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DG1G/Exkurs über Germanisch und Deutsch

aus AufEinWort, der freien Forschung

Die Geschickte macht uns mit den Eigentümliclikeiten der alten wie der neuen Sprache bekannt.

Je weiter wir zurückgehn desto größer ist noch ihre sinnliche Gewalt. Die alte Sprache ist rein, voll und woltönend in ihren Lauten, ohne das Rauhe und Harte irgend zu scheuen, hat sie Milde und Weichheit; ihre Biegungen und Gelenke sind manigfalt, frisch und schwungkräftig; in der Syntax zeigt sie freie, leichte Bewegungen, deren Anmut und kKihnheit überraschen; ein außerordentlicher Wortvorrat bietet unabgenutzte Wurzeln dar in fast vollständiger Entfaltung. Man kann diese innere, leibliche Stärke der alten Sprache vergleichen dem scharfen Gesicht, Gehör, Geruch der Wilden, die einfach in der Natur leben und sich gesunder, behender Gliedmaßen erfreuen. Es waltet überhaupt mehr unbewuste Kraft als verbraucht wird, und manches Geheimnis, nach dem niemand fragt; zwischen den Gesetzen der Laute und Flexionen besteht noch ein wunderbarer Zusammenhang, den bloß der unempfundne Gebrauch erhält.

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  1. ↑ 1) Der ihn sogar auf belgische oder iberische Stämme erstreckt, die mit den wahren Germanen in enge Berührung kamen. Paemani erinnert an Germani.
  2. ↑ 2) Er hatte weder Alamannen noch Franken besiegt, und die fränkischen Könige verübelten ihm, nach Agathias, seine Anmaßung.
  3. ↑ "Germanen, die jetzt Franken gerufen werden"
  4. ↑ "die Franken, diese Germanen werden Malaien genannt"
  5. ↑ 1) Nur kein zusammengesetztes Her-man, Ari-man darf man sich einbilden.
  6. ↑ 2) Wer getraute sich es nachzucken zu fühlen in den Sagen des Mittelalters von Abkunft der Baiern aus Armenien, verglichen mit dem Ormanie, Ermonie andrer unsrer Überlieferungen?
  7. ↑ 'nicht nur erröten und die Haare bändigen, sondern auch die germanische Sprache lernen und barbarische Namen tragen'
  8. ↑ 'wilde und unwissende germanische Völker'
  9. ↑ 'ein Volk der Bajuwaren, gelegen am äußersten Ende Germaniens'
  10. ↑ "Daher kommt es, dass unter der schmalen Achse so viele Volksmassen entstehen, dass nicht zu Unrecht die gesamte Region des Tanais bis zum Westen gehalten wird, obwohl jeder Ort darin mit seinem eigenen Namen genannt wird, wird er dennoch mit diesem Namen bezeichnet der allgemeine Begriff Germanien ... noch sind aus Germanen andere wilde und barbarische Nationen hervorgegangen." Quelle: "De Germania, quod plures nutriat populos, ideoque ex ea multae gentes egrediantur. (0433A) Septentrionalis plaga, quanto magis ab aestu solis remota est, et nivali frigore gelida, tanto salubrior corporibus hominum, et propagandis est gentibus magis coaptata: sicut e contra omnis meridiana (0434A)regio, quo solis est fervori vicinior, eo semper morbis abundat, et educandis minus est apta mortalibus. Unde fit ut tantae populorum multitudines, Arctoo sub axe oriantur: ut non immerito universa illa regio Tanai tenus, usque ad occiduum, licet et propriis loca in ea singula nuncupentur nominibus, generali tamen vocabulo Germania vocitetur; quamvis et duas ultra Rhenum provincias Romani, (0435A)cum ea loca occupassent, superiorem, inferioremque Germaniam dixerint. Ab hac ergo populosa Germania, saepe innumerabiles captivorum turmae abductae meridianis populis pretio distrahuntur; multae quoque ex ea, pro eo quod tantos mortalium germinat, quantos alere vix sufficit, saepe gentes egressae sunt, quae nihilominus, et partes Asiae, sed (0436A)maxime sibi contiguam Europam, affixerunt. Testantur hoc ubique urbes erutae, per totam Illyricum, Galliamque: sed maxime miserae Italiae, quae pene omnium illarum est gentium experta saevitiam Gothi siquidem, Wandalique, Rugi, Heruli, atque Turcilingi, nec non etiam aliae feroces, et barbarae nationes e Germania prodierunt." Übersetzung: Über Germanien, weil es viele Völker hervorbringt und deshalb viele Völker daraus hervorgehen. (0433A) Je mehr die nördliche Region von der Hitze der Sonne entfernt und durch die Kälte des Schnees gefroren ist, desto gesünder für die Körper der Menschen und für die Nationen durch Fortpflanzung zugänglicher: genauso Im Gegenteil, jede südliche (0434A) Region, die näher an der Hitze der Sonne liegt, ist immer anfällig für Krankheiten und eignet sich weniger für die Ausbildung von Sterblichen. Daher kam es, dass unter der Achse des Árctos so viele Scharen von Völkern entstanden, so dass nicht unverdienterweise die gesamte Region Tanais bis zum Westen, obwohl jeder Ort darin seinen eigenen Namen trägt, dennoch den Namen trägt allgemeiner Begriff Germania; Obwohl die Römer auch die beiden Provinzen jenseits des Rheins besetzten (0435 n. Chr.), nannten sie bei der Besetzung dieser Orte Ober- und Untergermanien. Aus diesem bevölkerungsreichen Gemanien werden daher oft unzählige Scharen von Gefangenen von den Völkern des Südens um einen Preis fortgeführt; Auch viele Nationen sind oft ausgezogen, weil es so viele Sterbliche hervorbringt, dass es kaum ausreicht, sie zu ernähren, was jedoch Teile Asiens, vor allem aber (0436A) Europa, das an sie grenzt, betroffen hat. Dies wird überall durch die geplünderten Städte in ganz Illyrien und Gallien bezeugt; am elendsten aber ist Italien, das fast alle diese Nationen darstellt und die Grausamkeiten der Goten, der Vandalen, der Rugier, der Heruler und der Turkilinger erlebt hat, und nicht aus Germanien kamen nur andere wilde und barbarische Nationen.
  11. ↑ "Deutsche Pferdezäume, sächsische Sättel geschmiedet."
  12. ↑ 1) unter den visigothischen Königen folgt auf Theudis ein Theudisclus (Isidori chron. goth. aera 569. 580.) oder ist dieser name entstellt aus Theudegisclus? (Prokop de b. goth. 1, 11.) Anm. KF: Teudegisclo (lateinisch: Theudegisclus; griechisch: Θευδέγισκλος, Theudégisclos), Tiudigisclo (lateinisch: *Thiudigisclus) oder Tiudisclo (lateinisch: Thiudisclus)[1] war ein ostgotischer Adliger des 6. Jahrhunderts. Er war der Sohn von König Theodatus (reg. 534–536) und seiner Frau Gudeliva sowie der Bruder von Theodenanda. Laut Procopius wurde er nach der Ermordung seines Vaters Ende 536 von Vitige (reg. 536–540) unter Bewachung gestellt, möglicherweise in Rom.[2] Der Grund für seine Verhaftung könnte neben persönlichen Wünschen und Ansprüchen auf den Thron auch seine wahrscheinliche Neigung zu einem Abkommen mit dem Byzantinischen Reich gewesen sein, wie auch andere Verwandte von ihm (Theodatus, Ebremundo, Amalasunta und Matasunta).[3] Er gehörte der Amalos-Dynastie an.[4] Garcia Moreno schlug vor, er sei der Vater von Gosuinda, dessen Name möglicherweise von Gudelivas Namen inspiriert war.[5]
  13. ↑ 2) Sozomenus braucht von den gothischen Barbaren ὲλληνῐκῶς = εθνικός (deutsche mythol. p. 73) vgl. ὲλληνῐς = gentilis Marc. 7, 26. goth. haiþnō. Venantius Fortunatus versteht unter barbara femina eine germanica. barbara femina = Babarenfrau "nicht zu vergleichen mit dem Schrei einer Barbarenfrau und all dem Kummer der Tropfen, die im See schwimmen. Jeder hatte seine eigenen Tränen, ich allein, aber alle: dieser öffentliche Kummer ist für mich privat," Quelle germanica = Germanin
  14. ↑ 3) Aus gleichem Grund war den romanischen Völkern lingua romana die Vulgärsprache, lingua rustica, entgegengesetzt der lateinischen Kirchensprache; roman, romanze ein in der Vulgärsprache verfaßtes Gedicht oder Lied.
  15. ↑ "denn ihre Zunge soll faul und labernd sein"
  16. ↑ 'Sie lebten auf der Insel Visclae, umgeben von einem flachen Bach, den sie als ihr Heimatland Gepiden nannten' Sie lebten auf der Insel Visclae, umgeben von flachen Bächen, die sie als ihre Muttersprache Gepiden nannten
  17. ↑ 4) ôs, ostium fluminis, wie altn., und lat. ōs, ōris; ob nicht in gêpid etwas Ähnliches liegt? vgl. altn. gap (hiatus, ōs, vorago.)
  18. ↑ "bei ihrer Sprache lang- bedeutet lang, bard- bedeutet Bart" (Langbärte)
  19. ↑ des Teiches, die in ihrer Sprache "lama" (lang. 'Lache (Teich)' genannt wird.
  20. ↑ auf den offenen Weiten, die in der barbarischen Sprache Feld genannt werden
  21. ↑ "Alle diese waren Adlige, denn so wurde unter ihnen eine bestimmte Adelslinie genannt."
  22. ↑ "Die Sippen der Langobarden, also Generationen oder Linien"
  23. ↑ "ein strātor, den sie in ihrer eigenen Sprache marpahis nennen"
  24. ↑ mit starken Messern, die allgemein Scramasaxes genannt werden
  25. ↑ Holzschalen, die allgemein bakkhinon (gall. "Schalen") genannt werden
  26. ↑ "„die Meerenge, die in unserer eigenen Sprache Marcfleot genannt wird.“"
  27. ↑ "an einem sehr berühmten Ort, der allgemein Tomevorðig genannt wird"
  28. ↑ das von ihnen als Laestingaeus bekannt ist und von ihnen gegründet wurde
  29. ↑ das heute von den Engländern Verlamacaestir oder Vaetlingacaestir genannt wird
  30. ↑ was die Rasse der Engländer Hrofaes caestrae nennt
  31. ↑ von einem Ort namens Vilfaraesdun, das heißt dem Berg Vilfari
  32. ↑ in einer bestimmten Burg, die in der englischen Sprache Cnobheresburg heißt, das heißt die Stadt Cnobhere
  33. ↑ "welches Rendlaesham genannt wird, das heißt das Herrenhaus von Rendil"
  34. ↑ die Heruteu heißt, das heißt die Insel der Hirsche
  35. ↑ die Strenaeshalch genannt wird, was als Bucht des Leuchtturms interpretiert wird
  36. ↑ an einem Ort namens Hreutford, das heißt einer Furt aus Schilf
  37. ↑ "mit dem Begriff Selaeseu, der auf Lateinisch die Insel des Meereskalbs genannt wird"
  38. ↑ "zu tuifyrdi, was eine doppelte Furt bedeutet"
  39. ↑ dies ist, das ist
  40. ↑ was die Alamannen sagen, was die Bajuvaris sagen
  41. ↑ 1) Belege gesammelt RA. 2. 3.
  42. ↑ "das heißt, streicheln. in der Nähe des Ortes, der nach der Rede dieser Bürger oder der gesamten Volkssprache Hrachatom genannt wird"
  43. ↑ "im Land derer, die in der ländlichen Sprache von Ostor Westeraeche genannt werden"
  44. ↑ "Land erinnernde Stimme"
  45. ↑ "donnernde Synode" oder Zusammentreffen der Touronen
  46. ↑ "dass sich jeder Bischof offen bemühen sollte, die Predigten in die ländliche römische Sprache oder die theotische Sprache zu übersetzen, damit die Gemeindemitglieder endlich verstehen können, was gesagt wird"
  47. ↑ was ich in der Sprache der Thiudiscans gelesen habe, das heißt, es wird Waffenniederlegung genannt
  48. ↑ der Sammlungen, die die theudiskischen Sprache heriszuph nennt
  49. ↑ "die Ankündigungen von König Hludovicus in Confluente in der Sprache der theodischen"
  50. ↑ 2) wurde die Stelle schon in diesem Jahr niedergeschrieben, so liefert sie das älteste Zeugnis; die Redaktion scheint aber erst später vollführt.
  51. ↑ Den König in der Armee zurücklassen und dort das, was in der theodischen Sprache harisliz genannt wird
  52. ↑ "wenn man die Sprache der Barbaren spricht, die sie Deutsche nennen"
  53. ↑ Das Patronym der Franken gemäß der theodiszischen Sprache
  54. ↑ Gedichte der theodiskischen Sprache
  55. ↑ von wem (den Nordmannen) sie stammen, die die theodizische Sprache sprechen
  56. ↑ "Auf welche Weise wird das Haus Gottes das Theotische genannt? Ich sage es aber auch gemäß unserer Barbarei, die theotisch ist ... und es gibt viele Theotisten von den Lateinern ... insbesondere von den Goten ... zu der Zeit, als sie (die Goten) zum Glauben an Christus geführt wurden und unter uns in den Provinzen der Griechen lebten, führten sie einen Diskurs theotisch"
  57. ↑ 'Auf Wunsch einiger schrieb ich ihnen die Evangelien auf theotisch'
  58. ↑ Die von den Theotischen verfassten Lehren werden uns wegen der Barbarei dieser Sprache immer in Erinnerung bleiben
  59. ↑ denn ich habe ... einen Teil der Evangelien geschrieben, der auf Französisch verfasst war
  60. ↑ "warum der Autor dieses Buch theotisch diktiert hat"
  61. ↑ "so dass das ganze Volk, das seiner Herrschaft unterworfen war und die teutische Sprache sprach, die gleiche Vorstellung von der göttlichen Lektion erhielt"
  62. ↑ 'deutsche Leute'
  63. ↑ 'Die Vereinigung wird oft deutsch Perula genannt'
  64. ↑ "es sind Büschel, die wir in thiudisce "Wollen" nennen"
  65. ↑ larus heißt auf Deutsch mêh
  66. ↑ 1) 'barbarice clamans au wê mir wê! casus S. Galli (Pertz 2, 98.)
  67. ↑ "barbarische Lieder"
  68. ↑ "Volkslieder"
  69. ↑ "Nichtjüdische Lieder"
  70. ↑ Anm. KF: "Sowohl Vorbemerkung wie Regest erkennen richtig den Zusammenhang zwischen Teutisci und Bayern, mögen auch die Terminologie wie die Ausschließlichkeit der Aussage anachronistisch und übertrieben sein. Auf einen älteren italischen Beleg für Teotisch(i) (816 VII 19) macht Jarnut, Bergamo 19 mit Anm. 42 und 141 mit Anm. 92, nach Codex diplomaticus Langobardiae n. 92; col. 173, aufmerksam; siehe demnächst in den MIOG. 312 Brühl (wie Anm. 311), dessen Überlegungen zu den „Anfängen der deutschen Geschichte" schon vor mehr als zwei Jahrzehnten lebhaft begrüßt wurden (siehe M I O G 82, 1974, 509 f.), fällt hier der üblichen frankozentrischen Betrachtungsweise zum Opfer, so daß er die bayerische Zwischenstufe der von ihm schon seinerzeit zurecht als langwierigen Prozeß beschriebenen deutschen Nationswerdung übersehen muß. (Quelle)
  71. ↑ sogar bis zur scharfen Spitze, die schließlich deutsch „Wassinbarsch“ genannt wird
  72. ↑ Kisten zum Platzieren von Bienen, die im Land Cidelwida genannt werden
  73. ↑ zu einem Baum, der allgemein Melboom genannt wird
  74. ↑ 1) Aus dem T dieses romanischen tyois, tiesc haben die mhd. Dichter des 13 Jh. ihr unorganisches tiutsch für diutscb, das gleichwohl immer noch daneben durchbricht.
  75. ↑ 2) wenn p. 14 dûtsc und dietsc seltsam nebeneinander stehn, scheint mit jenem Hochdeutsch gemeint? doch p. 26 in dûtscer tale und p. 90 dûtscen für niederdeutsch.
  76. ↑ "die teotonische oder deutsche Sprache"
  77. ↑ "Der Text des Sakramentes ist an manchen Stellen in teutonischer Sprache verfasst"
  78. ↑ "barbarisch zu schreiben und zu lesen"
  79. ↑ "teutonisch und romanisch"
  80. ↑ "daher wird es in teutonischer Sprache gesungen"
  81. ↑ "an der Grenze des Königreichs der Franken und der Teutonen"
  82. ↑ 1) in Donnizos Mathildis (h. Leibn. 1, 659): haec apices dictat, scit theutonicam bene linguam, haec loquitur laetam quin francigenamque loquelam.
  83. ↑ 2) Rudolf von Ems in seiner Weltchronik (Diut. 1, 64): 'Strāgburc in lingua latina heiʒet Argentina, in tiuschi ein silberstat genant.
  84. ↑ Seine Barbarei und Redewendungen, die noch immer die Teutonen beeinflussen, dürfen nicht plötzlich lateinisch werden
  85. ↑ "die Sprache nicht kann"
  86. ↑ 1) andere Stellen sammelt Leyser im Glossar zu den Predigten p. 141 mit der richtigen Erklärung vulgo, im vulgari lingua.
  87. ↑ 2) vgl. diop (für) diupic (furtivus); riomo (lorum) riumîn (loreus); liobt (lux) liuhtan d. i. liuhtian (lucere.)
  88. ↑ "damit ich es mir zurückgebe, damit ich mir meine Familie, meine Verwandten zurückgebe"
  89. ↑ "derselben Rasse und Familie"
  90. ↑ 1) hier folgt -t aus der notkerschcn regel; anders als bei dem mhd. tiuten.
  91. ↑ 1) vor alters auch Gallisch, Keltisch? Waltharius p. 86..
  92. ↑ 2) gött. anz. 1833, 1590. 1591.
  93. ↑ König Hialprekr Völsungasaga
  94. ↑ 3) Man hat auch das armor. tut (gens) cymr. tud (terra) verglichen, alltud (alienigena) ahd. elidiotic. doch das armor. téôd (Zunge) Legonidec 433 scheint gekürzt aus tevod , wie das cymr. tafod lehrt. Bemerkenswert sonst, daß slav. ïazyk (poln. ięzyk, böhm. gazyk) eigentlich Zunge (das Glied), dann Sprache, den Begriff von naród, ἔθνος annimmt, und ïazytscheski ist ethnicus, heidnisch, þiidisk; so wie auch das mhd. sprâche, selbst nhd. sprache, obwol nie die leibliche Zunge bedeutend, für Volk gebraucht werden; lauter Bestätigungen des Übergangs von þiuda in Sprache.
  95. ↑ 1) fornmannasögur XII, 345. auch in den friesischen Quellen Saxa für Deutscher gesetzt (Richthofen 149. 150.) Da nun im Norden der Deutsche nicht selten von seiner Lage bloß der Südliche (Sûðrœnn, Sunnmaðr genannt wird, so ist bemerkenswert daß in einem Eddalied ein Anführer oder Priester der Deutschen (Sunnmanna gramr) den eigennamen Saxi führt (Sacm. 237. 238.)
  96. ↑ 2) vgl. vorhin s. 19, und die franz. Benennung jargon, ital. gerigonza.
  97. ↑ * ) So muß man sich, unverächtlich, ausdrücken, gemein im Sinne von vulgaris verstanden, ein Begriff der, wie gezeigt worden ist, anfangs selbst der nunmehr gehobnen Benennung Deutsch anhaftete, in Mundart allein liegt bloß διάλεκτος ἰδιωτισμός was von jeder Eigenheit ebenwohl der Schriftsprache gilt; gleich unbestimmt scheint Volkssprache, das zwar die Sprache des gemeinen Manns, aber auch des Volks überhaupt bezeichnet, verletzender sind die Ausdrücke grobe, rohe , niedrige, platte Mundart, span. language tosco franz. langage grossier, bas langage, patois ital. dialetto piatto, triviale; platt reden ist gemein, grob und bäurisch reden, was ebensowohl jeden andern als den sächsischen Vulgärdialekt bezeichnet, da aber die sächsische Mundart der hochdeutschen Schriftsprache überhaupt entgegen trat, haben Plattdeutsch und Niederdeutsch notwendig den Begrif der vernachlässigten und zurückweichenden sächsischen Vulgärsprache erhalten müssen und der Name Hochdeutsch für die veredelte Schriftsprache steht umso mehr gerechtfertigt. Ten Kate nennt sein feines Niederdeutsch verheven, und wir stellen den höheren Stil, die erhabene Schreibart als die feierliche Sprache der vertraulichen des gewöhnlichen Lebens gegenüber.