Zum Inhalt springen

Akkusativ

aus AufEinWort, der freien Forschung

Akkusativ ml. lat.-deu. ‘Wenfall’, eigntlch 'Verursachfall'

  • vierter Fall der deutschen Deklination,
  • Dies eine Fehlübersetzung
    • von mißverstandenem grie. ptṓsis aitiatikḗ (πτῶσις αἰτιατική) ‘Ursache und Wirkung betreffender Fall’,
      • das nicht zu grie. aitiā́sthai (αἰτιᾶσθαι) ‘beschuldigen, anklagen’ (entsprechend lat. accūsāre) gehört,
        • sondern Adjektivableitung von á͞ition (αἴτιον) ‘Ursache, Grund’ ist.
        • Demnach bedeutet grie. aitiatikós (αἰτιατικός) ‘verursacht, bewirkt’,
        • und ptṓsis aitiatikḗ bezeichnet exakt die Größe, auf die der Verbalbegriff am entschiedensten einwirkt oder die er verursacht.
  • Dem Wortsinn von lat. accūsātīvus folgen Verdeutschungsversuche wie
    • Klagendung (Gueinz 1641),
    • Klagefall (Lessing 1759),
    • die sich jedoch nicht durchsetzen können.
  • Der Terminus erscheint lange Zeit nur in lat. Form und Flexion (seit etwa 1400),
    • eingedeutschtes Akkusativ
    • setzt sich erst im 19. Jh. durch.