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Zwölfter Brief

aus AufEinWort, der freien Forschung

ZWÖLFTER BRIEF

PLATON WÜNSCHT DEM TARENTINER ARCHYTAS HEIL UND SEGEN DER VERNUNFT IN ALLEN SEINEN HANDLUNGEN

[359 St.3 C] Die von dir zugeschickten Abhandlungen habe ich mit außerordentlichem Vergnügen empfangen und empfand die größte Freude über ihren Verfasser, ja der Mann schien mir würdig seiner alten Vorfahren zu sein. [D] Denn, wie bekanntlich berichtet wird, waren diese seine Vorfahren außerordentliche Männer, und sie zählten zu den unter Laomedon empörten Troern, gesinnungstüchtige Männer, wie die überlieferte Sage verkündet. Was jene Abhandlungen anlangt, welche du in deinem Briefe von mir verlangt hast, so sind diese noch nicht ausgearbeitet, sondern im Zustand der ersten Entwürfe, in denen ich sie dir sende. In Bezug auf die nötige Behutsamkeit sind wir wohl eines Sinnes, so dass es darüber keiner Erinnerung bedarf.