Anmerkung:MFCG/1:17-51:68
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Zu dem cusanischen Begriff der Konjektur vgl. De coni. I, 13 (Pariser Ausg. [= P] 48r): »Die Konjektur ist eine positive Aussage (assertio), die in Andersheit (in anderen Kategorien als denen des Realgegenstandes selbst) an der Wahrheit, wie sie ist, partizipiert.« Die Konjekturen bestehen mithin in innerlich-analogen oder metaphorisch-symbolhaften, nicht aus direkter Erfahrung entspringenden Aussagen oder Erkenntnissen. Das Moment der Ungewißheit liegt nicht ohne weiteres in dem Begriff. Auch das »daß« konjekturaler Aussagen bezeichnet Nikolaus wiederholt als gewiß oder sogar höchst gewiß.