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DG1G/Exkurs über Germanisch und Deutsch/26

aus AufEinWort, der freien Forschung
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▷Dazu kommt, daß bei der großen Menge deutscher Volksstämme unseres Altertums, die sich in der Folge verschmolzen und verminderten, Mischungen und Zusammenflüsse einzelner Dialekte, oft gedrängt und dicht neben einander, eintreten musten, die, neben der Verwahrlosung, welcher sie im Ganzen ausgesetzt waren, ihre Eigentümlichkeit störten und verwirrten, dadurch gerieten sie in neuen Nachteil gegen die sich freier und einfacher bewegende Schriftsprache. Wie bedeutend ab weicht jetzt die Mundart des nordfriesischen oder westfriesischen Volks untereinander und von der, in welcher die Rechtsbücher aufgezeichnet wurden? Wer es sich unterfangen wollte, unterscheidende Merkmale selbst derjenigen Völker, die Sitz und Grenze am wenigsten änderten, in ihrer heutigen Sprache aufzufassen, würde im allgemeinen scheitern, obwol sich einzelne Spuren ohne Zweifel immer noch entdecken lassen und solche Forschungen mit allen hier einschlägigen Mitteln sorgsam getrieben werden sollten.


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