Gehalt
Erscheinungsbild
ge-halt ahd.-deu. m. ‘Inhalt, Anteil’,
- smhd. gehalt ‘Gewahrsam, Gefängnis, innerer Wert’
- ist Verbalabstraktum zu
- Die heutige Bedeutung ‘Bestandteil, Inhalt’ entwickelt sich im 15. Jh.
- Sie gilt zuerst für den Silber- oder Goldanteil von Münzen,
- im 17. Jh. für den Anteil chemischer Substanzen in einer Mischung;
- im 18. Jh. begegnet der heute übliche übertragene Gebrauch
- (vgl. innerer Gehalt, der wahre Gehalt der Worte, Gehalt und Form).
- Zu halten im Sinne von ‘unterhalten’ gehört Gehalt n. ‘Besoldung, Einkommen’ (18. Jh., anfangs auch m.),
- eigentlich ‘Unterhalt ohne Gegenleistung’,
- vgl. Gnaden-, Witwengehalt (18. Jh.).