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-enz

aus AufEinWort, der freien Forschung
Wrtndng

-enz lat.-deu. '-end, -heit, -keit, -ung'

v. lat. -entia.

Suffix, f

Singular Plural
Nominativ die -enz die -enzen
Genitiv der -enz der -enzen
Dativ der -enz den -enzen
Akkusativ die -enz die -enzen
Worttrennung:
-enz, Plural: -en·zen

Aussprache:

IPA: [ˈɛnt͡s]

Bedeutungen:

[1] nachgestelltes Wortbildungselement, das Verben unter Wegfall des Wortelements -ier zu Substantiven ableitet
[2] nachgestelltes Wortbildungselement, das auf -ent endende Adjektive zu Substantiven ableitet

Sinnverwandte Wörter:

[1, 2] -anz

Oberbegriffe:

[1] Lehnsuffix

Beispiele:

[1] Der Lumineszenz eröffnet sich eine großartige technische Perspektive.
[1] Lumineszenz stammt von lumineszieren.
[2] Nach einer Phase der Nüchternheit und des Pragmatismus in den neunziger Jahren beobachten wir derzeit wieder einen Trend zurück zur Opulenz.[1]
[2] Opulenz stammt von opulent.

Wortbildungen:

siehe ausschließlich: Verzeichnis:Deutsch/Wortbildungen/-enz

-enzen[1]

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[1845] -Ênzen, eine Endung gewisser Zeitwörter, welche eine Nachahmung bedeuten, und aus Hauptwörtern gebildet werden.

  • Bockenzen, nach dem Bocke riechen,
  • Kupferenzen, nach Kupfer schmecken,
  • bergenzen, sich auf bergmännische Art betragen,
  • brenninzen, in Schlesien, nach dem Brande schmecken,
  • schlammenzen, fischenzen, nach dem Schlamme schmecken, nach Fischen riechen,
  • u.s.f.

Im Hochdeutschen sind diese Zeitwörter, wenigstens in der guten Schreibart, völlig unbekannt. Faulenzen ist auch im Hochdeutschen, doch nur in den niedrigen Sprecharten gangbar. Im Oberdeutschen kommen sie häufiger vor, wo in einigen Gegenden auch dafür – einen üblich ist, wenn von der Ähnlichkeit des Geschmackes oder Geruches die Rede ist:

  • kupfereinen, nach Kupfer schmecken,
  • biereinen, nach Bier riechen,
  • raucheinen, räucherig schmecken.

Frisch glaubt, daß diese Endung von ein komme, und so viel bedeute, als mit etwas überein kommen. Vielleicht rechnet man sie richtiger zu der adjectivischen Endung -en, welche die Materie bedeutet, aus welcher eine Sache bestehet, und die im Oberdeutschen noch jetzt ein lautet, oder zu dem alten Zeitworte ahnen, überein[2] kommen, S. ähnlich, Anm. und -en 3.

  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1845. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000130990 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 1845 Kategorien: Lexikalischer Artikel
  2. ↑ Anm. KF: sich "einen"