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DG1G/Einleitung/14

aus AufEinWort, der freien Forschung
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▷Wie bei Skandinavien genügen für die Niederlande zwei Perioden, nur daß dort die alte und neue Zeit, hier die mittlere und neue Erwägung fordern, dem Norden mangelt sein Mittelalter, oder richtiger ausgedrückt, fällt ihm mit dem Altertum zusammen, wodurch der ruhige Gang der nordischen Sprache und Literatur bezeichnet wird: erst späterhin machten sich deutsche Einflüsse besonders auf Dänemark geltend. Daß uns Kenntnis altniederländischer Sprachformen gebreche, wurde schon vorhin angemerkt. Beide, die friesische und mittelniederdeutsche Mundart gehn der Fortbildung in neuer Schriftsprache verlustig; denn was in Friesisch oder Plattdeutsch heutigestages zu dichten oder zu schreiben versucht werden kann, steht nicht auf der Stufe der neuhochdeutschen Sprache, es ist nur ebenbürtig dem auch noch in oberdeutschem Dialekt gelingenden. Die unentbehrlichen drei Zeiträume hochdeutscher Sprache zeugen nicht allein von größerer Fülle, Kraft und Rührigkeit der Volksstämme aus deren Mitte, sondern auch von dem breiteren Grund, in dem sie erwachsen ist.


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