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Äquivokation

aus AufEinWort, der freien Forschung

Äquivokation "Gleichlautung"

Anm. KF:Ein Homonym ist der gleiche Name oder die gleiche Benennung für verschiedene Dinge, Begriffe, Wesenheiten. Bei Dingen und Begriffen nennt man ein Homonym auch Äquivokation. Ein Beispiel für Homonymität im Sinne einer Äquivokation ist die Benennug Tau für ein Seil, Tau für den morgendlichen Niederschlag, Tau für den 19. Buchstaben des griechischen Alphabet u. weitere Benennungen, die den gleichen Wortlaut und meist auch die gleiche Schreibweise in der eigenen Sprache haben.

Äquivokation

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Äquivokation
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Homonymie
verschiedene Bedeutung,
oft verschiedene Herkunft
 
Polysemie
gemeinsame Wurzel
und/oder abgeleitete Bedeutung,
z. B. Läufer (Sportler/Schachfigur)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Homographie
gleiche Schreibweise,
verschiedene Bedeutung,
oft verschiedene Aussprache,
z. B. mōdern (verwesen) und
modérn (fortschrittlich)
 
Homophonie
gleiche Aussprache,
verschiedene Bedeutung,
oft verschiedene Schreibweise,
z. B. malen und mahlen
 
Äquivokation, Homonymie und Polysemie im Verhältnis

Äquivokation gehört das Adjektiv äquivok; Etymologie: spätlateinisch aequivocus „gleichlautend, mehrdeutig“, aus aequus „gleich, eben, geebnet, flach, …“ und vocare „lauten“.

Homonym

Äquivokation (von lateinisch aequus ,gleich‘ und vocare ,rufen‘) ist die Information, die bei der Übertragung über einen Kanal zwischen einer Informationsquelle (Sender) und einer Informationssenke (Empfänger) verloren geht. Der Terminus ist in diesem Zusammenhang als Informationsgehalt zu verstehen und geht auf die Informationstheorie von Claude Shannon zurück, welcher die Grundlagen für diese in den 1940er Jahren legte.
Der abstrakte Begriff eines „Informationskanals“ kann sich in praktischen Realisierungen über den Ort (z. B. eine Nachrichtenverbindung zwischen zwei Punkten; → PTP) oder über die Zeit (z. B. in Form eines Datenspeichers) erstrecken.

Definition

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Modell eines Kanals mit Quelle H(X) und Senke H(Y) und der Äquivokation H(X|Y)

Die mathematische Definition des Informationsgehalts ist eng an die Entropiefunktion H(A) gekoppelt, wobei die Zufallsvariable A die Menge aller möglichen Symbole im Übertragungskanal beschreibt. Eine Informationsquelle sendet nun, wie in rechter Abbildung dargestellt, H(X) über einen Kanal zur Informationssenke welche H(Y) empfängt. Y kann zu X zufolge einer am Kanal eingebrachten Fehlinformation H(Y|X) bzw. zufolge der am Kanal auftretenden Äquivokation H(X|Y) unterschiedlich sein. Die Schreibweise H(A|B) steht für die bedingte Entropie mit den beiden Zufallsvariablen A,B.

Als bedingte Entropiefunktion H(X|Y) lässt sich die Äquivokation, mit I(X;Y) der Transinformation zwischen Quelle und Senke, ausdrücken als:

H(X|Y)=H(X)−I(X;Y)

Als eine Wahrscheinlichkeitsfunktion P(.) lässt sich die Äquivokation mit dem Logarithmus zur Basis 2 ausdrücken als:

−∑i∑jP(xi,yi)log2P(xi|yj)

Quellen

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  • Jürgen Lindner: Informationsübertragung. Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2005, ISBN 3-540-21400-3, S. 313.
  • Johann Blieberger, Bernd Burgstaller, Gerhard Helge Schildt: Informatik. Grundlagen, 4. Auflage, Springer Verlag, Wien GmbH, Wien 2002, ISBN 978-3-211-83710-8, S. 30–31.
  • Hermann Rohling: Einführung in die Informations- und Codierungstheorie. B.G. Teubner, Stuttgart 1995, ISBN 978-3-519-06174-8, S. 42–50.