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Denotation

aus AufEinWort, der freien Forschung

de-Notation lat.-frz.-eng.-deu.

Anm. KF: eigentlich die Kennzeichnung oder Bemerkung eines Kennzeichen oder Merkmal aufgrund dessen Erkennen oder Bemerken.

Engl. denotation von denote (von mfrz. denoter, von lat. dēnotāre „bezeichnen, markieren“, sich selbst von dē- „von, vollständig“ + notāre „markieren“ + -ation; äquivalent zu dēnotō +‎ -ation.

Gegenwort ist Konnotation;

  • 1 lateinisch denotatio Logik Weite, Umfang eines Begriffs 
  • 2a englisch denotation Sprachwissenschaft auf den mit dem Wort gemeinten Gegenstand hinweisende Bedeutung
  • 2b englisch denotation Sprachwissenschaft formale Beziehung zwischen dem Zeichen und dem bezeichneten Gegenstand oder Sachverhalt in der außersprachlichen Wirklichkeit
  • Der Akt des Bezeichnens oder etwas (z. B. ein Symbol), das bezeichnet
  • (Logik, Linguistik, Semiotik) Die primäre, oberflächliche, wörtliche oder explizite Bedeutung eines Signifikanten wie eines Wortes, einer Phrase oder eines Symbols; das, was ein Wort bezeichnet, im Gegensatz zu seiner Konnotation; die Gesamtheit oder Menge von Objekten, von denen ein Wort ausgesagt werden kann.
  • Die Bezeichnungen der beiden Ausdrücke "der Morgenstern" und "der Abendstern" sind gleich (d.h. beide Ausdrücke bezeichnen den Planeten Venus), aber ihre Konnotationen sind unterschiedlich.
  • (Philosophie, Logik) Die Absicht und Erweiterung eines Wortes
  • (Semantik) etwas bezeichnet oder bezeichnet; eine bestimmte Bedeutung eines Symbols
  • (Informatik) Jedes mathematische Objekt, das die Bedeutung von Ausdrücken aus den Sprachen beschreibt, formalisiert in der Theorie der denotationalen Semantik
  • (Medienwissenschaft) Eine erste Analyseebene: was das Publikum visuell auf einer Seite sehen kann. Die Bezeichnung bezieht sich oft auf etwas Wörtliches und vermeidet es, eine Metapher zu sein.

Denotation

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Denotation (von lateinisch denotare ‚bezeichnen‘) ist ein mehrdeutiger Ausdruck der Semantik.

Denotation steht einerseits für eine neutrale Bedeutung (als Grundbedeutung) und damit für den inhaltlichen Kern eines Wortes, im Unterschied zur Konnotation. Letzteres sind subjektive, emotionale und assoziative Nebenbedeutungen, die die Grundbedeutung lediglich in der Vorstellung überlagern, aber von ihr getrennt werden können.

Zum anderen bezeichnet Denotation die Beziehung eines sprachlichen Ausdrucks auf die bezeichneten außersprachlichen Gegenstände im Sinne einer extensionalenBezugnahme (nach Gottlob Frege die Bedeutung einer Bezeichnung, siehe Über Sinn und Bedeutung), im Unterschied zur intensionalen Bezugnahme.

Denotation als situationsunabhängige Grundbedeutung

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In der Linguistik wird „Denotation“ als die Hauptbedeutung eines Lexems oder einer Aussage von einer möglichen Mitbedeutung unterschieden, der Konnotation. Die Denotation ist die kontext- und situationsunabhängige Grundbedeutung eines sprachlichen Ausdrucks, während die Konnotation variabel, kontextabhängig und subjektiv ist.

In der Alltagssprache ist keine scharfe Grenzziehung zwischen Hauptbedeutung (explizite Bedeutung) und Nebenbedeutung (implizite Bedeutung) möglich.

Beispiel: Die Denotation von „Nacht“ ist die Zeitspanne zwischen Untergang und Aufgang der Sonne. Konnotationen des Begriffs von „Nacht“ sind je nach Kontext: Angst, Einsamkeit, Bedrohung, Schwärmerei, Liebe, Romantik etc.

Denotation als extensionale Beziehung zwischen Sprache und Welt(modell)

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In einem weiten Sinn wird von Denotation gesprochen im Sinne der „Beziehung zwischen Sprache und Welt“[1] bzw. zwischen Sprache und einem Modell von der Welt.

Denotation wird auch definiert als „die Relation zwischen einem Lexem … und der Klasse von Personen, Dingen, Eigenschaften, Lokalitäten usw., auf die das Lexem korrekt angewandt werden kann.“[2] Vorgeschlagen wird auch, statt des mehrdeutigen Ausdrucks „Denotation“ von Referenzpotenzial zu sprechen. Dies entspräche der Extension als der Menge aller existierenden und denkbaren Gegenstände, auf die sich ein Wort beziehen kann.[3]

Ein Ausdruck „denotiert“ (bezeichnet, bedeutet – im Sinne von Frege) einen bestimmten Gegenstand oder Sachverhalt im Sinne einer extensionalen Bezugnahme. Verstanden als Bezugnahme auf eine Klasse von Elementen ist der Ausdruck Denotation synonym zum Ausdruck Designation in der Semantik:[4] Wird Denotation als die Bezugnahme auf einzelne Elemente einer Klasse verstanden, so kann die „Denotation“ dann der „Designation“ gegenübergestellt werden (als Antonym); mit Designation als die Bezugnahme auf Klassen von Elementen.[5]

Siehe auch

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Literatur

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Wiktionary: Denotation – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. ↑ Lohnstein: Formale Semantik. 1996. S. 59.
  2. ↑ Vater, S. 42.
  3. ↑ siehe Vater: Referenz-Linguistik. 2005, S. 14; sowie Regenbogen, Meyer: Philosophisches Wörterbuch. 2005, Einträge Denotation / Konnotation. Denotation und Extension werden hier als (mögliche) Synonyme betrachtet.
  4. ↑ Vgl. Lexikon der Sprachwissenschaft. 3. Auflage. 2002. →Denotation.
  5. ↑ Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3. Auflage. 2002, Denotation.