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Gehalt

aus AufEinWort, der freien Forschung
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ge-halt Vorlage:ahdt.-dt. m. ‘Inhalt, Anteil’,

  • smhd. gehalt ‘Gewahrsam, Gefängnis, innerer Wert’
  • ist Verbalabstraktum zu
    • mhd. gehalten ‘still halten, festhalten, bewahren, gefangennehmen’
      • (durch Präfix verstärktes halten, s. d.; vgl. ahd. gihalto ‘Hüter, Wächter’, 9. Jh.).
    • Entsprechend steht noch heute südd. Gehalt für ‘Behältnis’ (z. B. ‘Zimmer, Schrank’).
  • Die heutige Bedeutung ‘Bestandteil, Inhalt’ entwickelt sich im 15. Jh.
    • Sie gilt zuerst für den Silber- oder Goldanteil von Münzen,
    • im 17. Jh. für den Anteil chemischer Substanzen in einer Mischung;
    • im 18. Jh. begegnet der heute übliche übertragene Gebrauch
      • (vgl. innerer Gehalt, der wahre Gehalt der Worte, Gehalt und Form).
  • Zu halten im Sinne von ‘unterhalten’ gehört Gehalt n. ‘Besoldung, Einkommen’ (18. Jh., anfangs auch m.),
    • eigentlich ‘Unterhalt ohne Gegenleistung’,
    • vgl. Gnaden-, Witwengehalt (18. Jh.).