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Werk:Compendium/25

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▷Sunt igitur haec pauca facilia et sufficientia speculationi tuae, cum sis simplex. Quod si subtiliora indagare proponis, de elementis ad partes soni respice et litteras illas partes designantes, quarum aliae sunt vocales, aliae mutae, aliae semivocales, aliae liquidae, et quomodo ex illis fit syllabarum et dictionum combinatio, ex quibus oratio, ac quod oratio est intentum. Ita quae a natura sunt, procedunt ab elementis ad intentum naturae. Oratio enim est rei designatio seu definitio. Hoc quaternario ab imperfecto ad perfectum pervenitur. Et quae de hoc philosophice tractari possunt, sufficienter in progressu artis huius venari poterunt. Nam in natura reperiuntur combinationes pulchrae et ornatae et hominibus gratae. Sic et <in> dicendi arte et vocum concordantia quaedam contrario se habent modo in utraque.

Diese wenigen Worte sind für deine Betrachtung leicht verständlich und hinreichend, da du selbst einfach bist. Wenn du dem genauer nachspüren möchtest, dann blicke von den Elementen auf die Teile des Tones zurück und auf die Buchstaben, welche diese Teile bezeichnen, von denen die einen Vokale, die anderen Konsonanten – noch andere Halbvokale und Liquiden sind. Beachte ferner, wie aus diesen die Verbindung von Silben und Wörtern entsteht, daraus die Rede und daß schließlich die Rede das Beabsichtigte ist. Was also von Natur ist, schreitet von den Elementen zu dem von der Natur Beabsichtigten fort. Die Rede ist die Bezeichnung oder Begriffsbestimmung der Sache. Durch diesen Quaternar gelangt man vom Unvollkommenen zum Vollkommenen. Was man darüber philosophisch abhandeln kann, läßt sich zur Genüge im Fortschritt dieser Kunst erjagen. Denn in der Natur finden sich schöne, anmutige und dem Menschen angenehme Verbindungen; ebenso in der Redekunst und dem Zusammenklang der Worte. Manche verhalten sich in beiden in gegensätzlicher Weise.◀▷