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DILW/4

aus AufEinWort, der freien Forschung

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In Markus 1 gebietet uns der Erlöser, an das Evangelium[1] zu glauben, denn es ist das unauflösliche Wort Gottes (Johannes 10: „Die Schrift kann nicht gebrochen werden“).[2]

Im ersten Brief an die Galater gibt der Apostel der Lehre der Heiligen Schrift den Vorrang vor der Verkündigung durch einen Engel: „Wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes predigen würden, als wir euch gepredigt haben, der sei verflucht.“[3]

Im Evangelium heißt es in 1. Korinther 13, dass wir durch einen Spiegel und in Symbolik verstehen.[4]

Wie könnten wir also in diesem Leben das unbegreifbar erfassen was unbegreifbar ist?

Denn in diesem Leben, in dem laut Boethius[5] „alles, was empfangen wird, gemäß der Art des Empfängers empfangen wird“, ist es dem Menschen unmöglich, anders als verständlich und in Form eines Bildes zu begreifen.

Denn [wie wir aus De Anima III erfahren], ist das Bild für den Intellekt das, was die Farbe für das Sehen ist.[6]

Nun ist es offensichtlich, dass das Auge ohne das objektiv aktivierende Licht der Farbe nichts sehen kann; daher kommt es auch nicht vor, dass wir ohne ein Bild verstehen.

Dementsprechend hat uns die Heilige Schrift durch Symbolik das gelehrt, was göttlich inspiriert und offenbart ist – und zwar auch in Übereinstimmung mit der üblichen Art unseres natürlichen Vernehmens.

  1. In Mark 1 we are commanded by the Savior to believe the Gospel, for it is the indissoluble word of God (John 10: “Scripture cannot be broken”).
  2. In Galatians 1 the apostle gives Scriptural teaching precedence over an angelic proclamation: “Although we or an angel from heaven preach to you anything other than what we have preached to you, let him be accursed.”
  3. Now, the Gospel says in I Corinthians 13 that we understand through a mirror [and] in a symbolism.
  4. How, then, in this life would we incomprehensibly apprehend what is incomprehensible?
  5. For in this life—in which, according to Boethius, “everything which is received is received in accordance with the mode of the receiver”—it is impossible for man to comprehend in any other way than comprehensibly and in terms of an image.
  6. For [as we learn] from De Anima III the image is to the intellect that which color is to sight.
  7. Now, it is evident that without the objectively activating light of color, sight cannot see anything; therefore, neither does it happen that we understand without an image.
  8. Accordingly, Holy Scripture has taught us through symbolisms that which is divinely inspired and revealed—also [doing so] conformably to the usual manner of our natural conception.

Einzelnachweise

  1. ↑
  2. ↑
  3. ↑
  4. ↑
  5. ↑
  6. ↑