▷ ▷Die
Vokale sind entweder kurze oder lange: ein Unterschied der sich auf die Zeit bezieht, binnen welcher sie ausgesprochen werden, der lange Vokal hat das doppelte Maß des kurzen. Soll jedoch der kurze Vokal wirksam sein, so muß ihm einfacher
Konsonant folgen, doppelter Konsonant, wie langer Vokal, zeugt lange Silbe
[1].
Völlig gerecht ist aber die Einteilung nur noch für die alte Periode unsrer Sprache; in der Folge wurde sie durch Mischung des Akzents mit dem Grundsatz der Quantität gestört und bis auf einzelne Nachwirkungen getilgt.
▷ ▷Dem
Kurzvokal gebührt der Rang vor dem
Langvokal: es ist das einfache ursprüngliche
Element, und der Begriff jedes Langvokal setzt zwei Kurzvokale voraus, die ihn hervorbringen. Der Kurzvokal ist erste Potenz, der lange zweite. Da nun das einfache zugleich das ältere, edlere, reinere ist, so ergibt sich für die Geschichte der Sprache der wichtige Satz, daß in ihrem Altertum die kurzen zahlreich sind, allmälich die langen überhand nehmen, die alte Sprache erscheint leichter, die neue schwerfälliger, wo kurzer Vokal waltet geschieht die
Flexion freier, vollkommner, dauernder. Vokalischen Wohllaut begründet gleiche Austeilung der kurzen und langen: wenn die Formen der alten Sprache frisch und lebhaft auftreten, nehmen die der neueren eine
blöde und getrübte Ruhe an.
◀Dem Kurzstimmlaut gebührt der Rang vor dem Langstimmlaut: es ist das einfache ursprüngliche Element, und der Begriff jedes Langstimmlaut setzt zwei Kurzstimmlaute voraus, die ihn hervorbringen, der Kurzstimmlaut ist erste Potenz, der lange zweite Potenz. Da nun das einfache Sein zugleich das ältere, edlere, reinere Sein ist, so ergibt sich für die Geschichte der Sprache der wichtige Satz, daß in ihrem Altertum die Kurzstimmlaute zahlreich sind, allmälich die Langstimmlaute überhand nehmen, die alte Sprache erscheint leichter, die neue schwerfälliger, wo Kurzstimmlaut waltet geschieht die Wortbeugung freier, vollkommner, dauernder. Stimmlautlichen Wohllaut begründet gleiche Austeilung der Kurzstimmlaute und Langstimmlaute: wenn die Wortformen der alten Sprache frisch und lebhaft auftreten, nehmen die der neueren eine blöde und getrübte Ruhe an.
s.
Vokalquantität▷
▷ ▷Zwar erwächst langer Vokal aus zwei kurzen, aber nicht immer wirkt Zusammenfluß zweier kurzen eine lange, binden sich nehmlich zwei kurze dergestalt, daß ihr Zeitmaß nicht verdoppelt wird, sondern einfach bleibt; so geben sie vielmehr einen Teil ihrer vollen, natürlichen Kürze auf, und betragen vereint nur das Quantum der einfachen Kürze, man dürfte das einen gebrochnen Vokal heißen, wobei Art und Weise des Bruchs im allgemeinen dahingestellt bleiben, angenommen, der kurze volle Vokal sei = 1, so würde der lange sein = 1 + 1 = 2; der gebrochne = ½ + ½ (oder ¼ + ¾, oder ¾ + ¼) = 1.
[2]
▷ ▷Unmittelbar hieran hängt nun eine der folgenreichsten Wahrnehmungen, die sich zuerst deutlich in der gotischen Sprache offenbart, dann in allen übrigen deutschen, so wie den urverwandten bestätigt hat, die, daß es überhaupt ursprünglich nur drei kurze Vokale gibt, aus denen sich durch Brechung die übrigen kurzen, durch Doppelung und Verbindung die langen hervortun.
▷ ▷Die organische Dreiheit der kurzen Vokale lautet a, i, u, oder um sie richtiger aufzufassen, so daß aus dem a als der Quelle und Mitte aller Vokallaute einerseits der Tiefpunkt u, andrerseits der höchste Gipfel i entspringt
i a u
was noch sinnlicher dargestellt ist
Aus der Brechung zwischen a und i wird e, zwischen a und u wird o, und das Verhältnis erfüllt sich:
E und i sind die hohen, hellen, o und u die tiefen, dunkeln Vokale, zwischen welchen a die Mitte hält, unrein gesprochen aber dort in ä , hier in å ausweicht[3]. Nur die drei grundvocale a i u sind brechbar, die gebrochnen e und o keiner neuen Brechung fähig.
Auf seinen beiden Enden, dem Gipfel i und dem Abgrund u, grenzt der Vokalismus an den Konsonantismus. Die Halbvokale j und v entwickeln sich[4], bei der Mitte a ist kein solcher Halbvokal denkbar.
▷ ▷A der reinste aller Vokale vermag keinen der beiden andern zu beeinträchtigen, ist aber selbst ihrer unmittelbaren Einwirkung ausgesetzt: das
a der vorhergehenden (meist der Wurzel) Silbe kann getrübt, gedämpft werden durch das
iund
u der folgenden. Dies nennen wir
Umlaut; jeder Umlaut fordert ein
i oder
u der Endung, oder setzt sie theoretisch voraus. Wird die Ursache des Umlauts fühlbar aufgehoben, so tritt Rückumlaut ein, d. h. der ungetrübte Vokal wieder an seine Stelle. Doch war der Umlaut der ältesten Sprache fremd, entsprang erst später und gewann immer größeren Umfang, die geschwächte, erlöschende Endung flüchtete gleichsam in den Laut der Wurzel: er ist also ein jüngerer Behelf, dessen wir nun nicht mehr entraten, die ursprüngliche Vokalfrische gar nicht bedurfte.
[5] Außer dem
a wurden von dem
iallmählich auch die übrigen, kurzen oder langen Vokale der entgegengesetzten dunkeln Reihe angegriffen und umgelautet, während
u auf die ihm gegenübergestellten Vokale der hellen Reihe keinen Einfluß äußert. Überhaupt ist der Umlaut des
adurch
u nur dem altnordischen Dialekt bekannt.
▷ ▷Merkwürdig ist im Althochdeutsch das Verhalten der Endungsvokale auf die Brechung des Wurzelvokals.
A läßt sie zu,
i und
u hindern sie.
Etwas dem Umlaut ähnliches, doch davon verschiednes ist die Assimilation, welche bei mehrsilbigen Wörtern den Vokal der letzten oder vorletzten Silbe in die vorausgegangne überspielen läßt; eine fast nur in althochdeutsch Mundart wahrzunehmende Erscheinung, die aber sehr bald aufhören muß, seit sich alle Flexionsvokale in einförmiges e zu schwächen beginnen.
▷ ▷Unter der Benennung langer Vokale sind sowohl die in einen Laut verbundnen, als die diphthongischen zu verstehn; beiden gebührt jedoch dieselbe, nehmlich doppelte Quantität. Die einfache Länge kann aus zwei gleichartigen kürzen entsprungen, oder aus zwei verschiednen zusammengedrängt sein; der Diphthong setzt zwei verschiedenartige voraus. Beide, greifen in einander über. Ob
Triphthonge statt linden und mit welcher länge? läßt sich im allgemeinen nicht erörtern.
▷ ▷Allein es ist noch eines großen und durchgreifenden vokalischen Gesetzes für alle deutschen Sprachen zu erwähnen, des der
Ablaute, welches an Bedeutsamkeit selbst das der
Lautverschiebung überwiegt und ins innerste Mark unserer Wortverhältnisse dringt. Unter Umlaut verstanden wir eine von der Endung. ausgehende Trübung des wesentlich unveränderten
Wurzelvokal; der Laut biegt und wendet sich um, bleibt jedoch derselben Art. Ablaut ist vorhanden, wenn der Vokal in einen ganz andern abspringt, ohne daß dabei irgend äußere Einwirkung waltet, es bilden sich bestimmte Reihen, in welchen wenigstens zwei, gewöhnlich aber drei, zuweilen vier
Vokallaute an demselben Wort erscheinen und regelmäßig wechseln. Nur da, wo doppelte Konsonanz herscht, hat die Formel bloß kurze Vokale, meistenteils stehn sich kürzen und längen gegenüber, entweder zwei Kürzen einer Länge und zwei Längen einer Kürze, oder eine kürze einer Länge, oder drei Kürzen einer Länge. Das wichtigste aber ist, daß alle Formeln wiederum durch die drei Urelemente a, i, u gelenkt und geordnet werden.
▷ ▷In diesen Ablaut setze ich das eigentliche leben, gleichsam die atmende Kraft der deutschen Wurzeln und finde in seiner anmutigen Abwechslung die Fülle unsers vokalischen Wohllaut.
▷ ▷Alle und jede wesentlichen Vokalerscheinungen der Sprache gehen in dem Ablaut auf und erschöpfen sich durch ihn. Aus der Beschaffenheit eines oder jedenfalls zweier gegebnen Vokale läßt sich auf den noch mangelnden schließen.
▷ ▷Am offensten vor Augen legen uns den Ablaut die Verba der starken Konjugation, welcher, eine große Zahl ist; im Altertum muß sie aber noch weit beträchtlicher gewesen sein, so daß unbedenklich der Reichtum unsrer Wurzeln auf ihnen beruh. Unabhängig von der eigentlichen Flexion, neben ihr und zum Teil ohne sie, hat diese Veränderung des Wurzellaut den Begriff der Vergangenheit auszudrücken. Aus solchen Verbalformen leiten sich andere Verba und Nomina mit gleicher Abstufung der Laute und Ablaute her, und wiederum scheinen daran stärkere oder leisere Unterschiede der Bedeutungen geknüpft.
▷ ▷Doch die Herrschaft des ablautenden Prinzip erstreckt sich weiter als auf die Wurzeln, ich glaube ausfindig gemacht zu haben, daß auch die Vokale der
Nominalflexion und
Verbaflexion, so wie sämtlicher Wortbildungen mit seinen Formeln in unmittelbarer Berührung stehn.
▷ ▷So vielseitige, im ganzen Sprachbau durchsichtige Einwirkungen müssen von jeher darin begründet gewesen und können nichts zufälliges sein, da sich außer den hergebrachten noch andere
Vokalreihen erdenken ließen, die niemals in unarer Sprache angewendet werden. Schon weit früher als ihre Geschichte zurück reicht scheint sie sich in ihnen abgeschlossen zu haben.
▷ ▷Sucht man nach einer gleich bedeutsamen Eigentümlichkeit in den urverwandten Sprachen, so entdecken sich bald entschiedne und überraschende Einstimmungen, die das hohe Alter des Ablaut völlig außer Zweifei setzen, am deutlichsten erhellen sie aus dem
Sanskrit, dem
Griechischen und
Litthauischen, weniger aus dem
Lateinischen und
Slawischen, und hauptsächlich treten sie in den beiden Formeln
i und
u, wiederum aber an dem Verbo, genau in den bezügen unserer Konjugation, hervor, es ist das Lautgesetz, welches die
indischen Grammatiker Guna nennen.
▷ ▷Man hat gegen die Vergleichung des
Ablaut mit der
Gunierung eingewandt, daß diese nur
phonetisch, nicht
dynamischwirke, überall aber von dem Einfluß der Endungen auf den
Wurzelvokal abhänge, sie komme nur zufällig auch in der Konjugation zum Vorschein, habe in ihr keine eigentliche Bedeutung, und namentlich gar nichts mit dem Ausdruck der Vergangenheit zu schaffen.
▷ ▷Wenn, was unleugbar ist, Zusammenhang zwischen
Ablaut und
Guna statt findet, so kann nur eine von zwei Annahmen gelten
- entweder der Ablaut hat sich aus einem allgemeinen Prinzip in ein besonderes verwandelt, ungefähr wie auch der nhd. Umlaut als notwendiger Behelf der Flexion erscheint, da er sie früherhin nur unwesentlich begleitete.
- oder der Ablaut ist ursprünglich ein Gesetz der Konjugation gewesen, das erst aus ihr in die übrige Sprache eindrang und eine Menge von Vokalabstufungen regelte, das Besondere ist zum Allgemeinen geworden.
▷ ▷Für beide einander entgegengesetzte Erklärungen scheinen achtbare Gründe zu streiten: dort ist die anfängliche, nachher verdunkelte Einwirkung der Endungen auf den
Lautwechsel, hier der klarwaltende Erguß der Laute aus dem Herzen der Konjugation durch die ganze Sprache von Gewicht. Wenn Verba die Wurzeln aller Wörter sind, so begreift sich diese von ihrem Mittelpunkt ausgehende Gewalt sehr gut. Es wäre doch seltsam, daß die vereinzelten Nachwirkungen der
Gunaregel im Griechischen sich gerade auch in die Konjugation geflüchtet hätten, wo sie sich eben so wenig als unser Ablaut phonetisch deuten lassen? Soll die dynamische Beziehung des Ablauts etwas jüngeres in der Sprache sein, würde sie nicht, gleich jenem Umlaut immer vorschritte getan haben? wir gewahren aber, so weit die Geschichte unsrer Sprache aufsteigt, umgekehrt, daß die starken Verba beständig abnehmen, und daß überall die früher reinen Ablautsverhältnisse in Stocken und Verwirrung geraten.
▷ ▷Welche von beiden Ansichten man vorziehe, in allem Fall scheint die deutsche Grammatik befugt, den Ablaut als einen ihrer Konjugation tief und von jeher eingeprägten Grundzug aufzufassen da auch jene, gewiß glücklich zu nennende und zum großen Vorteil ausgeschlagne Individualisirung eines allgemeinen Lautgesetzes weit über die Anfänge unsrer Geschichte hinaus reicht. Wer den Ablaut unter Gesichtspunkte, wie sie die Lautlehre des Sanskrit, oder noch andrer Sprachen, an Hand gibt, zerstreuen wollte, liefe Gefahr eine der triftigsten und schönsten Eigenheiten der unsrigen zu verkennen. Es beruht in ihm ein gewisses Formgefühl und Bewußtsein, das anderwärts nur schwächer entwickelt worden ist.
▷ ▷Ich entnehme noch einen Grund für die Notwendigkeit den Ablaut als einen Hebel der Konjugation darzustellen aus der Reduplikation. Auch sie hat größeren Umfang in der alten Sprache gehabt und ließe sich als ein allgemeines Gesetz, das erst unwesentlich in der Verbalflexion zu einfluß gelangt sei und hernach zu bestimmter Bezeichnung der Vergangenheit gedient habe, betrachten. So unvermeidlich aber die Reduplikation in dem indischen, griechischen und selbst gothischen Konjugationssystem, erscheint auch der Ablaut in dem gesammten übrigen deutschen.
▷ ▷Übrigens hat das ganze Farbenspiel der Ablaute es bloß mit den vollen ungebrochnen Vokalen zu tun; für seine Regeln sind Umlaut und Brechung gleichgültig, woraus sich nochmals ergibt, daß diese erst später in die Sprache eingetreten sind.
▷ ▷Nach dieser allgemeinen Üersicht der Vokalverhältnisse ist noch etwas von ihrer Bezeichnung zu sagen, an deren Genauigkeit in der Grammatik höchst gelegen sein muß. Lebendige Sprachen bedürfen ihrer an sich nicht, weil die richtige Aussprache jedem bekannt ist; aber die Zusammenstellung vielfacher Dialekte, noch mehr die Vergleichung urverwandter Sprachen würde ohne solche Sorgfalt einbüßen und unsicher werden. Die Kürze der Vokale ist nun das was immer ganz unbezeichnet bleibt, d. h. angenommen werden muß, wo keine Länge statt findet. Die Länge scheint am zweckmäßigsten durch den Zirkumflex ausgedrückt, wie ihn auch althochdeutsche Handschriften dafür verwenden. Zuweilen ist in ihnen und noch öfter in angelsächsischen und altnordischen Büchern die zweite hälfte des Zeichens abgebrochen, was bei Herausgabe der letztgenannten verleitet hat, den
Akut an die Stelle des Zirkumflexes zu setzen. Wie mir scheint, verwerflich, da der Akut besser für andere Zwecke, teils zur Unterscheidung gebrochner Vokale von Diphthongen, theils zum Ausdruck des wirklichen Akzents gereicht. Punktierte Vokale helfen Umlaute anzeigen, oder auch andere Erscheinungen hervorheben; vorteilhaft können, wo es eigne Typen für einzelne Diphthongen oder für den Umlaut langer Vokale gibt, sie beibehalten werden. Doch in jedem Dialekt mag man ganz unbezeichnet lassen, was einmal bräuchlich ist und nicht weiter stört, der
Gravis dient bloß für den tiefton, nicht um sonstige Beschaffenheiten der Vokale anzuzeigen.
▷ ▷Man lernt die Beschaffenheit der Vokale
- aus Handschritten, welche die Länge sowol durch Gemination des einfachen Vokals als durch dessen Zirkumllexion Ausdrücken, letzteres am sorgsamsten Althochdeutsch bei Notker; unverlässiger sind Angelsächsisch und Altnordisch hss.
- aus den reimen, zumal den reinen mittelhochdeutscher Dichter.
- aus Zusammenhalten der Dialekte unter einander, insofern der eine bloße lange zeigt, wo der andre Diphthong, oder der eine vollen Vokal, wo der andre gebrochnen.
- aus den Gesetzen des Ablauts.
- aus denen des Umlauts.
- aus Verschiedenheit der Ableitung und Flexion, insoweit beide von länge oder kürze der vorhergehenden Silbe abhängen.
- zuweilen noch aus dem Akzent und dessen Verhältnis zur Quantität.
- aus Vergleichung der urverwandten Sprachen in denselben Wörtern.
- aus Behandlung griechischer und lateinischer Wörter, zumal Eigennamen, die in unsre Sprache, gern mit Verlängerung ihrer kurzen Vokale, übergenommen wurden.
▷ ▷Es bedarf kaum der Erinnerung, daß die Vokale der Wurzeln viel leichter zu bestimmen (allen, als die der Endungen, zumal der Flexionen. Jenen sichert die Betonung den Laut, diese haben meist schwachen Ton oder gehn seiner ganz verlustig. Wie mich dünkt hat aber die Grammatik für die Flexionen eine Bestimmung mehr zu wagen als zu verabsäumen: bei Herausgäbe der Quellen läßt sich das Ergebnis schon wieder ermäßigen. Hin und wieder, ohne es zu fühlen, bewahrt die Flexion den altertümlichen Vokalstand, der in den Wurzeln untergegangen ist.
- ↑ 1) im got. hana, halja, im lat cano, calco, galea hat die Wurzet kurzen Vokal und kurze Silbe; im got. manna, hallus, lat canna, callus, gallus kurzen Vokal in langer Silbe. Prosodisch gilt manna gleichviel mit mena, canna mit cānus.
- ↑ 1) diese Vokalbrechung gleicht der Aspiration der Konsonanten.
- ↑ 2) in Farben ausgedrückt ist a weiß, i rot, u schwarz, e gelb, o blau. Orange und violet scheinen prächtige Diphthonge (ei, iu); ái wäre rosa, áu himmelblau.
- ↑ 3) Die slavische Sprache drückt ein verstummendes aber noch fühlbar nachhaltiges i und u durch zwei besondre Buchstaben aus.
- ↑ 1) Der Umlaut hat einige Analogie mit der Wandlung des s in r.