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DG1G/Exkurs über Germanisch und Deutsch/11

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Nun weist uns aber O. noch ein adj. und adv. gleicher Bildung: 'ih ni bin gisentit hera in worolt, nisì, theih giduê githiuti thie mines fater liuti' III. 20, 24 (in Bezug auf Matth. 15, 24), was zu sagen scheint: ut ad me recipiam, ut mihi domesticos, familiäres reddam[1], denn eine Glosse Diut. 1, 162 hat uncadiuti, ungidiati barbarus. Dem barbar, dem Fremden, der nicht von derselben diot ist, steht entgegen gidiuti, ejusdem gentis ac familiae,[2] so daß der oben entwickelte Begriff umspringt, im römischen und lateinischen Sinn ist gidiuti, im deutschen ungidiuti der barbarus. Im adv. könnte man bloße Ausfülung sehn, wie O. solcher Flickwörter in Menge einschiebt: weltit er githiuto managero liuto I. 1, 101; ward githiuto kuning thero liuto I. 3, 20; guallicbi githiuto therero lantliuto I. 15, 20; thu bist hiar githiuto meistar therero liuto II. 12, 53; folgètamo githiuto almenigi thero liuto H. 24, 8; bist kuning ouh githiuto therero lantliuto IV. 4, 44; bist kuning githiuto managero liuto IV. 27, 26. doch möchte ich ihm diesmal, so wenig als jenem in githiuti, einen genaueren, Sinn absprechen: es geht immer auf den König und Meister, der über sein Volk waltet, dem die Menge folgt, der ihr rühm ist. Man dürfte auslegen: im Volk, unter dem Volk, bei uns, unter uns, was an den für in gidiuti was ein ermittelten Sinn nahe reichte.


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  1. ↑ "damit ich es mir zurückgebe, damit ich mir meine Familie, meine Verwandten zurückgebe"
  2. ↑ "derselben Rasse und Familie"