die Seinsgestalt von allen und den einzelnen Seienden ist. Ich sehe, daß sie in jeder Weise gestaltet werden kann, und zwar nicht abbildhaft oder mathematisch, sondern in voller Wahrheit und Gestalt. Man kann auch sagen: lebendig. Und dieses Gleichnis gefällt mir. Daß dieselbe Fläche kreisförmig, rechteckig und vieleckig sein kann, habe ich vor einiger Zeit gezeigt. Wenn also das Möglich-Sein als Wirklich-Sein gesetzt werden soll, wie man es in der Theologie tun muß, dann weist dieses Gleichnis noch viel deutlicher den Weg, weil ich glaube, daß nach einem vollkommenen mathematischen Verständnis das Gleichnis noch näher zur Theologie herangeführt werden kann. Damit soll es nun genug sein.