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DG1G/Von den Vokalen/09

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Allein es ist noch eines großen und durchgreifenden vokalischen Gesetzes für alle deutschen Sprachen zu erwähnen, des der Ablaute, welches an Bedeutsamkeit selbst das der Lautverschiebung überwiegt und ins innerste Mark unserer Wortverhältnisse dringt. Unter Umlaut verstanden wir eine von der Endung. ausgehende Trübung des wesentlich unveränderten Wurzelvokal; der Laut biegt und wendet sich um, bleibt jedoch derselben Art. Ablaut ist vorhanden, wenn der Vokal in einen ganz andern abspringt, ohne daß dabei irgend äußere Einwirkung waltet, es bilden sich bestimmte Reihen, in welchen wenigstens zwei, gewöhnlich aber drei, zuweilen vier Vokallaute an demselben Wort erscheinen und regelmäßig wechseln. Nur da, wo doppelte Konsonanz herscht, hat die Formel bloß kurze Vokale, meistenteils stehn sich kürzen und längen gegenüber, entweder zwei Kürzen einer Länge und zwei Längen einer Kürze, oder eine kürze einer Länge, oder drei Kürzen einer Länge. Das wichtigste aber ist, daß alle Formeln wiederum durch die drei Urelemente a, i, u gelenkt und geordnet werden.


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