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-ös

aus AufEinWort, der freien Forschung

o- + -s | o + s | dt. ös, frz. -eux, lat. -ōsus, -ōsos, -entus, -ōsa, -ōsum, -ose, -ous; agr. -eis

ös,eux,osus

Eigenschaft, Eigenart habend, tuend, seiend; Eigenschaft, Eigenart verstärkend;


Anmerkung:

Nach z, nach getilgtem -ie, -ion, -ium steht -iös.

Nebenformen:

-os; nach z, nach getilgtem -ie, -ion, -ium: -ios

Bedeutungen:

[1] nachgestelltes Wortbildungselement zur Ableitung von Adjektiven, mit Bezug zum genannten Substantiv: beschaffenwie, gleichend, ähnelnd

Herkunft:

französisch -eux, altfranzösisch -o(u)s, aus dem Lateinischen -osus → la; die deutsche Verwendung richtet sich nach der mittelfranzösischen Aussprache, im modernen Französisch hingegen erklingt ein „s“ lediglich im Femininum -euse(s); ursprünglich war die Endung nur als Bestandteil französischer Lehnwörter gebräuchlich, in der Studentensprache des 18. und 19. Jahrhunderts wurde das Suffix aber auch unabhängig davon für Neologismen verwendet, so zum Beispiel in philiströs [Quellen fehlen]

Sinnverwandte Wörter:

[1] -artig, -gleich, -mäßig

Beispiele:

[1] Ein desaströser Ausgang einer Geschichte ist ein Ausgang, der einem Desaster ähnelt.